Bankeninsolvenz statt Bailout

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Bankeninsolvenz statt Bailout
Datum: 12.09.2011, 12:16

In der Zeitschrift Smart Investor (September 2011) hat Norbert F. Tofall, Lehrbeauftragter an der Europa-Universität Viadrina und wissenschaftlicher Mitarbeiter bei dem FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler, einen alternativen Plan für die Bewältigung der Bankenkrise  vorgestellt. Hauptproblem des heutigen Bankensystems besteht darin, dass Risiken sozialisiert werden, weil im Notfall der Steuerzahler die Banken „rettet“. Dies geschieht, weil ein starkes Drohpotential der Banken darin besteht, für den Fall ihres Konkurses mit einer Kettenreaktion und der „Kernschmelze“ des Finanzsystems zu drohen. Tofalls Alternativszenario, das eine solche Erpressung verhindern soll, sieht folgende Maßnahmen vor:

     

  1. Der Beschluss der G 20 Staaten keine Bank insolvent gehen zu lassen wird revidiert.
  2. In Schwierigkeiten geratene Banken müssen wie jedes andere Unternehmen einen Insolvenzantrag stellen.
  3. Der Staat übernimmt die Garantie der privaten Spareinlagen und bedient die Zahlungsverpflichtungen an die Konten anderer Banken.
  4. Für die insolvente Bank wird ein Insolvenzverwalter eingesetzt.
  5.  

Auf diese Weise wird der Zahlungsverkehr, wie bisher refinanziert durch die Zentralbank,  aufrechterhalten, ohne dass eine Bestandsgarantie für die Banken und ihre Aktionäre geleistet wird. Das unternehmerische Risiko wird damit wieder privatisiert statt dem Steuerzahler aufgebürdet. Allein die Sparer würden gerettet, nicht mehr die Banken.

Sven von Storch

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