Fossile Energierohstoffe, die fossil nicht sind

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Fossile Energierohstoffe, die fossil nicht sind
Datum: 28.03.2024, 16:36

Er lebt nicht mehr, aber seine Theorie lebt. Sie ist die Idee davon, dass Erdöl und Erdgas, die wir als fossile Rohstoffe bezeichnen, gar nicht fossilen Ursprungs sind. Es ist aber auch die Idee von mehr: über Leben, das in den Tiefen der Erde stattfindet. Jener, der diese These vertritt, ist der Astrophysiker Thomas Gold, Amerikaner österreichischer Herkunft – geboren 1920 in Wien, gestorben 2004 in Ithaca (New York). Ausführlich beschrieben hat er sie in einem Buch.*) Dieses Buch ist jetzt auch in deutscher Übersetzung zu haben. Dessen Titel lautet Die Biosphäre der heißen Tiefe und der Mythos der fossilen Energieträger.**) In der Vorbemerkung zu seinem Buch schreibt Thomas Gold:

„Wenn es eine Idee gibt, von der ich hoffe, dass Sie sie noch lange nach der Lektüre dieses Buches in Erinnerung behalten mögen, dann ist es diese: Wir selbst sind es, die unter extremen Umweltbedingungen leben. Und wenn es eine Leidenschaft gibt, die ich in Ihnen zu wecken hoffe, dann ist es die Neugier, mehr über die ersten wirklichen Landlebewesen zu erfahren, die alle tief unter unseren Füßen in dem leben, das ich neuerdings Biosphäre der heißen Tiefe nenne.“

Wo es Leben ebenfalls gibt: zehn Kilometer tief und mehr

Das Gegenstück zu dieser unterirdischen Lebenswelt (Biosphäre) ist die oberirdische, also diejenige, in der Menschen, Tiere, Pflanzen, Insekten bis hin zu winzigen Mikroben und anderen Kleinstlebewesen ihr Dasein fristen. Die ist uns vertraut. Uns auch mit der unterirdischen Biosphäre vertraut zu machen, derjenigen in der Tiefe der Erde, versucht Physiker Gold in seinem Buch.  Diese Lebenswelt könne sich unter der Erdoberfläche bis in eine Tiefe von 10 Kilometern und mehr erstrecken – in eine heiße Tiefe, weil dort (als Folge der natürlichen Temperaturzunahme zum Erdinnern hin) Temperaturen herrschen, die oft 100 Grad Celsius und mehr erreichen. Aber auch in diesem Bereich der Erdkruste, so Gold, gebe es Leben, obwohl die Bedingungen dort für eine Lebensform bislang kaum für erträglich galten. Eine Fülle neuer Entdeckungen bestätige das.  Bitte hier weiterlesen

 

Sven von Storch

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