Wie trickst man die USA aus und vernichtet Israel_
Wie trickst man die USA aus und vernichtet Israel_
Datum: 13.08.2015, 13:22
Der iranisch-stämmige Journalist Amir Taheri informiert uns in seiner kurzen Rezension über Khameneis Gesamtkonzept für den Nahen Osten (http://nypost.com/2015/08/01/iran-publishes-book-on-how-to-outwit-us-and-destroy-israel/ ). Diese Information ist auch aktuell für eine Bewertung des zwischen Israel und den USA heftig umstrittenen, in Deutschland aber ziemlich einhellig bejubelten Atomabkommens mit dem Iran unverzichtbar. Es folgt meine Übersetzung von Taheris Text.
Iran veröffentlicht ein Buch wie man die USA überlistet und Israel zerstört
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
von Amir Taheri
Während Außenminister John Kerry und Präsident Obama ihr Möglichstes tun, die Brutalität des iranischen Regimes zu verschleiern und den Atomvertrag durchdrücken, hat Irans religiöser Führer etwas anderes im Sinn: die Zerstörung Israels.
Aytollah Khamenei hat ein neues Buch mit dem Titel "Palästina" veröffentlicht, eine 416 Seiten starke Tirade gegen den jüdischen Staat. Der Umschlagtext des Buches preist Khamenei als "Bannerträger des Dschihad zur Befreiung Jerusalems".
Ein Freund hat mir ein Exemplar aus dem Iran zugesandt, der einzigen Stelle, wo das Buch zur Zeit erhältlich ist; eine arabische Übersetzung soll bald herauskommen.
Die Obama-Administration wird wahrscheinlich stark hoffen, dass das Buch die USA nie erreicht.
Rückforderung muslimischen Landes
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Khamenei stellt seine Position von Anfang an klar: Israel hat kein Recht, als Staat zu existieren.
Er benutzt drei Begriffe: "nabudi", was "Vernichtung" bedeutet,"imha" - "verschwinden lassen", und schließlich "zaval" - "Auslöschung".
Khamenei betont, dass seine Strategie zur Zerstörung Israels nicht auf Antisemitismus basiert, was er ein europäisches Phänomen nennt. Seine Strategie stützt sich stattdessen auf "gut etablierte Islamische Grundsätze."
Ein solcher Grundsatz lautet, dass ein Gebiet, das einmal unter muslimische Herrschaft gerät, wenn auch nur für kurze Zeit, niemals wieder Nichtmuslimen überlassen werden kann. Wichtig ist im Islam der Besitz der Herrschaft über ein Land, selbst wenn die Mehrheit seiner Einwohner Nichtmuslime sind.
Khamenei ist mit diesen Vorstellung nicht allein.
In der muslimischen Welt kursieren Dutzende von Landkarten, die die Ausdehnung von muslimischen Territorien zeigen, die an die Ungläubigen verloren gegangen sind und die wieder zurückgewonnen werden müssen.
Dazu gehören große Teile Russlands und Europas, fast ein Drittel von China, das ganze Indien und Teile der Philippinen und Thailands.
Israel, das er "adou" und "doshman" nennt, was "Gegner" und "Feind" bedeutet, ist für Khamenei jedoch ein besonderer Fall; und zwar aus drei Gründen.
Erstens: Israel ist ein "loyaler Verbündeter des Großen Satans Amerika", in dessen "Ideologie des Bösen" die Beherrschung des "Kernlandes der Ummah" ein wesentliches Element ist.
Zweitens: Israel hat mehrfach Krieg gegen Muslime begonnen und ist damit zum "feindseligen Ungläubigen" oder "kaffir al-harbi" geworden.
Schließlich ist Israel ein besonderer Fall, da es Jerusalem besetzt hält, die Stadt, die Khamenei die "dritte heilige Stadt des Islam" nennt.
Er bekennt, dass es einer seiner seligsten Wünsche ist, eines Tages in Jerusalem beten zu können.
Israelmüdigkeit
~~~~~~~~~~~~~
Khamenei betont, dass er keinen "klassischen Krieg" empfiehlt, um Israel von der Landkarte zu fegen. Auch will er kein Massaker an den Juden. Er empfiehlt vielmehr eine lange Periode eines unterschwelligen Krieges mit dem Ziel, das Leben für die Mehrzahl der Israelis unangenehm bis unmöglich zu machen, so dass sie das Land verlassen müssen.
Seine Vorstellung geht davon aus, dass sehr viele Israelis eine doppelte Staatsangehörigkeit haben und eine Emigration in die USA und Europa den täglichen Todesdrohungen vorziehen werden.
Khamenei erwähnt das iranische Atomprogramm nicht, aber zwischen den Zeilen wird klar, dass ein nuklear bewaffneter Iran dafür sorgen wird, dass es sich Israel zweimal überlegen wird, der genannte Strategie Khameneis durch militärische Aktionen gegen die Islamische Republik entgegen zu wirken.
Wenn die Kosten für ein Verbleiben für viele Juden zu hoch werden, könnte Khameneis Analyse zufolge, der Westen, und vor allem die USA, die Israel jahrzehntlang unterstützt haben, entscheiden, dass diese Kosten höher sind als der Vorteil daraus.
Dank Präsident Obama haben sich die USA bereits in einem Maße von Israel entfernt, das noch vor 10 Jahren unvorstellbar gewesen wäre.
Khamenei rechnet mit einer "Israelmüdigkeit", die er zu erkennen glaubt. Die internationale Gemeinschaft würde beginnen nach einem "praktikablen und logischen Mechanismus" zur Beendigung des alten Konflikts Ausschau zu halten.
Khameneis "praktikabler und logischer Mechanismus" schließt eine Zwei-Staaten-Lösung in welcher Form auch immer aus.
"Die Lösung ist die Ein-Staat-Formel", erklärt er. Dieser Staat, der Palästina heißen muss, stünde unter muslimischer Herrschaft. Er würde aber einigen Nichtmuslimen, darunter einigen Israelis, die "echte Wurzeln" in der Region nachweisen können, erlauben, als "geschützte Minderheiten" zu bleiben.
In Khameneis Modell würden Israel plus West-Bank und Gaza eine kurze Zeit wieder zum Status des UN-Mandatsgebiets zurückkehren, und es würde ein Referendum zur Schaffung des neuen Staates Palästina abgehalten.
Alle Palästinenser und ihre Nachkommen, wo immer sie leben, könnten an diesem Referendum teilnehmen, während Juden, die von "anderswo" kommen, ausgeschlossen wären.
Khamenei erwähnt keine Zahlen über mögliche Stimmberechtigte in seinem erträumten Referendum. Aber Studien des Islamischen Außenministeriums in Teheran legen nahe, dass mindestens 8 Millionen Palästinenser in aller Welt gegen die 2,2 Millionen Juden antreten könnten, die als zukünftige Bürger zweiter Klasse des neuen Palästina "akzeptiert" werden würden. Damit ist das Ergebnis des Referendums für den "Obersten Führer" sicher.
Er macht keine klare Aussage, ob das Königreich Jordanien, das 80% des historischen Palästina umfasst, in seine Ein-Staat-Lösung einbezogen würde. Aber die Jordanier sind in ihrer Mehrheit palästinensischer Herkunft und wären in der Lage im Referendum abzustimmen; sie würden logischerweise Bürger des neuen Palästina werden.
Holocaust Propaganda
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Khamenei prahlt mit dem Erfolg seiner Pläne, das Leben für die Israelis durch Terror aus dem Libanon und Gaza unerträglich zu machen. Aktuell sieht er vor, "Kämpfer" in der West-Bank zu rekrutieren und damit Hisbollah-artige Einheiten aufzustellen.
"Wir haben uns in anti-israelischen Aktivitäten engagiert, und damit 2006 den Sieg im 33-jährigen Krieg der Hisbollah gegen Israel erzielt und im 22-Tage-Krieg zwischen der Hamas und Israel im Gaza Streifen", prahlt er.
Khamenei bezeichnet Israel als "Krebsgeschwür", dessen Eliminierung die Drohungen und die Hegemonie des Westens im Nahen Osten beseitigen und, so prahlt er, die Hegemonie des Iran voranbringen würde.
Khameneis Buch befasst sich auch mit dem Holocaust, den er "Propagandatrick" oder umstrittene Behauptung nennt. "Wenn es so etwas gegeben haben sollte", schreibt er, "wissen wir nicht, warum und wie es passiert ist."
Nun wissen wir also, was die Führer Irans ihrem Volk und ihren Verbündeten im Nahen Osten predigen. Wollen wir das wirklich unterstützen?
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment