Ist DER SPIEGEL irreparabel_

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Ist DER SPIEGEL irreparabel_
Datum: 17.05.2011, 20:39

 

Früher war Der Spiegel „eine Maschine der Aufklärung“, so der Philosoph Professor Norbert Bolz. Er hat „irritiert und provoziert“. Es gab „Überraschungen und Enthüllungen“. Heute weiß man schon vorher, wie die Botschaft eines Spiegel-Artikels lauten wird. Der Spiegel propagiert nach Bolz das „rot-grüne Weltbild“. Aus dem „Strumgeschütz der Demokratie“ ist das „Zentralorgan der politischen Korrektheit“ geworden.

In meinen Blog-Beiträgen auf FreieWelt.net habe ich auf diese Entwicklung oft hingewiesen. Der Spiegel hat sich von einem kritischen Blatt zu einem Propaganda-Organ entwickelt. Das gilt z.B. für die Behandlung der Gleichstellungspolitik, insbesondere der Quoten-Problematik. Wöchentlich werden wir auf Spiegel-online mit Artikeln bombandiert, die völlig unreflektiert und unkritisch immer wieder dieselben Phrasen und Parolen nachplappern: „Der Anteil von Frauen muss erhöht werden“, „Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen“, „Frauen sind in x unterrepräsentiert“, „Frauen verdienen 23% weniger als Männer“, „Frauen sind die besseren ...“ usw. Für eine unreflektierte und unkritische Wiederholung von Phrasen und Parolen gibt es ein Wort: Propaganda. Kritisch sind nur noch die Leser-Kommentare zu den Artikeln.

Der Spiegel bekommt dafür die Quittung: Die „Spiegel-Werbebroschüre für Frauenquote“, wie es der Publizist Arne Hoffmann nannte, also die Ausgabe mit der Titelgeschichte „Warum Deutschland die Frauenquote braucht“ wurde so schwach verkauft wie seit Jahrzehnten nicht. Die Bürger können offensichtlich noch zwischen kritischem Journalismus und Kampagnenjournalismus unterscheiden.

Und noch etwas aus aktuellem Anlass: Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar Monika Ebeling wurde abberufen, weil sie sich auch für Männer eingesetzt hat. Frau Ebeling hat versucht, neue Wege für die Gleichstellungspolitik aufzuzeigen. Darüber hat Der Spiegel bis jetzt kein Wort verloren.

Sven von Storch

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