„Das Heerlager der Heiligen – Reklame per Lesewarnung
„Das Heerlager der Heiligen – Reklame per Lesewarnung
Datum: 29.10.2015, 14:30
Es ist interessant, dass der Tagesspiegel auf das „Heerlager der Heiligen“ von Jean Raspail, eines der wichtigsten Bücher der Neuzeit, eindringlich hinweist, indem er eine „Lesewarnung“ vor diesem „Kultbuch der neuen Rechten“ ausspricht (http://www.tagesspiegel.de/kultur/jean-raspail-das-heerlager-der-heiligen-das-kultbuch-der-neuen-rechten-eine-lesewarnung/12500440.html). Aber, wie heißt es doch so schön: „was verboten ist, das macht uns gerade scharf“, und der Verlag kann sich beim Tagesspiegel für diesen umsatzfördernden Artikel bedanken.
Das Buch ist 1973 erschienen; die erste deutsche Übersetzung stammt aus dem Jahr 1985, die zweite aus diesem Jahr. Wenn man das Buch von Raspail heute erneut liest, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus ob der genialen Prophetie. Der Grundgedanke einer Beseitigung des Abendlandes durch Überflutung mit den Armen dieser Welt ist heute bereits ziemlich weit fortgeschrittene Realität. Ebenso beschreibt er die linken Medien, die er verächtlich „das Tier“ nennt, vor über 40 Jahren bereits so, als würde man heute die Zeitungen aufschlagen oder den Fernseher einschalten. Manchmal sind die Einzelheiten so verblüffend exakt, dass ich in meiner Erstübersetzung nachgeschlagen habe, um auszuschließen, dass der Übersetzer Martin Lichtmesz hier ein wenig aktualisierend nachgeholfen hat. Zum Beispiel lässt Australien im Buch (S. 132) verlauten „Die australische Regierung hält es für geboten, daran zu erinnern, dass der Zuzug von Ausländern dem Einwanderungsgesetz unterliegt, das weder übertreten werden darf, noch abgeschafft werden kann.“ Heute heißt diese erfolgreiche Politik des Einwanderungslandes Australien „NO WAY für Illegale“.
Die „Gefahr“, die von dem Buch ausgeht, und vor der wir gewarnt werden, hat einen einfachen Namen: Wahrheit. Vielleicht tragen ja auch die neuen Rechten ihren Namen einfach deshalb, weil sie Recht haben ... Es sei daran erinnert, dass etwa die geniale politische Fabel „Farm der Tiere“ von der Propaganda der Sowjetunion verächtlich gemacht und als hochgefährlich verboten wurde. Den ehemals kommunistischen Autor, George Orwell, nannte man schlichtweg geisteskrank.
Die Bücher von Akif Pirincci – auch seine Katzenkrimis – sollten jetzt, wie man aus Hamm hörte, öffentlich geschreddert werden (verbrennen würde wohl allzu offensichtliche Parallelen assoziieren). Vielleicht kann man das „Heerlager“ gleich mit schreddern. „Zivilcourage“ zeigt übrigens neben Pirinccis Verlagen, die alle Verträge mit ihm gekündigt haben, auch das Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin, bei dem das „Heerlager“ weder erhältlich noch bestellbar ist.
Eines müssen die neuzeitlichen Tugendwächter aber nicht befürchten: Islamophobie. Das atemberaubende Tempo der realen Islamisierung konnte offenbar nicht einmal der prophetische Raspail vorhersehen.
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