Das Vertrauen ist hin
Das Vertrauen ist hin
Datum: 04.09.2022, 15:14
Zu den vielen politischen Fehlentscheidungen und Alarmzeichen nun auch noch dieses: Das Vertrauen in den deutschen Staat schwindet dahin. Gegenwärtig meinen nur noch 29 Prozent der Bundesbürger, er sei in der Lage, seine Aufgaben zu erfüllen. 66 Prozent halten ihn für überfordert.*) Noch häufiger dieser Ansicht sind Anhänger der Linkspartei (78 Prozent), der FDP (80 Prozent) und vor allem der AfD (90 Prozent). Bei den Unionsanhängern sind es 73 Prozent. Schon 2019, also noch vor der Corona-Welle, trauten nur noch 34 Prozent dem deutschen Staat die notwendige Bewältigungskraft für seine Aufgaben zu. Im Sommer 2020 – nach den ersten Corona-Monaten – nahm das Vertrauen auf 56 Prozent wieder zu, vermutlich aus geschürter Angst. Doch schon 2021 ging es auf 45 Prozent deutlich wieder zurück. Nun also, im Sommer 2022, sind es nur noch 29 Prozent – ein Tiefpunkt bisher.
Überfordert ist der Staat in vielen Bereichen
Verantwortlich für den Vertrauensschwund gegenüber dem Staat ist vor allem natürlich die politische Führung. Das sehen wohl auch die Befragten so: „Die Ergebnisse der diesjährigen Bürgerbefragung zum öffentlichen Dienst sind in starkem Maße vom Unmut vieler Bürgerinnen und Bürger über das Agieren der jetzigen Koalition in den vielfältigen Krisen beeinflusst“, heißt es in der Zusammenfassung. Die Befragten sehen die staatliche Überforderung in vielen Bereichen und Problemen, darunter die Energieversorgung, Klima- und Umweltschutz, Schul- und Bildungspolitik, soziale Sicherungssysteme wie die Rente, Inflationsbekämpfung, Gesundheitsversorgung, soziale Gerechtigkeit sowie Asyl- und Flüchtlingspolitik.
Klimaschutz halten die Befragten für sehr wichtig, doch sie werden betrogen und merken es nicht
Zu den Aufgaben des Staates, die die Befragten für „sehr wichtig“ halten, gehört an erster Stelle der Wunsch, die soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft aufrechtzuerhalten (62 Prozent). Schon an zweiter Stelle folgen Investitionen für den Klimaschutz wie der Ausbau der "erneuerbaren Energien" (53 Prozent). Daran zeigt sich, wie tief die politisch und geschäftlich motivierten Fehlinformationen über die Klimaerwärmung durch das anthropogene CO2 in die Gehirne der Menschen eingedrungen sind und sich daraus auch wohl noch lange Zeit nicht wieder vertreiben lassen. Sie werden betrogen, merken es nicht und wollen es wahrscheinlich auch gar nicht merken. Bitte hier weiterlesen
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