Wasserstoff – das Hirngespinst der Klimaschützer

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Wasserstoff – das Hirngespinst der Klimaschützer
Datum: 13.05.2023, 10:28

Die fanatischen Klimaschützer wollen mit Wasserstoff ihre Energiewende retten. Energiewende? So nennen sie die Stromversorgung ganz ohne Erdöl, Erdgas, Kohle und Kernenergie, sondern fast nur mit Windkraft und Sonnenschein. Das hat aber einen Haken. Dummerweise nämlich gibt es Tages- und Jahreszeiten mit geringem Stromverbrauch, aber gleichzeitig mit zu viel Wind und zu viel Sonne. Dann schießt die Erzeugung von Wind- und Solarstrom über den Bedarf hinaus. Dieses Ungleichgewicht zwischen eingespeister und entnommener Leistung stört die Frequenzstabilität des Stromnetzes bis zum Netzzusammenbruch ganz gewaltig. Und wenn das Netz zusammenbricht, bricht auch die Stromversorgung zusammen.

Den überschüssigen „grünen“ Strom speichern? Geht nicht. Aber über die Umwandlung in Wasserstoff wäre es theoretisch möglich

Was mit dem zeitweilig überschüssigen Energiewende-Strom also tun? Werden Kohle, Erdöl und Erdgas zeitweilig nicht gebraucht, kann man sie bis zur weiteren Verwendung irgendwie aufbewahren, sprich: auf Lager nehmen, speichern. Mit Strom geht das nicht. Erzeugter Strom muss aus technisch-physikalischen Gründen immer gleich verbraucht werden. Das hat der eine und andere Klimaschutzpolitiker anfangs gar nicht gewusst. Jedenfalls kann man Strom nicht direkt speichern. Das geht nur indirekt. Will man ihn also lagerfähig machen, muss man ihn in ein anderes energiehaltiges Element umwandeln – zum Beispiel in energiereichen Wasserstoff.  Es ist eine Umwandlung von elek­tri­scher Ener­gie in die chemi­sche Ener­gie des Wasser­stoffs.

Die Rückverwandlung des gespeicherten Wasserstoffs in Strom

Mit dem überschüssigen Strom aus Wind- und Sonnenkraft lässt sich Wasserstoff im Elektrolyseverfahren herstellen. Dabei ist allerdings Tatsache, dass sich eine Elektrolyse bei häufigem Stromstärkenwechsel als Folge unbeständigen Windes und Sonnenscheins nur sehr bedingt eignet. Immerhin, der so gewonnene Wasserstoff ist speicherfähig – sei es als Gas, sei es extrem tiefgekühlt in flüssiger Form mit der Abkürzung LNG (= Liquid Natural Gas) – und soll dann¸ wenn Strom aus Wind- und Solarkraftwerken nicht ausreichend zur Verfügung steht (zu wenig Wind, zu wenig Sonne, Dunkelflaute), in Strom zurückverwandelt werden, soll also in Kraftwerken verbrannt werden, Wasser aufheizen, Dampf erzeugen, Turbinen antreiben, Stromgeneratoren in Bewegung setzen. Man kann dann mit ihm wieder Strom erzeugen – je nach Bedarf.

Aber Wasserstoff soll inzwischen auch mehr sein als nur Speichermedium

Längst aber ist Wasserstoff auch zur direkten und ständigen Nutzung vorgesehen. Er soll mehr sein als nur Speichermedium für Stromausfälle bei Flaute und fehlendem Sonnenschein. Der mit Wind-, Solar- und „Biogas“strom erzeugte Wasserstoff soll fossile Treibstoffe (wie Benzin und Diesel) ohnehin weitestgehend ersetzen. Dieser so genannte „grüne" Wasserstoff soll künftig auch Autos, Züge und Flugzeuge antreiben sowie Wohnungen warmhalten. Er soll also ersetzen, was für die Netzstabilität bisher die herkömmlichen Kraftwerke leisten, und nicht bloß einspringen, sobald Wind und Sonne für den Strombedarf ausfallen. 

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Sven von Storch

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