Was die Wahl jetzt in Österreich für die Südtiroler bedeutet

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Was die Wahl jetzt in Österreich für die Südtiroler bedeutet
Datum: 23.09.2019, 21:05

Am 29. September sind die Österreicher aufgerufen, ihr Parlament neu zu wählen. Wie diese Wahl zum Nationalrat ausgeht, wird auch für die Südtiroler von Bedeutung sein, die vor hundert Jahren ihre österreichische Staatsbürgerschaft verloren haben und zwangsweise auf dem Papier zu Italienern gemacht worden sind. Sollte sich aus der Wahl wiederum eine Koalition und Regierung von Österreichischer Volkspartei (ÖVP) und Freiheitlicher Partei Österreichs (FPÖ) ergeben, bestünde die Chance, dass die Südtiroler neben der italienischen ihre einstige österreichische Staatsbürgerschaft zurückerhielten. Das nämlich hatten ihnen beide Parteien im Abkommen zu ihrer vorangegangenen Koalition in Aussicht gestellt, eben jener Koalition, die durch die Strache-Ibiza-Video-Abhör-Affäre vorzeitig ihr Ende fand. Mit dieser Aussicht für die Südtiroler befasst sich im Folgenden Reinhard Olt, Wien, in einem Gastbeitrag. 

Es ist kaum ein Jahr her, dass sich für einen Teil der sogenannten Altösterreicher eine politische Großtat andeutete. Erstmals schien es, als könnten Südtiroler hundert Jahre nach Annexion des südlichen Tiroler Landesteils durch Italien (1918) die Chance erhalten, ihre  österreichische Staatsbürgerschaft wiederzuerlangen, die ihre Vorfahren mit der in St. Germain-en-Laye vollzogenen diktatfriedensvertraglichen Übereignung ihrer Heimat an den Stiefelstaat (1919) verloren hatten. Nie zuvor hatte sich eine österreichische Bundesregierung dazu entschlossen, dem immer mal wieder vernehmlichen Begehr endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Aber unwillige politische Kräfte in Wien und Bozen hatten es mit allerlei Ausflüchten meist wieder zurückgewiesen, es zerredet oder ihm entsagt. Doch stellte die aus der Nationalratswahl im Herbst 2017 hervorgegangene türkis-blaue Koalition die Möglichkeit in Aussicht, Südtirolern die österreichische Staatsbürgerschaft zu erteilen – ebenso anderen Altösterreichern sowie „vom Brexit‘ betroffenen Österreichern“ und auch „Nachkommen von Holocaust-Überlebenden“.Bitte hier weiterlesen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sven von Storch

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