Mantras in Frage stellen_ Wahlbeteiligung

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Mantras in Frage stellen_ Wahlbeteiligung
Datum: 07.10.2009, 10:26

dafür, zur Wahl zu gehen und wie immer wurde vor einem Erstarken radikaler Parteien durch niedrige Wahlbeteiligung gewarnt.

Oft richten sich diese Wahlaufrufe besonders an junge Menschen.  Nun interessieren sich viele Menschen – gerade jüngere – nicht für Politik.  Sie kennen die Forderungen und Programme der Parteien nicht, haben, wenn überhaupt, nur sehr ungefähre Vorstellungen, wofür diese stehen und können nur sehr wenige Politiker der richtigen Partei zuordnen.  Im Klartext:  Sie sind politisch inkompetent.  Aber nicht alle sind Nichtwähler.  Angesichts der ständigen Wahlaufrufe, verspüren sie oft ein diffuses Pflichtgefühl, wählen zu gehen und machen ihr Kreuz dort, wo Freunde, Eltern oder Fernsehsendungen es ihnen empfohlen haben.  Ist das wirklich gut?

Normalerweise ist ein gewisses Maß an Kompetenz Voraussetzung, um in einem bestimmten Bereich eine vernünftige Entscheidung zu treffen.  Sollte also nicht vor dem Aufruf, wählen zu gehen, der Aufruf stehen, sich politisch zu informieren?  

Natürlich ist es bedauerlich, wenn Menschen die Chance zu politischer Bildung nicht nutzen.  Wenn jemand aber absolut kein politisches Interesse entwickelt, sollte er bei der nächsten Wahl nicht lieber zu Hause bleiben, bevor er mit einer inkompetenten Entscheidung Einfluss auf das Leben anderer nimmt?

Sven von Storch

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