Das Bare wird zum Staatsfeind

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Das Bare wird zum Staatsfeind
Datum: 16.02.2016, 09:25

Die Menschen haben sich in den letzten Jahren schon zu viele Einschränkungen ihrer Freiheit gefallen lassen, als dass nicht auch das noch kommen könnte. Man denke an die ständig steigenden Abgaben- und Staatsschuldenquote, an die sich immer mehr vermehrenden Gesetze und Verordnungen, an die wachsenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit. Daher spricht viel dafür, dass die Bürger in ihrer empfundenen Wehrlosigkeit auch die Abschaffung des Bargeldes schlucken werden.

An dieser arbeiten nämlich viele starke, wenn auch oft nur hinter den Kulissen agierende Interessen.

Dazu gehört etwa die gesamte Plastikkarten-Industrie, von der Kreditkarte bis zur „Near Field Communication“ (NFC). Ihre Produkte bieten zweifellos angenehme Vorteile und ihre Nutzung wächst daher ganz natürlich (wogegen es auch nichts zu sagen gibt). Sie würde freilich geradezu raketenartig abheben, würde das Bargeld abgeschafft. Leiden würden dann scheinbar nur die Bankomat-Hersteller.

Großes Interesse an einem Bargeldende haben auch Polizei und Strafverfolger. Manche Formen der Steuerhinterziehungs- und Schwarzgeld-Kriminalität wären ohne Banknoten nicht mehr möglich. Freilich sehen wir auch jetzt schon, dass die wirklich großen Verbrechen längst nicht mehr mit Bargeld passieren. So war der 50-Millionen-Schaden, den soeben FACC erlitten hat, ein reiner Internet-Betrug, der ganz bargeldlos abgelaufen ist, bis die Überweisungen irgendwo Richtung Osten versickert sind.

Das allergrößte Interesse am Bargeld-Ende hat vor allem die Politik selber, auch wenn sie es nicht öffentlich zugibt. Es wäre ein Paradies für die Obrigkeit, wenn sie dadurch einen totalen Zugriff auf Geld und Eigentum der Bürger bekäme. Wie leicht wären dann weitere Abgabenerhöhungen, Schuldenmacherei, eine Vermehrung der Bestechungssubventionen und eine intensivierte Kontrolle der Bürger.

Genau auf dieser Linie liegen die neuen österreichischen Steuergesetze, deretwegen nun sogar bei (vorerst nur manchen) Theatergarderoben zeitraubend Rechnungen ausgestellt werden. In Italien sind Bargeschäfte nur noch bis 3.000 Euro möglich, in Spanien bis 2.500 und Frankreich in bestimmten Fällen gar nur bis 1.000. Und nirgendwo haben sich die Menschen gewehrt.

Vollständiger Beitrag erschienen auf andreas-unterberger.at

Sven von Storch

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