Helfen Lohnerhöhungen in Deutschland den Euro-Krisenstaaten_

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Helfen Lohnerhöhungen in Deutschland den Euro-Krisenstaaten_
Datum: 18.04.2013, 16:17

Die größere Nachfrage in Deutschland würde dann zu besseren Exportmöglichkeiten für die Krisenstaaten in der Eurozone führen.

Wie die Importstatistik zeigt, spielen aber Krisenländer wie Spanien, Portugal und Griechenland als Importländer bisher kaum eine Rolle. Es ist also unwahrscheinlich, dass höhere Löhne in Deutschland einen Effekt auf den Exporterfolg dieser Staaten haben würden. Deutschland importiert allerdings Güter und Dienstleistungen aus Frankreich und Italien. Aber auch in diese Länder würde nur ein Teil der zusätzlichen deutschen Importnachfrage abfließen.

Der größere Teil würde mit großer Wahrscheinlichkeit den anderen Importländern zu Gute kommen, die nicht zu den Euro-Krisenländern zählen, wie den USA, China, die Niederlande, Großbritannien, die Schweiz oder Österreich. Wenn man dann noch bedenkt, dass der größte Anteil der zusätzlichen Nachfrage schon vorher in die Binnenwirtschaft fließen würde, kann man sich gut vorstellen, wie marginal sich der Effekt einer Lohnerhöhung in Deutschland auf die Lage der Wirtschaft in den Krisenstaaten auswirken würde.

Zum Blog des Liberalen Instituts

Die Herkunft deutscher Importe im Jahr 2012 nach den Daten des Statistischen Bundesamtes:

Sven von Storch

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