Außer Maaßen nichts in Maßen
Außer Maaßen nichts in Maßen
Datum: 21.09.2018, 23:35
Angeschlagen sind sie nun alle. Außer Maaßen selbst kommt kein maßgeblich Beteiligter heil aus der politisch aufgeblasenen Mini-Affäre heraus. Der Fall war und ist auch gar keine Affäre Maaßen, sondern eine Affäre des deutschen Politikbetriebs, der Maaßens Äußerung zur Affäre erst gemacht hat. Sie hat sich – um beim Wortspiel zu bleiben – nicht in Maßen gehalten, sondern ist völlig außer Maßen geraten. Warum eigentlich sollte Maaßen als Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) nicht sagen dürfen, was er gesagt hat?
Na, und? Was ist daran schlimm?
Gesagt hat er (gegenüber der Bild-Zeitung), doch nur dies, nämlich Zweifel geäußert, dass es in Chemnitz am 26. August zu „Hetzjagden“ gekommen sei: „Die Skepsis gegenüber den Medienberichten zu rechtsextremistischen Hetzjagden in Chemnitz wird von mir geteilt. Es liegen keine Belege dafür vor, dass das im Internet kursierende Video zu diesem angeblichen Vorfall authentisch ist. Nach meiner vorsichtigen Bewertung sprechen gute Gründe dafür, dass es sich um eine gezielte Falschinformation handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken." Dem Verfassungsschutz lägen "keine belastbaren Informationen darüber vor, dass solche Hetzjagden stattgefunden haben". Na, und? Was ist daran schlimm? Warum soll ein Verfassungsschutzpräsident seine Skepsis, seinen vorsichtigen Verdacht öffentlich nicht äußern dürfen? Was und wem schadet das? Es gehört zu seinem Metier. Bitte hier weiterlesen
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