Trotz vierfacher Überkapazität

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Trotz vierfacher Überkapazität
Datum: 07.03.2016, 09:59

Die installierte Windkraftkapazität übersteigt die der Kernkraftwerke bereits um mehr als den Faktor 4. Trotz dieser massiven Überkapazität blieb die gelieferte Windstrommenge unter der aus Kernkraftwerken. Dafür erhöhte sich – wegen der hohen zufälligen Volatitilität des „EE“-Stromes- die Zahl der zur Netzstabilisierung erforderlichen Netzeingriffe um über 80 % auf rd. 6200.

 

Tabelle Stromerzeugung des BMU, zum Vergrößern anklicken

Auch im Jahr 2015 wurde der Ausbau der Windkraftstromerzeugung mit Hochdruck vorangetrieben. Zum Jahresende waren Windkraftanlagen (WKA) mit einer Gesamtkapazität von 44,95 GW oder 44.950 MW installiert. Demgegenüber sank die installierte Leistung aus Kernkraftwerken (Abschaltung des KKW Grafenrheinfeld) auf nur noch 10,78 GW oder 10.780 MW. Also auf weniger als 25 % oder < ¼ der Windkraftanlagenleistung.  Trotzdem blieb die von den WKA eingespeiste Menge an Elektroenergie um immer noch rd. 5 % unter der von den Kernkraftwerken erzeugten Energiemenge. Siehe Tabelle 1

Tabelle 1 (siehe Bild rechts). Erzeugungskapazität und gelieferte Energiemenge der Kernkraftwerke gegenüber den installierten Windkraftanlagen 2015.

Doch das ist noch nicht alles. Bestimmt durch die hohe zufällige Volatilität der Windstromeinspeisung  musste der gesamte konventionelle Kraftwerkspark zum Ausgleich auf extremen Verschleiß wegen notwendiger häufiger und schneller Lastwechsel gefahren werden. So sank bspw. im Januar 2016 die Windeinspeisung auf nur noch 0,8 % der installierten Leistung, um dann in der Spitze auf 71 % hochzuschnellen.

Um Netzeinbrüche zu vermeiden mussten die Netzbetreiber daher ca. 6.200 Ausgleichsmaßnahmen (Redispatch) vornehmen. Und übertrafen damit die Anzahl von Redispatchmaßnahmen des Vorjahres um rd. 80 %. (Siehe Bild 1) Wenn diese Entwicklung so weitergeht, und davon ist mit Sicherheit aus  dann wird die Zahl der Redispatchmaßnahmen im Jahre 2016 bereits die Zahl von ca. 9000 überschreiten. Wann das Netz kollabiert ist daher nur noch eine Frage der Zeit.

 

Bild 1: Notwendige Redispatchmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität von 2005 bis 2015. Quellen (ab 2012)  Netztransparenz und (zuvor) Medien und private Infos. Grafik Michael Limburg 

Im Januar 2016 setzt sich diese ökonomisch wie technisch schädliche Entwicklung fort, wie die Einpeisegrafik für den Monat deutlich zeigt. Die „EE“ Anlagen sind extrem weit davon entfernt  den Bedarf zu decken, obwohl ihre installierte Leistung von rd. 85 GW diesen bereits um den Faktor 2 übertrifft.

 

Bild 2: Einspeiseleistung Wind+ Solar im Januar 2016 gegenüber Last und installierter Leistung

Daten Entso-e; Grafik und Werte Rolf Schuster

Tabelle 2 Erzeugungskapazität und gelieferte Energiemenge von Wind + Solar  gegenüber den dem Verbrauch für Januar 2016. Daten Entso-e; Grafik und Werte Rolf Schuster

Beitrag zuerst erschienen auf eike-klima-energie.eu

Sven von Storch

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