_HAMMER_ Abdel-Samad Buchvostellung _Mohamed, eine Abrechnung_
_HAMMER_ Abdel-Samad Buchvostellung _Mohamed, eine Abrechnung_
Datum: 01.10.2015, 11:47
Der niederländische Schriftsteller Leon de Winter hat vor einem Jahr die Frage gestellt: wer wagt es zu sagen: "Offene westliche Gesellschaften werden ideologische und religiöse Konzepte wie Dschihad und Scharia als ungesetzlich erklären, weil sie unvereinbar sind mit unseren Konzepten universaler Menschenrechte"? ist aber schließlich eingeknickt: "Wer will eine solche Diskussion führen? Ich nicht. Ich mag meinen Frieden. Und ich bin sicher, Sie Ihren auch."
Nun, hier ist einer, der will - und kann ! Der mit einer islamischen Todesfatwa bedrohte ägyptischstämmige Autor Hamed Abdel-Samad findet nämlich seinen Frieden genau umgekehrt dadurch, dass er diese hochbrisanten Diskussionen führt, und damit letzlich auch ein wenig zum Frieden derer beiträgt, die nicht so mutig sind wie er.
Die Vorstellung seines neuen Buches "Mohamed - eine Abrechnung" im Heimathafen Neukölln am Sonntag Abend (27.09.15) wurde zu einem brillianten Auftritt von Hamed Abdel-Samad. Mit donnerndem Applaus des prall gefüllten Saals begrüßt, hatten Moderator David Gerlach und Islamexperte Abdel-Hakim Ourghi einige Schwierigkeit, die ruhig aber sehr pointiert vorgetragenen provokanten Thesen, denen der Saal teilweise frenetisch zujubelte, zu parieren.
Hier einige davon:
- "Ich will provozieren", "ich will Mohamed entmystifizieren", "ich will Mohamed als moralisches Vorbild für das 21. Jh. diskreditieren"
- "Der IS ist ein legitimes Kind Mohameds, in Wort und Tat", IS-Unterstützung resultiert aus der Geisteshaltung, wie sie hier in Moscheen gepredigt wird
- "Viele Muslime sind friedlich nicht wegen des Islam, sondern trotz des Islam."
- zu seinem im Buch angestellten Vergleich zwischen Mohamed und Hitler führt er aus, sie hätten die selben Motive bei der Judenvernichtung gehabt und zitiert aus einer Hadith (der auch Art. 7 der Hamas-Charta entspräche): "der jüngste Tag wird nicht kommen, bevor alle Juden getötet worden sind".
- Abdel-Samad weist darauf hin, dass Hitlers Buch "Mein Kampf" in arabischen Ländern nicht nur erhältlich sei, wie der Moderator abwiegelnd erwähnte, sondern dass es dort ein Bestseller ist, der sogar auf offener Straße verkauft werde; ebenso die berüchtigten Protokolle der Weisen von Zion
- eine hitzige Debatte entbrannte auch um Abdel Samads These, dass Mohamed ein uneheliches Kind gewesen sein könnte
- nach Abdel-Samad hat ein Moslem folgende drei Möglichkeiten 1. er wird Fundamentalist 2. er verlässt den Islam 3. er wird Islamwissenschaftler
- Abdel Samad hat erklärtermaßen keine Angst, Zustimmung von der "falschen Seite" zu bekommen
Die Warteschlange auf ein vom Autor - aus Sicherheitsgründen einzeln - signiertes Buchexemplar wollte nicht enden ...
Es ist zu wünschen, dass die vom Droemer-Verlag veranlasste Video-Aufzeichnung des Abends bald auf Youtube zu sehen sein wird, so dass sich mögichst viele selbst ein Bild machen können.
Der Veranstaltungsort in einem bekannten muslimischen Bezirk Berlins, also quasi in der "Höhle des Löwen", wurde damit überraschenderweise zu einem echten Heimathafen des Autors.
Nach diesem Stakkato treffsicherer und auch humorvoller Formulierungen seiner fundamentalkritischen Analysen sollte er künftig HAMMER Abdel-Samad genannt werden.
PS: inzwischen hat der Spiegel unter der Überschrift "Religionskritik nach Pegida-Art" zum erwarteten politkorrekten Halali auf den Autor geblasen (http://www.spiegel.de/kultur/literatur/mohamed-von-hamed-abdel-samad-di…) und der DITIB-Vertreter hat das Buch gestern bei Plasberg Pamphlet und Schmähschrift genannt und damit die Position der Islamverbände Deutschlands klargestellt.
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