CDU mit oder ohne Stammwähler_
CDU mit oder ohne Stammwähler_
Datum: 13.01.2010, 15:37
Wolfgang Böhmer (CDU) weiß offenbar nicht so genau, was er von der Debatte um eine konservativere Ausrichtung der Union halten soll. In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ wird der sachsen-anhaltinische Ministerpräsident mit dem Ausspruch zitiert, die Debatte sei „ausgesprochen notwendig“, der „Frankfurter Rundschau“ sagte er dagegen, diese Diskussion sei nicht ernst zu nehmen. Hier erklärte er auch, er bekomme auf seine Frage nach vernachlässigten konservativen Stammwähler-Gruppen nur diffuse Antworten. Dabei gibt es präzise zu benennende Gruppen von Wählern, auf die die Union verstärkt zugehen könnte: Gegner einer Islamisierung des öffentlichen Lebens; Familien- und Lebensschützer; Männer, die der extremen Feminisierung und Genderisierung Einhalt gebieten wollen; Eltern, die Schulexperimente à la Schwarz-Rot-Grün ablehnen und derzeit der CDU in Hamburg in Scharen davonlaufen; Sprachschützer, die sich um die Pflege der deutschen Sprache bemühen – um nur einige zu nennen. Das summiert zu einem ganz passablen Aufgebot an Wählern. In Großbritannien schickt sich der Oppositionsführer David Cameron an, mit einem munteren Konservatismus zum nächsten Regierungschef zu werden. Wolfgang Böhmer mag derweil Sachsen-Anhalt mit seinem diffus-beschaulichen Regierungsstil zum Musterland von Gender Mainstreaming, Krippenerziehung und Jugendfürsorge machen. Dort macht es dann gar keinen Unterschied mehr, ob die CDU regiert oder Rot-Grün mit Duldung der SED-Nachfolgepartei.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf idea.de
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