Kiffen; ein verharmlostes Problem
Kiffen; ein verharmlostes Problem
Datum: 18.08.2009, 21:44
Ich habe seit Jahren viele persönliche Kontakte zu Studenten, vorwiegend derjenigen der Geistes- und Sozialwissenschaften. Dabei ist mir Folgendes aufgefallen: Sehr viele von ihnen weisen auffallende Verhaltensstörungen auf: Sie sind nicht in der Lage, sich auf eine Aufgabe über längere Zeit zu konzentrieren. In Diskussionen können sie keine klaren und schlüssigen Argumentationen vorbringen. Ihrem Denken fehlen im Allgemeinen die Fähigkeiten zu konzeptualisieren und zu strukturieren. Die betroffenen Studenten springen stattdessen willkürlich von einem Gedanken zum anderen. Darüber hinaus wirken sie sehr unmotiviert und antriebslos. Alles scheint ihnen egal zu sein. Sie sind nicht in der Lage, größere Aufgaben in Angriff zu nehmen.
Nach Gesprächen mit diesen Studenten fand ich heraus, dass sie schon während ihrer Schulzeit viel gekifft haben. Die meisten von ihnen tun es immer noch, andere haben damit aufgehört, ohne dass bei ihnen die negativen Folgen ihres Haschisch-Konsums verschwunden wären.
Den Betroffenen sind diese Folgen meist nicht bewusst; sie verharmlosen völlig ihr Drogen-Problem. Dies wird auch von Medien und Politik bezüglich des Haschisch- bzw. Canabis-Konsums getan. Vorwiegend handelt es sich um politisch linke Kräfte, für die Kiffen zur alternativen Lebensform gehört; es wird von ihnen als Ausdruck von Freiheit und von antibürgerlicher Gesinnung betrachtet.
Ferner werden „medizinische Fakten“ verbreitet, die ganz offensichtlich einfachen Beobachtungen und Tatsachen widersprechen, z.B. dass nach dem Absetzen des Haschisch-Konsums seine negativen Folgen verschwinden. Dies verhindert eine breite Aufklärung, die den Betroffenen wirklich helfen würde.
Angesprochen auf ihr Drogen-Problem antworten die meisten:“Ich kenne einen, er kifft seit 20 Jahren und ist immer noch sehr kreativ“. Das erinnert an die Aussage eines Nikotinsüchtigen: „Mein Onkel Willi hat täglich 40 Zigaretten geraucht und ist achtzig geworden“. Die Millionen von Rauchern, die bereits mit vierzig an den Folgen ihres Nikotinkonsums gestorben sind, werden dabei nicht erwähnt.
Bei den Haschisch-Konsumenten handelt es sich nicht um eine kleine Minderheit. Eine ganze Generation von Schülern und Studenten ist von der Krankheit „Kiffen“ betroffen. Diese Generation muss den Kampf gegen diese Krankheit und ihre Folgen aufnehmen. Denn erst wenn dieser Kampf gewonnen ist, kann man sich den eigentlichen Kämpfen des Alltags, wie Studieren, Arbeiten und Beziehungen-Aufbauen, angemessen zuwenden.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment