Kleine Parteien sind chancenlos
Kleine Parteien sind chancenlos
Datum: 08.06.2009, 13:11
Die Gründung neuer Parteien in Deutschland ist ein aussichtsloses Unterfangen. Seit der Gründung der Bundesrepublik hat es weit über hundert Parteigründungen gegeben. Es gibt eine einzige neue Partei, die sich im System der Bundesrepublik durchgesetzt hat, das sind die Grünen.
Der Erfolg der Grünen rührt daher, dass sie auf einer Welle schwammen. Sie wurden zum Auffangbecken für die große Zahl linker Basisbewegungen und Initiativen, die in Folge der 68er-Bewegung auftraten. Der Denkfehler von Parteineugründungen liegt in der Vorstellung, dass durch die Gründung einer Partei ein gesellschaftlicher Umbruch erreicht werden könnte. Das Gegenteil ist aber richtig. Der gesellschaftliche Umbruch ging der Gründung der Grünen etwa um 10 Jahre voraus.
Man kann eine Partei nicht gründen wie einen Kegelverein. Man kann schon – nur ein Parlament wird man auf diese Weise nicht von innen sehen. Die Wirkungsmöglichkeiten von Parteien sind nämlich in Wahrheit sehr beschränkt. Das erfahren derzeit auch die Volksparteien. Gesellschaftliche Kräfte an der Basis haben früher oder später Auswirkungen auf die Position einer Partei. Eine Partei selbst hat nur sehr begrenzt Einfluss, auf die gesellschaftlichen Kräfte, die sie für ihren Erfolg braucht. Die Erfolgschance von Parteien hängt von Faktoren ab, die sie selbst nicht bestimmen können.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment