Die Nebentätigkeiten der Abgeordneten

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Die (deutschen) Gewerkschaften tadeln in einer neuen „Studie“, die auch von der „Süddeutschen“ groß berichtet wird, dass jeder vierte Bundestags-Abgeordnete eine Nebenbeschäftigung hat.

Bei uns wird das von Gewerkschaft&Co ebenso getadelt. Warum bitte? Eigentlich sollte man ja im Gegenteil jene drei Viertel der Abgeordneten kritisieren, die keine andere Tätigkeit haben. Sie haben viel mehr als die anderen den Kontakt zur normalen Bevölkerung verloren. Für sie ist Politikersein der einzige Beruf. Sie sind viel mehr als Berufstätige nur von der Partei abhängig, damit sie auch wieder aufgestellt werden, um der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Freilich: Ein echter Apparatschik will ja wohl gerade solche Kreaturen ohne eigene Meinung, die alles der Partei zu danken haben.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Musharraf Naveed Khan

Im Endeffekt widerspiegelt dieses Verhalten nur den Zustand der Demokratie in diesem Lande. Ob die Parteisoldaten anwesend sind oder nicht, ihre Stimme verschwindet sowieso, wenn der Parteichef die Richtung vorgibt und sie dann nur noch - so wie die Wähler! - als Stimmvieh fungieren.

Das Argumente vom Autor, dass Abgeordnete ohne Nebenjob (besser Hauptjob, Nebenjob: Parlamentarier) keinen Kontakt zur Umwelt hätten, zählt nicht. Wozu haben diese Leute Abgeordnetenbüros in ihren Wahlkreisen? Die sind doch zum Kontakt mit den Menschen da!

Ich kanns Ihnen sagen: Denen ist es scheißegal und die Mehrheit von denen sitzt die 4 Jahre bequem ab, heben die Hand, wenn der Befehl von Mutti kommt und kassieren dafür am Schluss ein paar Rentenpunkte. Augenscheinlich ist und das wurde auch angesprochen, dass es hauptsächlich Anwälte sind, denen das Parlamentariergehalt nicht reicht. Denen geht es ja sooooooo dreckig.

Wer sich zur Wahl stellt, der weiß, was auf ihn (theoretisch) zukommt und das für den ehemaligen Beruf keine Zeit mehr bleiben wird. Wie schon eingangs erwähnt, viele von denen gehen mit dieser Abzockmentalität von vornherein an die Sache heran.

Diese Leute nach Anwesenheit zu bezahlen, halte ich für nicht sinnvoll. 3x geschwänzt und raus, so wie an der Grundschule. Für die von ihnen versursachten Schäden sollte man diese Leute voll, privat und lebenslang haften lassen. Dann werden die sich ihrer Verantwortung ganz sicher bewusst.

Übrigens: Es ist in Deutschland nicht üblich, eine politische Abschlussbilanz vorzulegen. Warum erstatten Politiker am Ende einer Legislaturperiode keinen Bericht? Was haben sie (überhaupt) getan? Wo hat es Fortschritte gegeben? Warum haben sie diesem Gesetz/Entwurf zugestimmt?
Das sind alles Fragen, auf die die Wähler nie eine Antwort erhalten und nach jeder Wahl hat man den Eindruck, dass die Kriminellen wieder mal durch den Wechsel amnestiert wurden. Das muss sich ändern. Voher erzählen die uns alle viel, aber danach plötzlich gar nichts mehr.

Gravatar: Beate Stolz

Das gehört unbeingt verboten. Abgeordnete sollten nur nach Anwesenheit bezahlt werden! Keine Anwesenheit - keine Diäten!

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