Frauenförderung durch Männerförderung

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Frauenförderung durch Männerförderung
Datum: 12.08.2014, 12:48

 

Um die Ziele der Frauenpolitik zu erreichen, kommen immer öfter Männerförderungen ins Gespräch.

In politisch korrektem Deutsch wurde unlängst in den Oe1-Nachrichten die Schreckensnachricht verbreitet: „Nur eine unter 100 Kindergärtnerinnen ist ein Mann.“ Das muss sich ändern. Natürlich nicht grammatikalisch. Sondern bezahlungstechnisch.

Denn: Männer gehen anders als Frauen nicht in schlecht bezahlte Berufssparten, lautet das Argument. Was ist daher näher liegend, als die Gehälter für die Kindergarten-Tanten ordentlich anzuheben, damit schon bald jede zehnte Tante ein Onkel ist. Berufe werden, so das Denkschema, von Männern ja ausschließlich nach dem Kriterium Gehaltshöhe ergriffen – was besonders für die optimale Betreuung von Kleinkindern die beste Voraussetzung ist.

Aber Männer braucht es in Kindergärten, das hat jetzt auch ein Tiroler Erziehungswissenschafter herausgefunden. In ihrer Anwesenheit zeigen nämlich Buben ein deutlich extrovertierteres Verhalten, sind aktiver und weniger angepasst. Sein Rezept: Männerförderungspläne im Zuge einer Reform des Gleichbehandlungsgesetzes.

Dass er dafür noch keine rot-grünen Prügel eingesteckt hat, verdankt er wohl nur der Tatsache, dass er ein Mann ist und daher nicht ernst genommen wird. Denkt man seine Studie übrigens weiter, könnte es sein, dass man bei der Forderung nach wieder geschlechter-getrennten Schulklassen landet so wie die Feministinnen in anderen Ländern. Die haben nämlich herausgefunden, dass besonders ältere Schülerinnen im Unterricht freier, selbstsicherer und interessierter auftreten, wenn sie unter sich sind.

Wieder einmal ein Beispiel dafür, dass das breitere Angebot (in dem Fall gemischte und nicht gemischte Klassen) das Bessere ist für die Vielfalt der betroffenen Menschen als jede vom Staat verordnete Einheitlichkeit.

Die rot-grüne Frauen-Phalanx, die bei den Männerföderungsplänen eines Wissenschafters pikiert schweigt, hat dagegen Sophie Karmasin wieder einmal ganz schnell zum Schweigen gebracht . Mangels Kompetenzen ist ja auch die Familienministerin ausschließlich mit Bewusstseinsbildung beschäftigt. Dafür hat sie sich eine Studie über die Aufteilung der Familienarbeit geleistet, die zu ihrer Bestürzung immer noch zu zwei Dritteln von Frauen erledigt wird. Und dann hat sie laut darüber nachgedacht, das Karenzgeld für Männer zu erhöhen, damit die Arbeitsteilung besser wird.

Welch ein Glück, dass Karmasin ... Weiterlesen auf andreas-unterberger.at

 

Sven von Storch

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