Was wollen die _Antifeministen__

Veröffentlicht:

Was wollen die _Antifeministen__
Datum: 15.10.2010, 22:42

Die Männerdiskriminierung nimmt in unserer Gesellschaft immer mehr zu. Das liegt daran, dass die Gleichstellungspolitik weiter forciert wird. Die Gleichstellungspolitik stellt nicht die einzelnen Menschen, ihre individuellen Voraussetzungen und Qualifikationen, sondern die Gruppenzugehörigkeit, das weibliche Geschlecht, in den Mittelpunkt. Gleichstellungspolitik bedeutet die einseitige Förderung und die Bevorzugung von Frauen. Die Folge davon ist, dass Männer in vielen Bereichen benachteiligt werden.

Gleichstellung ist nicht Gleichberechtigung. Gleichberechtigung bedeutet gleiche Rechte für Männer und Frauen. Gleichstellung bedeutet, dass in interessanten, angesehenen und gut bezahlten Bereichen (nicht im Bergbau, in der Stahl- oder Bauindustrie) das Geschlechterverhältnis 50:50 hergestellt werden soll. Damit wird das Prinzip der besseren individuellen Qualifikation außer Kraft gesetzt. Das Prinzip besagt: Eine Arbeitsstelle soll diejenige Person erhalten, die für diese Stelle am besten qualifiziert ist, und zwar unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe, sexueller Orientierung und Religionszugehörigkeit.

In der Gleichstellungspolitik zählt nicht die bessere individuelle Qualifikation, sondern die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht. Es zählt nicht die bessere individuelle Qualifikation, sondern ein statistischer Gleichheitswert.

Die Gleichstellungspolitik verletzt auch das Prinzip der Chancengleichheit. Es gibt Tausende von Förderprogrammen, die nur Frauen vorbehalten sind. Diejenigen, die an solchen Förderprogrammen teilnehmen, haben später bessere Berufschancen als diejenigen, die an ihnen nicht teilnehmen. Besonders ungerecht sieht die Situation an den Universitäten aus. An den meisten deutschsprachigen Hochschulen existieren Förderprogramme, die ausschließlich Frauen vorbehalten sind.

Oft wird in diesem Zusammenhang von der „Unterrepräsentanz von Frauen“ in bestimmten Bereichen gesprochen, die mit Hilfe von Gleichstellungsmaßnahmen aufgehoben werden soll. Doch diese Unterrepräsentanz muss nicht eine Folge der Frauendiskriminierung sein, sondern kann eine Folge davon sein, dass es in diesen Bereichen mehr besser qualifizierte Männer als Frauen gibt.

So verwundert es nicht, dass immer mehr Männer trotz permanenter feministischer Indoktrination in den Medien, die ausschließlich Frauen zu Opfern macht, ihre Diskriminierung erkennen und sich organisieren.

Seit dem 9. April 2010 gibt es die Interessengemeinschaft Antifeminismus IGAF, der sich mittlerweile 800 Männer und Frauen angeschlossen haben. Die Initiatoren haben auf ihrer Internetseite hervor: „Diese Seite ist nicht gegen Frauen gerichtet und hinterfragt auch nicht die Gleichberechtigung, denn es ist keine Frage, Frauen und Männer sind und müssen gleichberechtigt sein. Wenn es Bereiche gibt, bei welchen Frauen noch benachteiligt sind, dann müssen diese korrigiert werden, jedoch mit neutralen Fakten und nicht gekauften Studien und frei erfundenen Behauptungen von Feministinnen und Gleichstellungsbüros. Und dazu gehört auch, dass die Männer gegenüber den Frauen in einigen Bereichen nicht mehr benachteiligt oder diskriminiert werden.“

Trotz dieser Erklärung erlebt die IG Antifeminismus viele Schikanen. Die Reservation für das von der IG Antifeminismus am 30. Oktober 2010 geplante 1. Internationale Antifeminismus-Treffen wurde vom Wirt ohne Angabe von Gründen aufgelöst (bald wurde aber ein neuer Austragungsort gefunden). Der Antrag auf die Eröffnung eines Vereinskontos bei der Zürcher Kantonalbank wurde von der Bank abgewiesen. Selbst die Feministin Katharina Prelicz-Huber meinte in der Zeitung „Blick am Abend“: „Als ´schwierige linke Frauen` erlebten wir in den 80er Jahren auch Schikanen – und hatten etwa Mühe, Säle für Veranstaltungen zu finden.“ Die Geschichte wiederholt sich mit umgekehrten Vorzeichen.

Von einigen Journalisten wird die IG Antifeminismus als „extremistisch“ bezeichnet. Doch was ist daran extremistisch, wenn Männer mit der heutigen Übervorteilung von Frauen und der Benachteiligung von Männern nicht mehr einverstanden sind? Was ist daran extremistisch, wenn sich Männer für ihre legitimen Rechte einsetzen? Zum Beispiel für ein besseres Scheidungsrecht, für Väterrechte, für gleiches Rentenalter und für gleiche Pflichten bei der Wehrpflicht. Was ist daran extremistisch, wenn sich Männer gegen die in der ganzen Gesellschaft herrschende Männerverachtung aussprechen?

Die IG Antifeminismus wird von dem Luzerner Politiker René Kuhn geleitet. Er hat sich negativ über eine Gruppe von Frauen ausgesprochen. Er bezeichnete linke Frauen als „Mannsweiber“ und „Vogelscheuchen“. Das ist nicht schön und den Rechten der Männer nicht dienlich. Eine Entschuldigung wäre hier angebracht. Auch der Name „Anti-Feminismus“ ist nicht glücklich gewählt. Zwar ist die feministische Ideologie der Hauptgrund für die Benachteiligung von Männern, doch hätte man statt eines „Anti“ ein „Pro“ nehmen sollen: Pro Männerrechte, Pro Gerechtigkeit, Pro wahre Gleichberechtigung. Aber: Was nicht ist, kann noch werden.

Das 1. Internationale Antifeminismus-Treffen wird wie geplant am 30. Oktober 2010 in Uitikon/Zürich stattfinden. Auch deutsche Männerrechtsorganisationen wie MANNdat und Agens werden an ihm teilnehmen. Ich denke, dass die IG Antifeminismus und das Treffen einen konstruktiven Beitrag zur Geschlechterdebatte und zur Gerechtigkeitsdebatte liefern werden.

Und hier geht es zur Internetseite von IG Antifeminismus:

www.antifeminismus.ch/index.html

 

Weitere Internetseiten:

www.manndat.de

agensev.de

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.