Die verheerende Geldpolitik

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Die verheerende Geldpolitik
Datum: 27.03.2016, 19:44

Mit der unseligen Politik der Niedrig-, Null- und Negativzinsen will die Europäische Zentralbank (EZB)  in der Euro-Zone das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Das gleiche Ziel verfolgt sie mit dem Aufblähen der Geldmenge (Inflation) durch den Ankauf von Unmengen an Staats- und Bankanleihen, damit auf diese Weise mehr (Kredit-)Geld in den Wirtschaftskreislauf kommen soll. Die erste Maßnahme führt dazu, dass die Menschen für ihr Geld auf der Bank keine Zinsen mehr bekommen oder sogar Strafzinsen zahlen müssen, und mit der zweiten will die EZB außerdem erreichen, dass Geld auf schleichende Weise zusätzlich an Kaufkraft verliert. So sollen die Menschen gezwungen werden, das Geld ausgeben, statt es auf Girokonten herumliegen zu lassen.

Warum die staatlichen Notenbanken Geld verschenken sollen

Aber bislang ist der EZB der Wachstumsschub misslungen. Daher geistert jetzt durch die geldpolitischen Debatten der Gedanke, die Konjunktur dadurch zu stimulieren, dass die EZB Geld an die Unternehmen und Bürger in Massen verschenkt, wie es Ökonomen derzeit als letztes Mittel der Geldpolitik diskutieren. Bildlich gesprochen wäre das so, als würde die EZB Geld für alle aus dem Helikopter abwerfen, so dass dafür der Begriff „Helikopter-Geld“ entstanden ist.*) Tatsächlich jedoch würde die EZB (im Zusammenwirken mit den Geschäftsbanken) das Geldgeschenk zum Abruf auf denprivaten Bankkonten bereitstellen, also als beliebig vermehrbare Guthaben – nämlich in der Hoffnung oder mit der Maßgabe, dass es ausgegeben wird, sei es für Investitionen, sei es für den Konsum. Täten Unternehmen und Bürger das und käme das Güterangebot der durch diese beliebig vermehrbare Geldmenge ausgelösten Güternachfrage nicht schnell genug nach, würde das entsprechende Preissteigerungen auslösen. Bitte hier weiterlesen

Sven von Storch

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