Wie kann die Integration von Migranten gelingen_

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Wie kann die Integration von Migranten gelingen_
Datum: 08.06.2010, 08:10

Die linke Ideologie des Multikulturalismus hat die Integration von Migranten in Deutschland nicht tiefgreifend gefördert. Der Multikulturalismus ist die Fortführung des in kommunistischen Diktaturen propagierten Internationalismus, einer von oben verordneten Freundschaft zwischen Völkern und Nationen. Dass dieser Zwang zur Freundschaft Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen nicht näher, sondern im Gegenteil auseinander gebracht hat, wissen wir spätestens seit den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Ländern des ehemaligen Ostblocks.

Interesse, Verständnis und Liebe für andere Nationen und Kulturen dürfen nicht von oben verordnet werden. Sie können nur „von innen“ kommen. Sie entstehen in einem langen Prozess der Aneignung von kulturellen Inhalten. Er kann nur dann gelingen, wenn er sich durch Offenheit und Ehrlichkeit auf beiden Seiten auszeichnet.

Zur Integration gehören also zwei Seiten: diejenigen, die sich als Deutsche verstehen, und diejenigen, die integriert werden sollen, die Migranten. Von der einen Seite, von den Deutschen, wird immer wieder gefordert, dass sie die Hauptleistung der Integration erbringen soll. Von den Deutschen wird sehr viel verlangt. Sie sollen Verständnis für Menschen aus anderen Kulturen, für „das Fremde“, haben. Sie sollen auch die erzieherischen, organisatorischen und nicht zuletzt finanziellen Integrationsleistungen vollbringen.

Ob die Deutschen ihre Integrationsarbeit gut machen, ist eine offene Frage. Es fällt auf, dass viele Deutsche zu wenig Respekt vor Fremden haben. Angehörige bestimmter Nationen, wie Türken, Araber oder Polen, werden immer noch sehr abschätzig bezeichnet, als „Kanacken“ und „Polacken“, und ablehnend behandelt. Die deutsche Überheblichkeit, d.h. der Glaube, besser als andere Nationen zu sein, ist eine Untugend. Respekt vor anderen Nationen ist eine Grundvoraussetzung für eine gelungene Integration. Viele Türken wünschen sich nichts anderes als Respekt.

Und was ist mit den Migranten? Gemeint sind hier vorwiegend Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis, von denen Integration verlangt wird. Wieviel tun sie für die Integration? Zu wenig! Sie nehmen zu wenig am kulturellen Leben der Bundesrepublik teil. Mit „kulturellem Leben“ meine ich in erster Linie die Hochkultur. Die Partizipation an der Hochkultur ist der wichtigste Gradmesser für eine gelungene Integration. Die Messlatte sollte schon hoch gelegt werden. Schließlich werden an die Deutschen auch sehr hohe Ansprüche bezüglich ihrer Integrationleistung gestellt.

Dass die meisten muslimischen Migranten aus der Unterschicht kommen, kann nicht als Entschuldigung für ihre mangelnde Teilnahme am kulturellen Leben gelten. Menschen aus der Unterschicht sind keine kulturlosen Idioten, wie es uns die linken Multikulturalisten weismachen wollen.

Während meines Philosophie-Studiums sind mir kaum Menschen aus dem islamischen Kulturkreis begegnet, während meiner Besuche von Konzerten für klassische Musik sehe ich fast gar keine Menschen aus diesem Kulturkreis. Ähnliches gilt für meine Besuche in der größten Buchhandlung meiner Stadt.

Es sind nur Einzelne, die sich sehr produktiv an dem kulturellen Leben Deutschlands beteiligen, wie zum Beispiel der Schriftsteller Navid Kermani, der Schriftsteller Feridun Zaimoglu und der Regisseur Fatih Akin. Der Großteil der Migranten aus dem islamischen Kulturkreis interessiert sich leider kaum für die Kultur unseres Landes beziehungsweise die westliche Kultur.

Um nicht missverstanden zu werden: Hier sollen niemandem Vorwürfe gemacht werden. Ich wünschte mir einfach, dass Menschen aus dem islamischen Kulturkreis mehr als bis jetzt an dem kulturellen Leben Deutschlands teilnehmen würden. Täten sie das, wären Fremdenfeindlichkeit und Integration keine Themen. Nur wenn sich Menschen aus diesem Kulturkreis mehr für unsere Hochkultur interessieren, wenn sich z.B. die Opernhäuser mit diesen Menschen füllen, kann von einer gelungenen Integration gesprochen werden.

Als Vorbild können hier die Migranten aus Ostasien (Japan, Korea, China) dienen. Sie kommen aus einer anderen, uns sehr fremden Kultur. Doch ihr Interesse für unsere westliche Kultur oder speziell für unsere deutsche Kultur ist immens. Obgleich sie eine relativ kleine Minderheit bilden, nehmen sie im überproportionalen Maße an unserem hochkulturellen Leben teil. Zum Beispiel sehe ich in den von mir bereits erwähnten Opernhäusern sehr viele Ostasiaten. Ostasiatische Künstler, Musiker und Wissenschaftler sind in unserem Kulturleben überproportional vertreten. Mit Ostasiaten gibt es keine Integrationsprobleme.

Sven von Storch

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