Diesel- Fahrverbote in Städten aufgrund von Grenzwertüberschreitungen von Stickstoffdioxid

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Diesel- Fahrverbote in Städten aufgrund von Grenzwertüberschreitungen von Stickstoffdioxid
Datum: 12.11.2018, 20:44

Der folgende Beitrag ist kein Plädoyer für PKW s in den Städten. Aber was hier regierende Bundes- und Landespolitiker entscheiden, hat mit einer von Stickstoffdioxid (NO2) ausgehenden Gefahr nichts zu tun. Mittlerweile gilt in Deutschland ein Grenzwert für Stickstoffdioxid in der Außenluft von 40 [µg/m3], derselbe Grenzwert liegt im Innenbereich, z.B. Büros bei 60 [µg/m3] und an Arbeitsplätzen wie Chemielabors bei 950 [µg/m3] . Die Toxizität bei Stickstoffdioxid beginnt bei empfindlichen Personen bei 1000 [µg/m3], was den Grenzwert beispielsweise in chemischen Labors plausibel macht. Auch wenn das Umweltbundesamt als politisch gesteuerte Behörde den niedrigen Grenzwert in der Außenluft mit Verweis auf Kinder und empfindliche Personen verteidigt, so ist dies angesichts der Differenz von 40 vs. 950 [µg/m3] wenig glaubwürdig. Wenn es aber nicht Gesundheitsvorsorge ist, die mit dem niedrigen Grenzwert betrieben wird, stellt Stickstoffdioxid vielleicht ein gravierendes ökologisches Problem dar? Stickstoffdioxid reagiert in Anwesenheit von Wasser zu Salpetersäure und wird letztlich in die Böden eingetragen, es akkumuliert also in der Atmosphäre nicht! Salpetersäure reagiert (dissoziiert) im wässrigen Medium, also in der Bodenlösung in Nitrat und Proton. Nitrat ist die prinzipielle Stickstoffform, in der der essentielle Nährstoff Stickstoff von den Pflanzen aufgenommen wird, auch im ökologischen Landbau. Die Frage nach der Nitrattoxizität, z.B. im Grundwasser ist eine Frage der Konzentration, wobei der größte Teil des Nitrat im Grundwasser aus der intensiven Massentierhaltung stammt. Das Nitrat aus dem luftgebürtigen NO2 ist dabei mengenmäßig unbedeutend. Die Klagen zum Verbot von Diesel-PKW in Großstädten aufgrund der Grenzwertüberschreitung von Stickstoffdioxid werden regelmäßig von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) eingereicht. Die DUH wird mit Steuermitteln, z.B. des Bundes und des Landes Hessen (z.B. Focus- online vom 6.3. 2018) finanziert. Auf der Basis ihrer Klagen feiert die DUH die Verbote für Dieselfahrzeuge in den Städten. Regierende Politiker tun so, als ob sie mit diesen Verboten nichts zu tun hätten. Zwei Tipps, damit diese Politiker ihre Glaubwürdigkeit wieder gewinnen: 1. Keine Steuergelder mehr für die DUH. 2. Berufung gegen die Fahrverbote vor den Oberverwaltungsgerichten. Tatsächlich erscheint es so, daß Bundesregierung und Landesregierungen genau diese Fahrverbote von teilweise fast neuwertigen PKWs aufgrund einer skurrilen Grenzwertfestsetzung erreichen wollen. Und da bei der Produktion eines PKW ähnlich viel Energie verbraucht wird, wie im ganzen Autoleben, kann man sagen, daß diese Fahrverbote die Automobilproduktion in Deutschland und damit den Energieverbrauch erhöhen. Was für ein Umweltschutz!

Sven von Storch

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