Das heimliche Vermögen

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Das heimliche Vermögen
Datum: 29.01.2010, 13:49

Das ist vielen Menschen nicht bewusst.  Daher sind sie „vermögender“ als sie denken.

Ins Bewusstsein gerückt hat dies kürzlich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Denn in seinem jüngsten Bericht über die individuellen privaten Vermögen hat es seine bisherigen Analysen zur Höhe, Zusammensetzung und Verteilung dieser Vermögen um das erweitert, was die Menschen im Lauf ihres Beruflebens an Anwartschaften gegenüber den gesetzlichen, betrieblichen und privaten Alterssicherungssystemen erworben haben.

Dieser Vermögensbestandteil ist alles andere als unbeachtlich und das Bild von der Vermögensverteilung nun vollständiger.  Gleicher wird die Vermögensverteilung damit aber nicht, die Ungleichheit allenfalls gedämpft, jedenfalls vorerst, die Unterschiede sind weiterhin gestiegen und hoch.

Allerdings sind die Renten- und Pensionsansprüche ein Vermögensbestandteil minderer Qualität. Das „heimliche Vermögen“ unterliegt Einschränkungen. Man kann dieses Alterssicherungsvermögen nicht beleihen. Man kann es sich nicht vorzeitig auszahlen lassen. Sein Wert  ist auch nicht wirklich festgelegt und privatwirtschaftlich gesichert, so jedenfalls in der gesetzlichen Alterssicherung, denn hier werden nur sogenannte Entgeltpunkte gesammelt, und der Rentenwert kann von der Politik – wie schon mehrmals geschehen – jeweils neu festgelegt werden. Jeweils heißt "nach staatlicher Kassenlage".

 

 

Sven von Storch

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