Das Recht auf Pleiten oder die Freiheit, laufen lernen zu dürfen

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Das Recht auf Pleiten oder die Freiheit, laufen lernen zu dürfen
Datum: 10.05.2010, 13:29

beziehungsweise „try and error“ beschrieben. 

Praktisch jeder Lernprozess läuft so ab - „Übung macht den Meister“ ist eine Redensart, an der das ebenfalls deutlich wird.  Um unsere Fehler erkennen zu können, müssen wir aber zunächst die Konsequenzen unseres Handelns tragen:  Wir müssen umfallen, um unsere Bewegungen so anzupassen, dass wir schließlich laufen können.  Würde sich jemand hinter ein Kleinkind stellen, und es jedes Mal auffangen, wenn es zu fallen droht, würde es niemals laufen lernen.

Auch Unternehmer, die Fehler machen, müssen diese bittere Lektion in Kauf nehmen.  Sie machen Verluste, im schlimmsten Fall gehen sie pleite.  Aber nur so können sie zu funktionierenden Konzepten kommen.  Wenn erfolgreiche Unternehmer gezwungen werden, die Verluste der weniger erfolgreichen dauerhaft auszugleichen, entsteht eine Wettbewerbsverzerrung, die sich fatal auswirkt:  Für die funktionierenden Konzepte fehlt das Geld (und die Motivation); während die fehlerhaften Konzepte subventioniert werden.  Ungefähr so als müssten die Hersteller von fahrenden Kraftfahrzeuge einen Teil ihres Gewinns dafür verwenden, um jemanden zu bezahlen, der fahruntüchtige Autos herstellt, am Markt zu erhalten.

Sollte das nicht auch für Staaten gelten?  

Sven von Storch

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