Der Bosnier, die Polizei und das Blutbad

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Der Bosnier, die Polizei und das Blutbad
Datum: 23.06.2015, 14:03

Damit sind (leider) alle jene widerlegt, die bei ähnlichen schrecklichen Taten in den USA voller Political Correctness von oben herab gemeint haben: Solche Aktionen gibt es nur deshalb, weil in Amerika Waffen recht leicht erhältlich sind. In Wahrheit sind solche völlig wahnsinnigen Taten leider immer, überall und in allen Milieus möglich.

Auch die naive Annahme ist wie ein Luftballon geplatzt, dass mit den von Polizei oder Richtern heutzutage sehr oft ausgesprochenen „Wegweisungen“ eines Ehe- oder sonstigen Partners aus einer Wohnung wegen mutmaßlicher Gewalttaten ein Problem gelöst wäre. Ganz im Gegenteil: Bisweilen entstehen dadurch erst die richtig großen Probleme und Katastrophen. Etwa bei Männern, die durch Erziehung oder Religion zu einer machistischen Gesinnung gekommen sind, die daher glauben, sich und der eigenen Ehre das nicht gefallen lassen zu dürfen.

So klar es ist, dass solche Blutbäder sowohl von rechten Amerikanern wie linken Europäern angerichtet werden können, die psychisch umkippen, so sehr empört die Lügenstrategie von Sicherheitsbehörden und ORF. Denn während in den Nachmittagsstunden des Samstags schon ganz Österreich weiß, dass der Täter ein Bosnier mit österreichischem Pass ist, wird das vom ORF sowohl in der ZiB wie auch in den „Heute“-Sendungen total verschwiegen. Der Täter wird vielmehr als „Steirer“ bezeichnet.

Noch absurder ist der steirische Sicherheitsdirektor. Er sagt: „Über die Motivlage (des Täters) können wir derzeit nicht sagen“; schließt aber im gleichen Atemzug einen „terroristischen Hintergrund“ aus.

Wie bitte kann man ein Motiv ausschließen, wenn man über die Motive noch gar nichts sagen kann? Dümmer geht’s nimmer. Wenn man nicht manipulieren will, kann man doch höchstens sagen: Man habe derzeit kein Indiz für ein terroristisches Motiv.

Die Menschen spüren immer öfter, bei der Polizei wie erst recht beim ORF: Der Staat manipuliert, sagt nicht die Wahrheit, verheimlicht etwas; zu ihm kann man kein Vertrauen mehr haben.

Weiterlesen auf: andreas-unterberger.at

Sven von Storch

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