Geförderte Männerfeindlichkeit
Geförderte Männerfeindlichkeit
Datum: 29.12.2010, 11:28
Das gültige Programm einer Volkspartei hatte in 2007 formuliert: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss das Männliche überwinden“. Das war der Hintergrund agens e.V, die 622 Bundestagsabgeordneten zur obigen Aussage auf AbgeordnetenCheck.de zu befragen. Fast 95% der MdBs reagierten gleichgültig bis unentschieden. Irritierend, unglaublich? Da unsere Bundestagsabgeordneten ein Abbild des Volkes Meinung repräsentieren sollten, verwundert diese Reaktion kaum – bei Voraussetzung des gleichen Wissensstandes wie ihre Wahlbürger. Das trifft natürlich nicht zu. Aber warum begründen die meisten Abgeordneten ihre ausweichenden Stellungnahmen vorwiegend mit regierungsamtlichen, scheinbar „männerorientierten“ Projekten des Frauenministeriums? Wir nehmen mal an, dass diese Projekte so genial vom Frauenministerium in der Berliner Politszene verkauft werden, dass sich kein Volksvertreter die Mühe macht, in die Projektbeschreibungen en detail zu schauen. Wenn, dann hätte jeder politisch interessierte Mensch schnell erkannt: Im „Eingemachten“ werden die öffentlichen Bildungsinstitutionen mit „Glanzstücken“ der Gender-Ideologie indoktriniert. Hinter völlig belanglosen Projekttiteln entdeckt erst der interessierte Leser männerfeindliche Projektinhalte:
1. Beispiel Männer in KiTas“: eine berechtigte Forderung von Politikern aller Couleur, um den Männeranteil in KiTas zu erhöhen. Aber die wahren Ziele verbergen sich in dem dazu gehörigen Informationsmaterial für die Projektträger. Da ist dann die Rede von der Aufhebung der geschlechterstereotypen Rollen „Mann“ und „Frau“, um den Weg frei zu machen für Angebote der „Geschlechtervielfalt“ (im Genderdeutsch: „Gender Diversity“); und um die freie Wahl der „Geschlechterrollen“ von hetero-, über queer bis homosexuell zu unterstützen. Wohlgemerkt: es geht um die Erziehung von Kindern im KiTa - Alter! Es gibt unzählige philosophische Abhandlungen über die Identitätsfindung des Menschen, dann soll ein z.B. 11-jähriger Junge in der Lage sein, seine sexuelle Identität zu finden????? Wo sind eigentlich im Angesicht dieser Entwicklung die Mehrheit der noch nicht „gegenderten“ Männer und Frauen, die diesem Spuk ein Ende bereiten? Eins weiß ich: ich hab keine Eigenschaften in mir, die mich befähigen, eine Frau u werden zu können, Gott sei Dank…..
2. Beispiel „Neue Wege für Jungs“. Vor dem Hintergrund obiger Ideologie sollen Jungens auf Pflegeberufe und soziale Dienste vorbereitet werden, d.h. raus aus den typischen Männerberufen mit der beabsichtigten Steuerung des Berufswahlverhaltens. Mit der „Flexibilisierung männlicher Rollenbilder“ sollen die Jungens „sozialverträglich“ geprägt werden: Genderdeutsch par excellence! Im April 2011 gibt es dann auch einen „Boys Day“, neben dem „Girls Day“. Übrigens: Der „Girls Day“ hat den Steuerzahler in den letzten 10 Jahren rd. 10 Millionen Euro gekostet. Ergebnis? Das Berufswahlverhalten von Mädchen hat sich nur marginal verändert. Ergo: Das Frauenministerium kann eben nicht per Projekt die Gesetze von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt außer Kraft setzen…..
Dennoch kann die Gender-Ideologie weiterhin fröhliche Urstädt feiern - ohne jeden demokratischen Diskurs, die „Umerziehung einer Nation“ (Spiegeltitel von 01/07) schreitet fort. Das ist nur möglich, weil die Gender-Ideologen – leider! - den öffentlichen Diskurs scheuen. Aber warum sollten sie?? Ihre unzähligen Studien, Berichte und Abhandlungen, in schwülstigem Genderdeutsch verfasst, lesen so wieso schätzungsweise nur rd. 2% der Bürger. Und die Genderprojekte werden mittlerweile, genauso wie Klimaprojekte, einfach durchgewunken, d.h. genehmigt. 2% der Bürger gelingt es, so 98% zu „unterwandern“…. Resümee eines der „98% - Bürgers“, frei nach Tasso: „Man merkt die Absicht, und ist verstimmt“…..
Diese ideologische Unterwanderung, diese Umerziehung läuft schon seit Jahren. Eine Politik, die „Mann“ und „Frau“ als kulturelles Produkt begreift, macht den Menschen zum Spielball der Gender- Ideologie. Die Wirksamkeit der Unterwanderung kann man daran erkennen, dass die Parlamentarier bei unserer Umfrage die zitierten Projekte als Beweis für eine männerfreundliche(!) Politik der Regierung ansehen.
Wir meinen: hier tut Aufklärung not. Ein Print-Magazin hat damit aktuell einen Anfang gemacht (vgl. Focus Nr. 52/2010, S. 64f.). Eine öffentliche, kritische Auseinandersetzung mit der Genderideologie ist längst überfällig. Das ist eine wertvolle Lehre aus unserer Bundestagsumfrage. agens e.V. wird versuchen, im neuen Jahr den notwendigen Diskurs zur Legitimation und zukünftigen Perspektiven der Genderideologie zu initiieren.
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