Frauen handeln, Männer schweigen...
Frauen handeln, Männer schweigen...
Datum: 28.04.2011, 16:56
Ort der Handlung: die alte Kaiserstadt Goslar.
Handelnde Personen: eine Minderheit von Frauen der „Linken“ und Monika Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt.
Handlung: Linke im Stadtrat haben (mit stillschweigender Zustimmung der männlichen Mehrheit im Stadtrat) den Antrag auf Abwahl von Monika Ebeling gestellt. Vor Ort war zu erfahren, dass der Gleichstellungsbeauftragten u.a. vorgeworfen wird, sie würde sich auch um Männer (z.B. Trennungsväter) und um Jungensarbeit kümmern. Das Ganze ist keine Provinzposse mehr:
Gleichstellung ist mehr als Frauenförderung.
Die Generation der Schwarzer-Jüngerinnen weigern sich, den Platz frei zu machen für die kommende 30+ Generation. Diese jungen Frauen haben eine andere, eine fröhliche und unbeschwerte Sicht des Miteinanders zwischen Mann und Frau. Sie sind gleichberechtigt aufgewachsen. Das ermöglicht ihnen, neue und eigene Wege gehen. Ihr Vorbild ist die jetzige Frauenministerin Schröder.
Zu dieser Generation gehört auch Monika Ebeling, sie ist zum Feindbild der Alt-Feministinnen geworden, die jetzt allmählich um ihre Positionen und Pfründe bangen. Und es geht um einen Richtungswechsel in der Gleichstellungspolitik: das Eintreten auch für Männer und Jungens. Monika Ebeling hat sich nicht nur für alleinerziehende Mütter eingesetzt, sondern auch für Familien. Das passt nicht mehr in das Bild der Altfeministinnen, die bislang von dem Feindbild „Mann“ lebten. Welch Wendung der Dinge…..Da sind wir bei dem nächsten Aspekt:
Destruktion statt Debatte.
Statt in einen öffentlichen Diskurs zu treten und gemeinsam eine neue, ausgewogene Geschlechterpolitik zu diskutieren, wird ohne Angabe von Gründen (!) die Abwahl durch den Stadtrat eingeleitet. Eine Minderheit nimmt für sich den Anspruch, für die Mehrheit Politik zu gestalten. Unwidersprochen. Wer müsste spätestens jetzt sich empören?
Die Männer.
In Goslar werden die Stadträte - Männer in der Mehrzahl - die Abwahl vorraussichtlich beschließen. Es sind Männer, die die Männer politisch im Rat vertreten, für die sich Monika Ebeling familienpolitischen stark gemacht hat. Unvorstellbar! Diesen Männern scheinen die Bedürfnisse einer Frauen-Minderheit wichtiger zu sein als Solidarität unter den Männern. Und: Ein solches Verhalten steht im eklatanten Widerspruch zu einem vermeintlich "patriarchalischen" Verhalten der Männerwelt, auf das die Feministinnen immer wieder gerne hinweisen.
Sollte die Wende im Miteinander von Frau und Mann wieder von Frauen eingeleitet werden, begleitet vom Schweigen der Männern? Ich wünschte mir eine 30+ Generation auch in der Männerwelt, die sich fröhlich und unbekümmert nicht abhängig macht vom Wohlwollen der Frauenwelt, sondern erst einmal vom eigenen Wohlsein. Wohl wissend, dass die Frauenwelt nicht ohne Männer auskommen kann - und umgekehrt. Dann wird das Schweigen der Männer von einem gewissen Schmunzeln begleitet sein.....Na, denn "Zum Wohle"!
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