Mehr Bürgerengagement gegen Männerdiskriminierung gefordert

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Mehr Bürgerengagement gegen Männerdiskriminierung gefordert
Datum: 05.01.2015, 23:46

Versteckte und offene Männerdiskriminierung gehören zur alltäglichen politischen und rechtlichen Praxis in Deutschland. Besonders skrupellos wird Männerdiskriminierung an Hochschulen und Universitäten betrieben.

Die Bildungsforscher und Blogger Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein betreiben eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Blogs: Kritische Wissenschaft – Critical Science. Seit Jahren berichten sie unermüdlich über Fälle von Männerdiskriminierung und andere Auswüchse des Genderismus, insbesondere an Hochschulen und Universitäten. Sie werden unter „Blacklist: Männerdiskriminierung an Hochschulen (#MenDiscrimination)“ dokumentiert.

Eine weitere wichtige Initiative des Blogs ist die Petition gegen Genderismus an Hochschulen und Schulen, die immer noch unterschrieben werden kann.

Die beiden Wissenschaftler kämpfen mit besonderem Nachdruck gegen die Ideologisierung und Instrumentalisierung von Wissenschaft. Dabei orientieren sie sich an der Philosophie der Aufklärung, des Liberalismus, des Kritischen Rationalismus und an der empirischen (Sozial-)Forschung. Ihre Analysen stellen Paradebeispiele für logisch stringente, rationale und auf empirische Überprüfung ausgerichtete Argumentationen dar. Jedem Studenten sei empfohlen, zur Stärkung der Argumentationsfähigkeit und Wissenschaftlichkeit die Beiträge auf Kritische Wissenschaft zu lesen.

Doch die Arbeit der beiden Wissenschaftler beschränkt sich nicht auf die Durchführung von Analysen und das Anprangern von Missständen. Sie greifen darüber hinaus direkt in das politische Geschehen ein, indem sie Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen.

Neuestes Beispiel ist das Anschreiben von Verantwortlichen an der Universität Potsdam und der Hochschule Wismar. Die letztere verstößt in mindestens zwei Ausschreibungen gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetz, indem sie Stellen ausschließlich für Frauen ausschreibt.

Gegen Missstände, insbesondere Verstöße gegen das Recht, vorzugehen, ist Bürgerpflicht und macht eine Zivilgesellschaft aus. Michael Klein schreibt dazu:

„Deutschland will angeblich eine Civil Society sein, in der Bürgerbeteiligung ganz oben auf der Agenda steht. Das Problem mit der deutschen Bürgerbeteiligung, wie sie sich derzeit darstellt, ist jedoch: Sie ist top-down verordnet. Das ist dummerweise das Gegenteil einer Civil Society bzw. Zivilgesellschaft, wie es in Deutschland heißt. Verordnete Bürgerbeteiligung verweist auf eine autoritäre nicht auf eine zivile (civil) Gesellschaft. In einer Civil Society kontrollieren Bürger den Staat, weil sie den Staat als ihre Angelegenheit ansehen und ihn gerade nicht als eigene Entität betrachten, die ihnen etwas vorschreiben kann. Insofern müsste sich eigentlich jeder verpflichtet fühlen, Missstände wie den an der Universität Potsdam oder den an der Hochschule Wismar zum Anlass zu nehmen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Alle Bürger, die daran interessiert sind, eine Zivilgesellschaft aufzubauen, sind dazu aufgefordert, dem Beispiel von Heike Diefenbach und Michael Klein zu folgen.

Sven von Storch

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