Trumps erste Ankündigungen und die Reaktion etablierter Medien in Deutschland

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Trumps erste Ankündigungen und die Reaktion etablierter Medien in Deutschland
Datum: 23.11.2016, 21:29

Der designierte US- Präsident hat heute, am 22.11. 16 in einer Videobotschaft erste Ziele seiner Arbeit als Präsident formuliert.

FAZ-online enthüllt in einem Beitrag vom selben Tag dazu (Trump will sich aus Freihandelsabkommen TPP zurückziehen) vermutlich ungewollt die Berichterstattungsstrategie Deutscher Medien zu den US- Wahlen insgesamt.

Zu der Ankündigung Trumps, sich aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP zurückzuziehen schreibt die FAZ wörtlich: „Trumps Rückzug aus dem Handelsabkommen TPP war im Falle eines Wahlsieges erwartet worden. Internationale Handelsabkommen waren ein wichtiges Thema des Amerikanischen Wahlkampfes“.

Aha!- Handelsabkommen waren wichtige Themen, aber nicht in den etablierten deutschen Medien, dort allenfalls am Rande. Es ging dort fast ausschließlich um Trumps persönliche Eskapaden, schmutzige Geschichten… und es ging darum, daß Clinton eine so wunderbar erfahrene Politikerin sei (die WIKI-Leaks- Dokumente über Clinton kamen in den etablierten Medien fast nicht vor, auch nicht, daß Saudi-Arabien einer der größten Geldgeber der Clinton Stiftung ist).

Und plötzlich, nach den Wahlen verplappert sich FAZ-online und verrät uns ungewollt, worum es im Kern und in der Sache des US- Wahlkampfes ging, nämlich wesentlich um die Internationalen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen.

Die etablierten deutschen und auch amerikanischen Medien wollen fast durchweg den globalisierten Handel und haben deswegen auf Clinton gesetzt und versucht die Wahlchancen von Trump durch persönliche Diskreditierung zu verringern.

Tatsächlich ging es um Globalisierung nach den Interessen internationaler Konzerne, die wiederum offenbar in Deutschland und den USA die Medienlandschaft und etablierte Politik dominieren. Die Wahl von Trump ist wie ein Blitz in dieses Establishment eingeschlagen.

Und mit den jetzigen Ankündigungen hat er dieses noch weiter verunsichert.

Tagesschau 24 berichtete am 22.11. im Interview mit einem US- Korrespondenten ausführlich über Trump aber nicht über TPP sondern vor allem über Trumps Umgang mit den Medien und über empörte Journalisten. Das ist nur noch unprofessionelles journalistisches Schmoren im eigenen Saft!

Fazit: Die etablierten Medien scheuen auch jetzt noch die wirkliche, offene Diskussion über globalisierende Handelsabkommen.

F. Goergen auf Tichys Einblick stellte in einem interessanten Beitrag fest, daß Trump mit seinen Ankündigungen langjährige Forderungen der Linken verwirkliche, die diese allerdingsnur rhetorisch vor sich hergetragen hätten, auch wenn sie an der macht sind.

Und es muß auch betont werden, daß TTIP und CETA von einer breiten Initiative kleinerer und mittlerer Unternehmen abgelehnt wird. Die Anforderungen des Mittelstandes an Handelsabkommen sind andere als die übernationaler Konzerne!

Das Leitmedium im Trump- Bashing ist zur Zeit der Spiegel. Und es ist gewiss kein Zufall, daß, im Zusammenhang mit der größten Anti-TTIP- Demonstration im Herbst 2015 mit 250.000 Demonstranten, Spiegel-online schrieb, daß die Stichwortgeber der Anti-TTIP- Proteste vom rechten Rand kämen. Diffamierung als rechts ist ein bewährtes Mittel, eine Diskussion zu verhindern oder abzubrechen.

Insofern deutet einiges darauf hin, daß die Trump- Diskreditierungsmaschine ein medialer Versuch ist, die globalisierenden Handelsabkommen aus der politischen Diskussion so weit wie möglich herauszuhalten.

Sven von Storch

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