Es gibt noch den investigativen Journalismus
Es gibt noch den investigativen Journalismus
Datum: 05.02.2014, 21:22
In meiner Verzweiflung über den Zustand der deutschen Leitmedien gibt es immer wieder Lichtblicke, die mich aus dieser Verzweiflung herausholen.
In einem Offenen Brief an den Deutschen Presserat, den Prof. Günter Buchholz, Arne Hoffmann und ich verfasst haben, prangern wir die einseitige Berichterstattung der deutschen Leitmedien zur Gleichstellungspolitik an. In der Berichterstattung zu diesem Thema werden gebetsmühlenartig immer wieder die gleichen Phrasen und Parolen wiederholt, wie z.B. „Frauen verdienen bei gleicher Qualifikation weniger als Männer“, "Es gibt eine `gläserne Decke`“, „Frauen haben es in ... schwerer als Männer“.
Immer wieder werden Falschinformationen verbreitet, wie z.B. die längst als unhaltbar erwiesene Behauptung von einem 23prozentigen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen. Die Berichte sind einseitig, tendenziös, unreflektiert und unkritisch. Sie können auch als propagandistisch bezeichnet werden.
Es gibt aber auch Ausnahmen. Bettina Röhl hat gestern in der Wirtschaftswoche den Artikel „Subventionskönigin Alice Schwarzer“ veröffentlicht, der als Paradebeispiel für kritischen und investigativen Journalismus bezeichnet werden kann und in Journalisten-Schulen als Pflichtlektüre gelesen werden sollte.
Bettina Röhl berichtet darin u.a. über die Subventionierung des Schwarzerschen Imperiums aus öffentlichen Töpfen, z.B. über die Finanzierung des FrauenMediaTurms, der Zeitschrift Emma und anderer Projekte.
Ich möchte den Artikel hier nicht referieren und empfehle dem interessierten Leser, den Artikel in Gänze zu lesen.
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