Die bewusst verschwiegene Christenverfolgung

Es gab einen verabscheuungswürdigen Anschlag auf Muslime und weltweit zeigt man sich tief betroffen. Das ist gut und richtig. Verschwiegen aber werden die zahlreichen Anschläge auf Christen, die sich zeitgleich ereignen. Und das ist fatal. Der folgende Bericht von Open Doors aus Äthiopien soll diese Mauer des Verschweigens zu durchbrechen helfen:

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22. März 2019 Äthiopien: Massive Ausschreitungen gegen Christen

Aufruf zu Gewalt stößt auf offene Ohren / Örtliche Polizisten lassen Angreifer gewähren

(Open Doors, Kelkheim) – In Alaba, circa 220 Kilometer südlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, ist es am 9. und 10. Februar zu massiven Ausschreitungen gegen Christen gekommen. Ein Mob von Muslimen beschädigte dabei 13 Kirchengebäude schwer, 26 Christen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Auslöser der Übergriffe war nach Angaben lokaler Quellen der Aufruf eines Imams zur Gewalt gegen Christen. Wenige Tage nach dem Vorfall besuchten Mitarbeiter von Open Doors die Christen und machten sich ein Bild von der Situation.
 
„Alaba gehört dem Islam“
Der Angriff begann am Samstag, den 9. Februar, gegen 10 Uhr, als sich eine große Gruppe von Muslimen in Alaba versammelte. Als Waffen trugen sie Stöcke, Steine und Brandbeschleuniger bei sich. Zeugen gaben an, die Menge habe „Allahu Akubar“ (Allah ist größer) und „Alaba gehört dem Islam“ gerufen. Der Mob zog von Kirche zu Kirche und zerstörte Gebäude und Einrichtungsgegenstände. 26 Christen, darunter vier Gemeindearbeiter, wurden bei dem Versuch verletzt, ihre Kirchengebäude zu schützen. Sie mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Angreifer beschädigten oder zerstörten 13 Gebäude, 14 Motorräder und eine unbekannte Anzahl von Fahrrädern verschiedener Gemeinden sowie Bibeln und Möbel.
 
„Fake News“ als Auslöser, Polizisten in der Beobachterrolle
Quellen erklärten gegenüber Open Doors, der Angriff sei durch den Aufruf eines islamischen Predigers ausgelöst worden. Er habe am vorausgegangenen Freitag (8. Februar) die Muslime dazu angestachelt, örtliche Christen anzugreifen. Dabei habe er auf kursierende Berichte verwiesen, denen zufolge Christen in einer nahegelegenen Stadt eine Moschee niedergebrannt und einen Imam ermordet hätten. Die Berichte erwiesen sich später als gegenstandslos. Nach Einschätzung der Christen in Alaba dienten diese Gerüchte jedoch nur als Vorwand für den Angriff. Der eigentliche Grund sei die wachsende Wut über ihr Engagement bei der Verbreitung des Evangeliums in Alaba. Die Einwohner der Stadt sind zum größten Teil Muslime.
Besonders schockiert äußerten sich die Christen aus Alaba über die Untätigkeit der örtlichen Polizei. Zeugenaussagen zufolge hätten Polizeibeamte „einfach herumgestanden“ und das Chaos drei Stunden lang beobachtet. Erst als Beamte der Bundespolizei aus Awasa und Wolayita Sodo eintrafen, stellten diese die Ordnung wieder her. Nach dem Vorfall verhaftete die Bundespolizei über 100 Verdächtige. Unter ihnen waren auch die Polizeikommandanten der Stadt und des Distrikts, möglicherweise weil sie die Angriffe nicht unterbunden hatten. Alle sind inzwischen wieder auf freiem Fuß.
 
Besuch vor Ort: Tränen und eine lebendige Hoffnung
Wenige Tage nach dem Vorfall trafen Mitarbeiter von Open Doors in Alaba ein und riefen alle örtlichen Kirchenleiter zusammen, um ihre Berichte zu hören und sie zu ermutigen. Ein Mitarbeiter berichtet: „Nach dem Treffen besuchten wir alle von den Angriffen betroffenen Kirchen und einige der verwundeten Christen. Wir sahen mit eigenen Augen die Schäden an den Kirchen und die Überreste der zerstörten Motorräder und Fahrräder. Viele Gläubige und Leiter standen da und weinten.“
Doch der Mitarbeiter traf auch Christen voller Glauben und Hoffnung: „Ein Kirchenführer sagte uns: ‚Vor dem Angriff hatten wir keine starke Einheit, aber dieser Vorfall hat uns zusammengeführt.‘ Ein anderer verletzter Evangelist sagte: ‚Ich danke Gott für diesen Vorfall. Wir haben das wahre Leben Jesu und der Apostel geteilt.‘ Die Kirchenführer dankten uns für unsere Anwesenheit und sagten: ‚Wir alle haben Angst und Entmutigung erlebt. Eure Anwesenheit hilft uns mehr als jede andere Unterstützung, die Angst zu überwinden.“ Open Doors stellt unter anderem medizinische Hilfe für die Betroffenen bereit.
Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex von Open Doors steht Äthiopien auf Platz 28 unter den Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hartwig

Seit mittlerweile über 10 Jahren verfolge ich das brutale und hinterhältige Thema: Christenverfolgung.

Seitdem ist es nur noch schlimmer geworden. Man benötigt Nerven aus Stahlseilen.

Die tödliche Gleichgültigkeit der Menschen hierzulande, die sich auf dem Laufsteg für aufgeklärt geben, und allwissend, steht in einem schockierenden Kontrast zur mörderischen Realität.

Böse ist es, Böses zu tun und Gutes zu unterlassen. Das steht nur in der Bibel. Eine vollkommene und logische Definition.

Am Größten ist die Enttäuschung über die Verräter in den eigenen Reihen. Aber das kann ich sehr gut erklären.

Gravatar: Thomas Rießler

Auf diese geheuchelte Anteilnahme der Humanisten mit ihren Menschenrechten können wir gerne verzichten. Religionsfreiheit ist eine Illusion. Früher haben sie bei den Juden weggeschaut, heute bei den Christen. Sie sieben die Mücke aus und verschlucken das Kamel. Damit machen sie nur das Maß ihrer Väter voll.

Gravatar: H.M.

Es passieren viele Verbrechen in der Welt. Keines davon sollte man gutheißen oder auch nur mit heimlicher Schadenfreude bedenken.

Aber es gibt tatsächlich passende und weniger passende Verbrechen, je nachdem, wie gut sie einem gelegen kommen. Für manche ist ein Verbrechen an einem Muslim, Einwanderer oder Nichtweißen ein gefundenes Fressen, um den Hass auf alte weiße christliche Männer anzufachen. Aber wenn es mal die "falschen" trifft, wird das verschwiegen oder umgedeutet.

Martin Lichtmesz beschreibt dieses perfide Spiel als die "Hierarchie der Opfer":

als Buch: Martin Lichtmesz: Die Hierarchie der Opfer (2017) [https://antaios.de/gesamtverzeichnis-antaios/reihe-kaplaken/38119/die-hierarchie-der-opfer]

und auch in Artikeln, wie etwa hier: Susanna Feldman und die Hierarchie der Opfer (2018)
[https://sezession.de/58655/susanna-feldman-und-die-hierarchie-der-opfer]

(Noch) leben wir hierzulande relativ sicher. Verglichen mit weißen Buren in Südafrika. Oder verglichen mit Christen in islamischen bzw. islamisierten Gegenden. Fragt sich nur, wie lange noch.

Gravatar: Oskar

Millionen Christen werden von Moslems verfolgt.
Die Christen reagieren darauf sehr tolerant und demütig.

Bei all der Verfolgung muss man sich fragen, ist dieses
Ertragen ohne große Gegenwehr richtig? Ist es ein
Beispiel, dem Moslems folgen könnten oder ist es Dummheit?

Jedenfalls ist es verwunderlich, dass bei all den Morden
und Verfolgungen und Schändungen keine größere
Gegenwehr besteht.
Spornt man mit der Duldung diese Moslems nicht noch
zu mehr Verbrechen an?

Gravatar: Wolfram

Peinlich, peinlich !!!

Es beweist die Verquickung mit finsteren, freimaurereischen Geheimlogen-Kreisen (heutiger Tarnname, um die Bevölkerung zu täuschen "Service-Clubs") der Politik und der manipulativen Medien, und leider auch der Justiz, dass ausgerechnet die am meisten weltweit verfolgete Gruppe der Christen kaum Erwähnung in den Medien, in der Politik oder in der Justiz finden.

Denn in diesen finsteren Geheimlogen-Kreisen hat man mit dem Sohn des Allerhöchsten nichts, aber auch rein gar nichts im Sinn - und schon gleich gar nichts mit den Christen, seinen Anhängern, denn Luzifer ist bekanntlich ihr oberster Chef - und das ist bekanntlich der Leibhaftige - nicht wahr ???

Das ist der Hauptgrund, weshalb auch die Verfolgung von Christen weltweit - nicht nur in den Asylheimen - geleugnet, totgeschwiegen oder verharmlost wird.

Und da uns ja Millionen von Christenfeinden und Antisemiten aus dem gewalttätigen Kulturkreis unter dem Halbmond auf die Nase gedrückt werden sollen, wären solche Berichte doch kontraproduktiv für diesen perfiden Plan !!!

Denn wir sollen durch gefakte Aussagen wie "Kultur und Religion des Friedens und der Barmherzigjeit" ja so richtig eingepieselt und eingeschläfert werden (sogar in Kinderbüchern werden diese Taqiyya-Lügen völlig ungehindert verbreitet), damit unser Land - und möglichst auch ganz Westeuropa - bald entchristianisiert werden können und es auch für Juden keinen Platz mehr hier gibt - nicht wahr ??? Das ist doch der perfide teuflische Plan von "Relocation und Resettlement" = Umsiedlung Millionen Afrikaner und Araber und von der perversen Rassenmischung !!!

Die bestialische Verfolgung von Christen gibt es eben nicht nur in Athiopien, im Sudan oder in Ägypten und im Sudan, sondern in fast allen arabischen, afrikanischen bzw. muslimischen Ländern. Hunderte von Millionen sind über die Jahrhunderte schon niedergemetzelt worden.

Denkmähler ? Gedenkstätten ? - absolute Fehlanzeige !!!

Deshalb diesen tagelange riesige Geschrei von Medien und Politik zum gewisss bedauerlichen u. sinnlosen Attentat auf 50 Muslime in Neuseeland - und das kollektive Stillleschweigen zu den permantenten Christenverfolgungen weltweit !!!

Vertuschende, die Bevölkerung täuschende Medienlandschaft und Politiksippe !!!

Einfach nur unwahr, ungerecht und abturnend widerlich !!!

Gravatar: germanix

Merkel sollte man mit dem seeuntauglichen Segelschulschiff Gorch Fock nach Äthiopien verschiffen ***********
Diese Frau macht sich mitschuldig für die zügellose Nichtbeachtung der weltweiten Christenverfolgungen!

Sie hat vom Wähler den Auftrag, u.a. Missstände jeglicher Art zu benennen, anzuprangern und zu verhindern - das tut sie nur einseitig - sie unterstützt die Islamisierung Deutschlands und Europas!

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Gravatar: LS

Ich denke nicht, daß wir mit dem Aufrechnen weiter kommen. Das geht nun sei 20 Jahren so und geändert hat sich nichts. Das kommt, weil die herrschende Macht die Vorfälle billigend in Kauf nimmt.
Tyranneien heißen ja nicht Tyranei, weil sie so offen für Tatsachen sind und Kritik als Wohlfahrt empfinden.

Gravatar: Ursula Schneider

Der normale Bürger könnte nur in sozialen Netzwerken auf das Schicksal der verfolgten Christen aufmerksam machen. Ansonsten sollte man diese Luegenmedien nicht mehr kaufen oder bestellen. Nur Kirchenzeitung schreiben noch die Wahrheit. DIE sollte man stattdessen abonnieren und somit unterstützen.

Gravatar: Hans

Stell Dir vor es ist Krieg und fast niemand merkt es.
Die weltweite Christenverfolgung ist Krieg gegen Christen!
Was macht der Papst dagegen? Er ist für niederreißen aller Grenzen. Baut er demnächst auch die Grenze zwischen Himmel und Hölle ab, die laut Bibel unüberwindlich ist?

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