Sonntags Menschen zweiter Klasse

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Sonntags Menschen zweiter Klasse
Datum: 30.09.2014, 21:13

 

Das Geld liegt auf der Straße. Aber wichtige Lobbies sind dagegen, dass man es aufheben darf. Denn dazu müsste man sich ja bücken. Was anstrengen könnte. Höchstens Ausländer sollen es aufheben dürfen. Das ist die Kurzfassung der Debatte rund um die Wiener Sonntagsöffnung.

Nach Jahrzehnten der Blockade durch die sogenannten „Sozialpartner“ (also Lobbies, die nur eine Minderheit der Bürger vertreten) ist jetzt anscheinend ein bisschen Bewegung in die Frage gekommen. Die Wirtschaftskammer hat sich – offenbar unter dem Druck wachsender Probleme des Handels – dazu durchgerungen, erstmals an ein Aufsperren zu denken. Aber nur in Touristenzonen, worunter lediglich der erste Bezirk und eventuell die untere Mariahilfer Straße verstanden werden.

Die Kammer macht daher jetzt wenigstens einmal eine Umfrage unter ihren Mitgliedern. Die rotgrüne Gemeinde hält sich überhaupt bedeckt. Sie macht ihre Entscheidung von der Gewerkschaft abhängig. Dort aber dominiert noch wie eh und je die Beton-Fraktion der Nein-Sager.

„Sonntags nie“ heißt deren Devise. Selbst wenn Verkäufer pro Stunde deutlich mehr bekämen als während der Woche. Selbst wenn niemand zur Sonntagsarbeit gezwungen werden könnte. Ignoriert wird vor allem auch die Tatsache, dass es so manchen Familien durchaus passen würde, könnte ein Elternteil am Sonntag etwas dazu verdienen, weil sich da der andere Teil voll um die Kinder kümmern könnte.

Weiterlesen auf andreas-unterberger.at

 

Sven von Storch

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