Dominik Brunner hätte auch ein zugekokster Zuhälter
Dominik Brunner hätte auch ein zugekokster Zuhälter
Datum: 13.07.2010, 19:04
Dass dabei versucht wird, Brunner sein Interesse am Boxsport anzukreiden, ist zwar reichlich abstrus, aber letzten Endes unerheblich: Auch wenn es berechtigte Vorwürfe gegen Brunner geben würde, würde das nichts ändern. Was ihn zum Helden macht, ist, dass er sich angesichts einer Gefahr unter Einsatz - und Aufopferung - seines Lebens für Andere eingesetzt hat. Zu verlangen, jemand müsse in jeglicher Hinsicht ein perfekter Mensch sein, ist selbstgerecht und pharisäerhaft.
Auch der etwas länger zurückliegende Fall Peter Meding ist für einige der Beteiligten nicht gerade ein Ruhmesblatt. Meding hatte wie Brunner Kinder vor jugendlichen Schlägern beschützt und war von diesen verletzt worden. Für sein Eingreifen sollte er eigentlich die „Medaille für besondere Verdienste um die Innere Sicherheit“ bekommen. Doch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lud ihn wieder aus, weil Meding eine Bewährungsstrafe wegen Kokainbesitzes verbüßte. Kann man nur hoffen, dass Herrmann sich in einer Gefahrensituation nur von Menschen mit einem lupenreinen Führungszeugnis helfen lässt.
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