Etwas mehr Schärfe, bitte!

Im Streit um „sexuelle Vielfalt“ in baden-württembergischen Lehrplänen melden sich weitere kritische Stimmen. Das passt der grün-roten Landesregierung gar nicht.

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Nein, Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch ist wirklich nicht gut drauf. Da wollte man das neu eroberte Ländle als Paradies für Fortschritt und Toleranz ausbauen und jetzt gerät die Debatte völlig aus den toleranten Fugen.

Der geplante Lehrplan für Baden-Württemberg unter besonderer Berücksichtigung von „sexueller Vielfalt“ in allen Fächern droht statt zum Vorzeigeprojekt zum größten Desaster der grün-roten Landesregierung zu werden. Nachdem mit Petitionen und Demonstrationen bereits seit Monaten Eltern die idyllische Ruhe im Süden der Republik empfindlich stören, hat sich nun der Landeschef des Philologenverbandes Bernd Saur in die Debatte eingeschaltet und warnt im „Focus“ unter der Überschrift „Schamlos im Klassenzimmer“ davor, Kinder „nicht vertretbaren Übergriffen durch entfesselte, öffentlich komplett enttabuisierte Sexualpädagogen“ auszusetzen. Weiter: „Themen wie Spermaschlucken, Dirty Talking, Oral- und Analverkehr und sonstige Sexualpraktiken inklusive Gruppensex-Konstellationen, Lieblingsstellung oder die wichtige Frage ‚Wie betreibt man einen Puff?‘ sollen in den Klassenzimmern diskutiert werden“, so Saur in deutlichen Worten.

„Beträchtlicher Schaden“

Zeit wurde es ja, die Fakten über die Inhalte möglichen Unterrichtsmaterials liegen bereits lange auf den Tischen der Lehrer, bislang hatten sie sich aus dem Diskurs aber merkwürdig still zurück gehalten. Nur die Lehrergewerkschaft GEW tat sich mit besonderem Eifer im Thema hervor. Die Broschüre des hauseigenen Arbeitskreises „AK Lesbenpolitik des Vorstandsbereichs Frauen“ wurde nach öffentlicher Kritik zwar zurückgezogen, bedenklich ist allerdings, dass sie in dieser Form überhaupt entstanden ist und Pädagoginnen ihren Inhalt allen Ernstes für adäquates Unterrichtsmaterial hielten. Das Internet vergisst nicht, sie ist immer noch hier einsehbar.

Jetzt heizt also der Philologenverband die Debatte mit an und der zuständige Minister ist brüskiert. Als oberster Dienstherr schrieb Andreas Stoch an seinen Untergebenen Lehrer Bernd Saur: „Mit ihrem Kommentar tragen Sie wesentlich zu einer Verschärfung des öffentlichen Diskurses bei.“ Ja genau, das tut er und das ist auch gut so. Nun fordert dieSPD-Landtagsfraktion den Vorstand des Philologenverbands in Baden-Württemberg auf, sich vom eigenen Vorsitzenden Saur zu distanzieren. Solange dies nicht geschehe, werde die Fraktion nicht mehr mit dem Verband reden, teilte Fraktionschef Claus Schmiedel mit.

Ja, das ist ja Höchststrafe! Die SPD-Fraktion will nicht mehr mit den Philologen reden, denn es sei ein „beträchtlicher Schaden“ in der Öffentlichkeit entstanden. Das sollte die Philologen im Land sicher sehr beeindrucken, ging als Schuss aber nach hinten los, denn der Bundesverband solidarisierte sich sogar inhaltlich. Passt aber wunderbar ins Schema, denn mit den über 200.000 Unterzeichnern der Petition gegen den Lehrplan will die SPD-Fraktion ja auch nicht reden. Und mit den tausenden Demonstranten gegen den Lehrplan, die sich zuletzt am vergangenen Sonntag in Stuttgart trafen, ebenso wenig. Vielleicht stampft man in der SPD-Fraktion auch noch trotzig mit dem Fuß auf, dann sind wir endgültig im politischen Kindergarten angekommen.

Spermaschlucken und Analverkehr

Die Bildungsexpertin der Grünen, Sandra Boser, reagierte hingegen mit den Worten: „Was Bernd Saur von sich gibt, ist ekelhaft.“ Nein Frau Boser, das ist nicht ekelhaft, das ist jetzt neuerdings Bildung. Vielleicht sollten Sie einfach mal nachschlagen, was in den bereits heute existierenden Unterrichtsmaterialien drin steht. Hier bekommen Sie einen Überblick ganz umsonst von mir geschenktUnd hier hat sich die „FAZ“-Kollegin Antje Schmelcher ebenfalls eingehend mit dem Thema befasst.

Der Philologenverband verschärft also die Debatte? Na wunderbar, es ist höchste Zeit dafür. Die Strategie, sämtliche Gegner dieses Bildungsplans in eine homophobe, extreme oder gar fundamentalistische Ecke zu stellen, geht nicht mehr auf – es sind inzwischen zu viele in der Strafecke versammelt. Gerade kommt die Lehrerschaft dazu.

Also, liebe Frau Boser, wenn Sie der Meinung sind, es sei ekelhaft, wenn Erwachsene öffentlich über Spermaschlucken, Dirty Talking, Oral- und Analverkehr und sonstige Sexualpraktiken inklusive der überlebenswichtigen Frage „Wie betreibt man einen Puff?“ reden – warum sind sie bereit, unsere Kinder mit diesen Themen zu belästigen?

Beitrag erschien zuerst auf: theeuropean.de

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Nonnen

Mit der eigentümlichen Reduzierung auf die Sexualität und mit zunehmender Sexualisierung im Kindesalter wird die innere Identität der Kinder zerstört und es bleiben nur noch Äußerlichkeiten, die dann später kultmäßig in den Mittelpunkt rücken (Diäten, Schönheitsoperationen, Castingshows, Sexting usw.) Kommunikationswissenschaftlerin Petra Grimm, 2010: Mädchen ziehen zunehmend Selbstbewusstsein daraus, Jungen als Sexobjekte zu dienen.
(Anm. d. Red.: gekürzt)

Gravatar: p.feldmann

Marc, lesen Sie mal, falls das nicht zu viel der Anstrengung für einen ist, der derart ad personam polemisieren muss, Huxleys brave new world. Recht am Anfang wird beschrieben, wie eine Gesellschaft, die unter totaler Herrschaft steht v.a. aus der Resource Zwangssexualisierung und - promiskuisierung schöpft. Konkret ist dort die ARgumentation, dass so sowohl seelische Reife wie auch echte bindende Neigungen wie Liebe vermieden werden sollen. Auch beschrieben finden Sie dort, dass Kleinkinder schon per Zwang angehalten/selektiert werden, Geschlechtlichkeit nach Erwachsenem-Maß aneinander zu exerzieren. Ebenfalls finden Sie dort die schöne Sentenz wie Menschen gg. Naturempfinden und Bücher konditioniert werden.
Das Buch wurde 1933 geschrieben. Wenn Sie sich bei der Lektüre nicht an die totalen Denkmatrizen unserer grün-linken Zeitgeistfreunde und ihre Produkte LBiTiS sowie BildungsPLAN 2015/16 erinnert fühlen, dann haben Sie ein Sensibilitätsproblem, dass ich durchaus moralisch intellektuell verorten würde!

Gravatar: Andreas Schneider

Merken Sie eigentlich gar nicht, WTF, dass Sie hier eine Realsatire mit Leben füttern? Ich kritisiere "viel Geschwafel, wenig Substanz" im Bildungswesen - und Sie bestätigen das mit den dazu passenden Worthülsen "Medienbildung, Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt, Gesundheit und Vorsorge, Nachhaltigkeit, berufliche Orientierung und Verbraucherbildung"?

Wäre es nicht so traurig, dass (nicht nur) Sie selbst offenkundig schon Opfer früherer "Bildungspläne sind, kämen Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, aus dem Lachen nicht mehr heraus. Aber diese Menschen müssen mit den Versäumnissen zurecht kommen, die das alles hervor gebracht hat. Dieser ganze von Ihnen zitierte Firlefanz ist nichts weiter als pädagogische Selbstbefriedigung und bringt den Kindern rein gar nichts.

Und das habe ich gerade heute erleben müssen. Mein Sohn, der in wenigen Tagen 20 Jahre alt wird, bereitet sich aktuell auf seine Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf Koch vor. Er hat dabei mit Lagerkennzahlen zu kämpfen. Monatsendbestände, Wareneinsatz, durchschnittliche Lagerdauer, Meldebestand, Lagerumschlagshäufigkeit usw. usw. Womit, WTF, ist ihm nun mehr geholfen? Mit "Medienbildung, Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt, Gesundheit und Vorsorge, Nachhaltigkeit, beruflicher Orientierung und Verbraucherbildung"? Oder vielleicht mit einem altmodischen Vater, für den "früher nicht alles besser" war, der aber noch Zeiten kennt, in denen eine Berufschulklasse nach Ende des ersten Ausbildungsjahres nicht bereits 16 von 24 Schülern als Abbrecher zu verzeichnen hatte?

Mein Sohn hat ausgezeichnete Aussichten, trotz enormer Probleme in jüngeren Jahren (er war Förderschüler) eine fundierte Ausbildung mit Erfolg abschließen und danach sein Leben eigenverantwortlich bestreiten zu können. Schon jetzt, in einem sehr frühen Stadium der Ausbildung, haben neben dem Ausbildungsbetrieb zwei hochkarätige Gastronomiebetriebe Interesse an ihm bekundet und ihn zu Probearbeiten eingeladen. Zum Liebling meines Sohnes ist dabei der frühere Klassenlehrer geworden, ein regelrechter Pauker alter Schule. Seinerzeit at er ihn verflucht, heute gibt mein Sohn unumwunden zu, dass ihn dieser Mann aus dem Dreck gezogen hat. Trotz Wohnortwechsel stehen die Beiden immer noch in Kontakt - und man duzt sich mittlerweile. Gegenseitig.

Merken Sie den Unterschied, WTF? Wer solchen ideologischen Luftblasen wie "Medienbildung, Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt, Gesundheit und Vorsorge, Nachhaltigkeit, berufliche Orientierung und Verbraucherbildung" die Stange hält, macht sich zur Karikatur seiner selbst. Und merkt es nicht einmal.

Wie wäre es ,wenn Sie Ihren Elfenbeinturm einmal verließen und sich mit dem realen Leben vertraut machten? Da fliegen Ihnen "Medienbildung, Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt, Gesundheit und Vorsorge, Nachhaltigkeit, berufliche Orientierung und Verbraucherbildung" ganz von alleine zu. Wenn Sie es nur zulassen. Denn das ist das Leben.

Ganz einfach.

Gravatar: WTF

Wie wollen Sie etwas erkennen, wenn Sie es nicht lesen?

Im Bildungsplan von Baden-Württemberg geht es um Medienbildung, Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt, Gesundheit und Vorsorge, Nachhaltigkeit, berufliche Orientierung und Verbraucherbildung. Das sind alles keine Unterrichtsfächer, sondern es sind Leitperspektiven, die die Gestaltung des Unterrichtes beeinflussen. Lesen, Schreiben und Rechnen steht weiterhin auf dem Stundenplan.

Gravatar: Martha Kleininger

Das muss die Redaktion zensieren. Grenze!!!
Marc als Nutzer muss gelöscht werden

Gravatar: Martha Kleininger

Die letzte Umfrage im September 2014 ergab aber: Nach wie vor wählen 23 % der Baden-Württemberger die Sextäter Grün!
Es gibt Untersuchungen die davon ausgehen, dass 20% der Bevölkerung in der Kindheit und Jugend Opfer sexuellen Missbrauch geworden ist. Die Täter wählen alle Grün!

Gravatar: Andreas Schneider

Danke für die Blumen, WTF.

Immerhin habe ich begründet, wieso ich von "Bildungs"plänen nichts halte, die mit Bildung nichts zu tun haben.

Können auch die Befürworter dieses Konstrukts stichhaltig belegen, was daran denn nun ganz konkret eine bessere Zukunft verspricht? Außer ideologisch geprägten Spiegelfechtereien erkenne ich da nichts. Und da fügt sich bestens in meine zuvor beschriebenen Eindrücke von den Resultaten eines Bildungssystems, das schon lange kein Solches mehr ist: viel Geschwafel, null Substanz.

Gravatar: WTF

"Etwas mehr Schärfe, bitte", fordert Frau Kelle und lässt selber daran vermissen. Stattdessen gießt sie Öl ins Feuer. Aber das passt zu ihr. Warum, frage ich mich, wird der Bildungsplan immer wieder mit einem Sachbuch zur Sexualaufklärung in Verbindung gebracht. Warum äußern sich Germanisten wie Antje Schmelcher und Martin Voigt zum Bildungsplan, die von Pädagogik und Psychologie gar keine Ahnung haben.

Aber am besten gefällt mir der Kommentar von Andreas Schneider:
"Die Inhalte dieses 'Bildungsplanes' kenne ich nicht; ich will mich auch gar nicht damit befassen."
Ich täusche mich wohl nicht, wenn ich vermute, dass das wohl für alle 'Bildungsplangegner' gilt. Denn alles, was diese verlauten lassen ist ein schrilles "früher war alles besser."

Gravatar: Andreas Schneider

Liebe Helena, das Grundproblem ist doch auf einer ganz anderen Stufe angesiedelt.

Ich bin vor ein paar Jahren mit"meinem" Prüfungsausschuss schwer zusammen gerasselt, als ich mich weigerte, unter das gegen meine ausdrückliche Stellungnahme entschiedene "Ausreichend" eines Probanden für dessen absolut unterirdische Vorstellung bei der mündlichen Abschlussprüfung meine Unterschrift zu setzen und ihm so einen absolut unverdienten Kaufmannsgehilfenbrief zu verschaffen. Seit den folgenden Prüfungen wurde ich - trotz erwiesenen Mangels an zur Mitarbeit bereiten Ausschussmitgliedern - nicht mehr zur Teilnahme eingeladen.

Wenn jemand Grundfertigkeiten und -kenntnisse nicht beherrscht, die noch vor 30 Jahren quasi "im Schlaf" saßen, dann ist das zunächst einmal ein schlechter Schüler. So etwas gab es immer. Und es wurde entsprechend benotet, es entschied de facto darüber, ob z. B. ein angehender Straßenkehrer oder ein zukünftiger qualifizierter Disponent einer Logistikfachabteilung die Schule verließ.

Aber wer, um Gottes Willen (und nein, Herr Datko, das ist hier nur eine Redewendung!), gibt solch - Entschuldigung - bildungstechnischer Ausschussware dafür Noten, als ob man einen Nobelpreisaspiranten vor sich habe?

Die ganze Debatte wäre vollkommen überflüssig, besänne man sich einfach auf die Grundlagen dessen, wofür man Kinder gemeinhin zur Schule entsendet. Ideologische Hirngespinste in die unausgereiften Köpfe einer Generation von Beinahelegathenikern einzupflanzen, kann doch wohl kaum Sinn der Sache sein.

Und wenn ich dann auch nur die inhaltliche Grobausrichtung dieses "Bildungs"-plans mit der seinerzeit üblichen, recht drastischen Ausdrucksweise eines meiner Lehrer gegenüber stelle, hat das fast schon satireähnlichen Charakter: bei wiederholt völlig versäbelten Konstrukten eines schlechten Schülers fiel da schon mal die Bemerkung "Du bist auch die blöd,ein Loch in den Schnee zu p...en." Kurz, knackig, treffend. Und niemand nahm Anstoß daran - einfach, weil es stimmte.

Heute bekäme besagtes Loch im Schnee einen Heiligenschein aufgesetzt, weil der "P...er" irgendeine sexuelle Ausrichtung bevorzugt, die ihm/ihr die Benutzung der Schultoiletten aufgrund fehlender Auswahl unmöglich macht?

Die Betreiber solcher "Ideen" kann ich nicht ernst nehmen. Und auch die Gegner des "Plans" verstehe ich nicht. Hier bietet sich definitv kein Diskussionsstoff mehr. Das ist Sache eines vollständigen Boykotts. Denn mit "Schule" hat dieses vermurkste System fast nichts mehr zu tun.

Also besteht doch wohl auch keine Schulpflicht mehr?

Gravatar: Karin Weber

Man könnte Ihnen jetzt hier viele schmuddelige Seiten derer verlinken, die ihre abartigen Phantasien im Internet veröffentlichen und per Bildungsplan unseren Kindern aufzwingen wollen.

Ihre Retourkutsche, Kritiker auf diese Weise mundtot zu machen, geht ins Leere. Im Gegenteil, wir erkennen daran, wie der GenderLobby die Luft langsam dünn wird.

Liebe Frau Kelle, Sie sind auf dem richtigen Weg. Weiter so! Diese GenderDeppen sind für Deutschland mittlerweile zum massiven Problem geworden.

Gravatar: Heinz Eng

Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen.......das die an unseren Kindern ran wollen?

Wenn wieder mal eine Razzia wegen KiPo in der Presse die Runde macht, sind Polizisten, Lehrer, Richter bis hin zu Krippenerzieher bei den Ertappten dabei......was uns wirklich zu denken geben sollte.
Es wird der Tag kommen, an dem jemand fordert....das Schutzalter auf 12 Jahre herabzusetzen...irgend ne bekloppte Ausrede wird den Initiatoren schon einfallen, jede Wette.

Sex ist Privatsache........warum hängt sich der Staat da rein...Toleranz ist eine Sache, staatlich bevormundet zu werden oder die eigenen Kinder (von Frauen oft unter Schmerzen geboren) den perversen Gelüsten sexuell enthemmter Menschen preis zu geben, eine andere.

Weiter so Frau Kelle......nicht nachlassen, es gibt noch genügend Menschen im Land, die sagen....."ich will/möchte das nicht"......und die brauchen dringend eine Stimme, die für sie spricht.
Im privatem Umfeld übe ich passiven Widerstand....mehr trau ick mich nich.

MfG
H.E.

Gravatar: Helena

Herr Schneider,
so etwas wie Dreisatz ,Prozentrechnung , Bruchrechnung, Sachverhalte in Gleichungen fassen und diese Lösen können und überhaupt Rechnen ohne Taschenrechner können sehr viele Schulabgänger nicht mehr, unabhängig von der besuchten Schulart. Aber auch unsere Politiker machen nicht unbedingt den Eindruck, daß sie die elementaren Grundrechenarten beherrschen und anwenden können, wenn man sich die Desaster in Finanz- und Wirtschaftpolitik anschaut.

Es sollen offensichtlich andere "Prioritäten" gesetzt werden. Das erinnert einen bloß an die Verhältnisse wie im alten Rom, aber was macht das schon.

Gravatar: Manuela

Ich wage zu behaupten,
dass alle, die versuchen die Bildungsplangegner nieder zu machen/mundtot zu machen
keine Kinder haben.

Folglich sollten sie den Mund halten, statt in dieser Angelegenheit herum zu proleten!!!

Gravatar: Stephan Achner

Dieser Kommentar ist weit unter der Gürtellinie. Der Kommentator "Marc" gehört dauerhaft gesperrt.

Gravatar: Ilsetraud Rückauer

an Marc: man kann sehr gut unterscheiden, wofür Sie / Frau Kelle sprechen. Man liest Ihre Intention aus jeder Zeile... wir kennen das inzwischen.
an Frau Kelle: ich bedanke mich für diese klare Darstellung. Die "Experten"kommen damit hoffentlich zur notwendigen Erkenntnis. Machen Sie bitte weiter so!

Gravatar: Chesterton

Trolle wie "Marc" sollten hier mit ihrer schmierig-schleimigen Pseudokritik an Frau Kelles Artikel nichts verloren haben.

Gravatar: Marc

Saur rudert bereits zurück (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kritik-am...)... und Frau Kelle träumt vermutlich zu sehr von den von Ihr erwähnten Praktiken - Sie scheint irgendwie ein Thema damit zu haben und kanns nicht lassen vom "Sp****schlucken" zu schreiben! Komische Person! Fragt sich wer hier auf der falschen Spur ist - der Bildungsplan oder die schmutzige Phantasie der Gegner! Und glaubt Frau Kelle ihre ketzerische Polemik selbst?

Gravatar: Winfried Schley

Hat Baden-Württembergs Kultusminister denn keine Medienberater, die ihn vor Fettnäpfchen warnen?

Erst wirft er ein unausgegorenes Arbeitspapier zur sexuellen Vielfalt auf den Markt und beschimpft gleichzeitig Kritiker als homophobe Rechtspopulisten, wohl in der stillen Hoffnung, dass dann kaum jemand das Arbeitspapier und die Gegenpetition liest, was ja bekanntlich voll in die Hose ging.

Jetzt zahlt der Steuerzahler teure Polizeieinsätze, weil regelmäßig ein paar tausend besorgte Eltern in Stuttgart protestieren und dort dabei vor ein paar hundert gewalttätigen Chaoten geschützt werden müssen, die sich durch dieses Arbeitspapier angestachelt fühlen.

Nun hackt Baden-Württembergs Kultusminister auch noch auf dem Philologenverband herum, der gar nicht den - noch nicht fertiggestellten - Bildungsplan kritisiert, sondern nur ein „sexual-pädagogisches“ Machwerk, das durch den zukünftigen Bildungsplan wohl erst genehmigungsreif wird.. Damit gesteht der Minister indirekt ein, dass ihm selbsternannte, kinderlose „Sexualpädagogen“, die unter dem Deckmantel der Wissenschaft bestimmen wollen, wie die Kinder der anderen zu erziehen sind, persönlich näher stehen als Eltern, die sich als Hauptverantwortliche für ihre Kinder fühlen. Es lebe die elternfreie Schule!

Ist er froh, wenn er bei der Wahl 2017 diesen Ministerposten wieder vom Hals haben wird?

Gravatar: Karin Weber

Man kann das Motto des Bildungsplanes mal in einem Vierzeiler zusammenfassen:

"Es ist nicht wichtig wie man tickt,
dafür ganz wichtig wie man f****,
so bleibt doch Deutschland nicht am Ball,
die Politik hat hier nen Knall!"

Gravatar: Michael Hochkirch

Gratulation für diesen Artikel - es ist schon lange eine Grenze überschritten worden, welche nicht überschritten werden darf.

Es muss so engagierte Menschen geben, die diese Missstände so auf den Punkt bringen wie Sie. Mittlerweile geht es in einen Bevormundungsstaat über - in ALLEN Lebenslagen, und es wird langsam aber sicher Zeit, dass ALLE Menschen aufwachen. Sonst wachen sie in einer Gesellschaft auf, in der es ihnen am Ende nicht gefällt!

Gravatar: Andreas Schneider

Frau Kelle, ich bin Vater von drei Söhnen, seit über 25 Jahren Ausbilder, war Mitglied in Schulpflegschaften, Kindergartenvereinen und mehreren Prüfungsausschüssen der IHK.

Was sich im Laufe dieser Zeit in diesem Umfeld verändert hat, muss jedem die Haare zu Berge stehen lassen, der abseits ideologischer Traumtänzereien Schulen etc. noch als Bildungsstätten i. e. S. ansieht.

Die Inhalte dieses "Bildungsplanes" kenne ich nicht; ich will mich auch gar nicht damit befassen. Wenn ich jedoch betrachte, welche ausbildungstechnischen Rohrkrepierer ich in den letzten Jahren meiner Prüfertätigkeit aus "sozialen Erwägungen" habe durchwinken müssen, wenn ich sehe, dass sich bei mir Abgänger mit Mittlerer Reife, guten Mathematiknoten, aber Problemen beim schlichten Dreisatz (!) bewerben, kann mich kein wie auch immer gearteter "Bildungsplan" dieser Welt, der einfachste Grundkenntnisse wirklicher Bildung (!!) wieder ins Lot rückt, von seiner "Notwendigkeit" überzeugen.

Gravatar: Kim

Hoffentlich knickt der Philologenverband, insbesondere Herr Saur, nicht ein.
Immerhin sind die Lehrer Untergebene ihrer Landesregierungen, was auch erklärt, warum sie bei den zahlreichen Schelmenstreichen ihrer Vorgesetzten in den letzten Jahren und Jahrzehnten nach außen meist "vornehm" den Mund hielten. Es gibt die verschiedensten Formen der Bestrafung für beamtete Lehrer, wenn sie Kadavergehorsam vermissen lassen.
Mehrere Gründe, sprechen dafür, dass Lehrer nicht mehr beamtet sein sollten. Für mich ist das straffreie Widerspruchsrecht gegen falsche Bildungspolitik besonders wichtig.
Wir sehen ja, zu welcher Narrenfreiheit und welchen hirnverbrannten Entscheidungen der Bildungspolitiker es führt, wenn die Lehrer zum Katzbuckeln und kritiklosen Mitmachen gezwungen werden.

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