Die AfD auf neuem Kurs?

Auf welchem ist sie denn bisher? – Es ist der konservativ-liberale, also der alte und ursprüngliche in ihrem Grundsatzprogramm von 2016 – Jörg Meuthen vertritt ihn – Beschlossen hat dieses Programm die Parteibasis, nicht die Parteiführung – Gültig ist es nach wie vor – Ihm verpflichtet ist auch die „Höcke-Truppe“

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In den Medien des politischen Hauptstroms ist die AfD das, wozu auf früheren Jahrmärkten das Spielgerät „Hau den Lukas“ diente. Belohnt wurde, wer gegen Groschen-Entgelt mit dem Hammer den kräftigsten Schlag zu führen vermochte. Männliche Wesen konnten dort ihre Stärke vorführen und Kraft abreagieren. Heutzutage gibt es dieses Abreagier-Gerät nicht mehr, aber geistigen Ersatz. Ähnlich wie damals am Lukas, wenn auch nur sinnbildlich, toben sich jene Medien an der AfD aus. Überlicherweise ist auch die FAZ dabei. Jüngst aber war auch eine Ausnahme zu besichtigen.*)

Ihr politischer Leitartikel „AfD am Wendepunkt?“ befasste sich noch einmal mit der Rede von Jörg Meuthen auf dem AfD-Bundesparteitag in Kalkar und ordnete ihren Zweck zutreffend ein. Dabei lässt sie – neben den herkömmlichen verbalen Abfälligkeiten wie „Populisten“, „Corona-Leugner“, „Anhänger von Verschwörungsgespinsten“ – unausgesprochen erkennen,  dass sie dessen „Schock-Rede“ und „Appell an die Disziplin“ für zweckdienlich und notwendig hält.  Bitte hier weiterlesen

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Unmensch

In einem linksorientierten Umfeld - das mittlerweile umfassend ist - gibt es keinen vertretbaren Kurs. Denn entweder er entspricht der Basis, dann schlägt das Umfeld zu. Oder er entspricht dem Umfeld, dann geht die Basis weg.

Gravatar: Wolf Köbele

gernanix bringt es auf den Punkt! Ein Parteivorsitzender, der es sich bei geringstem Arbeitsaufwand in Brüssel gutgehen läßt, kann die Opposition in Deutschland nicht glaubwürdig und erst recht nicht erfolgversprechend (effizient) führen.

Gravatar: Werner Kurz

Ich lehne die Anbiederungspolitik sprich Anlehnung an die CDU ab ,des weiteren spielt das Wort Patrioten im Wortschatz von Herrn Meuthen keine Rolle mehr, das Ziel der etablierten Parteien ist die Auflösung der AfD, so nehme ich die Aktionen der anderen Parteien wahr.
MfG.
Werner Kurz

Gravatar: karlheinz gampe

@ lutz

Ist es nicht so, dass heutzutage staatliche oder halbstaatliche Betriebe dazu dienen Familienmitglieder, Verwandte, Freunde oder Parteigenossen finanziell mit fast leistungslosen Pöstchen zu versorgen. Der Bürger muss mit Steuern oder höheren Preisen für die Kriminellen aus den Altparteien aufkommen. Rotgrüne Vettern- und Klientelwirtschaft also roter Filz hat die BRD unter der roten CDU Herrschaft wie rotgrüner Mehltau überzogen. BRD ist kriminelle Filzokratie. Viele Kriminelle sitzen im Bundestag. Darüber könnte einmal ein Artikel geschrieben werden Ämterpatronage usw, Die Schwarzgeld Schäubles, der Albrecht von der Leyen Klan usw.

Gravatar: Ketzerlehrling

Hatte die AfD denn bisher einen Kurs?

Gravatar: Walter

Der Parteivorsitzende der AFD will aus dieser vermutlich eine Art zweite CDU machen, um sie möglicherweise für die CDU koalitionsfähig zu machen.
Dies hatte Schröder schon mit der SPD versucht. Und was ist daraus geworden?
Die SPD wurde zum Steigbügelhalter der Merkel - CDU.
Meuthen versucht alle kritischen Stimmen in der AFD verstummen zu lassen oder aus der Partei hinaus zu drängen, welche nicht zu seinem Plan passen.
Eine Partei mit vielen Vereinen in der Partei auf die man Rücksicht nehmen muss, wird irgendwann zu einem zahnlosen Tiger und nicht zu einer streitbaren Oppositionspartei. Wer braucht dann diese Partei noch, wenn sie dann für die CDU nur noch als Ersatz für die SPD dient?

Gravatar: lutz

Meuthen hat zuerst einmal vollkommen Recht, wenn er Disziplin einfordert. Die Mitglieder der Partei müssen also auch dieses und jenes kommentarlos schlucken, wie Heinrich Heine sagte, ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht zu allem eine Bemerkung.

Die Partei ist eine gesetzte Partei und keine Jugendbewegung. Deshalb sollte sie genau aus ihrem Erfahrungsschatz schöpfen und nicht aus jugendlichem Eifer.

Sie sollte sich auch mal die Zeit nehmen, und die Begrifflichkeiten hinterfragen, mit welchen die Kritik präventiv arttackiert wird, damit sie an passender Stelle die richtige Antwort findet, Verschwörungstheorie zum Beispiel kommt aus der Kriminalarbeit. Der Kommissar untersucht den Tatort, um den Tathergang zu rekonstruieren und mit den Indizien und Beweisen eine Theorie zu konstruieren, die ihn zum Täter führt. Genauso geht der Wissenschaftler vor, der eine Hypothese aufstellt, um ein beobachtetes Phänomen ins große Ganze einzuordnen. Gute Hypothesen haben auch eine gute Vorhersagekraft, während schlechte Hypothesen an der Vorhersage scheitern.

Dann wäre logisch, daß die AfD dafür plädiert, Strukturen, die alle benützen wie z.B. die Bahn, die Post, die Energiewirtschaft und Krankenhäuser wieder zu verstaatlichen und dieDeregulierung der Börse unter Rotgrün rückgängig zu machen ! Das Grundgesetz steht genau in der Mitte zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Es sichert aber anders als der Sozialismus einen Rahmen für Privatwirtschaft und Eigentum zu und sorgt auch dafür, daß sich die die Industrie nicht zum Staat im Staate entwickeln kann.
Der Vorteil in der Verstaatlichung gewisser Strukturen liegt darin, daß der Staat keine Gewinne machen darf! Die Betriebskosten für Unternehmer und Bürger würden gesenkt!

Konrad Andenauer hat etwas getan, das man eigentlich von den Linken erwartet hätte. Er hat die Körperschaftssteuer (Spekulationssteuer) eingeführt und den Spitzensteuersatz ab 250.000 Euro (Jahresgehalt) auf 96% festgelegt.
Das war die Grundlage des Wirtschaftswunders und nicht Ludwig Erhard. So konnte sich der Wohlstand auf alle Schichten verbreitern!

Zudem liegt der Vorteil in einem starken Staat, der Kartellbildung und Pharmamafia mit seiner Wirtschaftsmacht viel besser kontrollieren kann!

AfD und Konrad Adenauer, das paßt gut zusammen und weckte positive Erinnerungen!

Zurückschauen heißt nach vorne blicken!

Gravatar: Hans-Peter Klein

Wie definieren Sie eigentlich "konservativ" ?

Nach meinem Verständnis umfasst die Zuschreibung konservativ einen dermaßen breiten Sektor, dass die gegenübetrliegenden Enden kaum noch viel miteinander zu tun haben.

Konservativ einerseits im Sinne kleinbürgerlicher Besitzstandswahrung, prinzipielles kleben an der Vergangenheit, betonschädeliges Beharren auf einer Sichtweise, usw. .
In der großbürgerlicgen Ausprägung beinhaltet konservativ auch das Streben nach Macht, Gier und Anhäufung von Geld und Besitz.

Auf der anderen Seite beinhaltet konservativ auch das was ich unter "wertkonservativ" verstehe, mit seinem ihm eigenen Sinn für Qualität, Tiefe gepaart mit Ideenreichtum, Kreativität und dem tief verwurzelten Gefühl der Verbundenheit zur eigenen Herkunft, Kultur, Nation, usw. Die veredelte Ausprägung einer zeitlosen Moderne.

Unter den Vorkämpfern für Ökologie, ab etwa Mitte der '70er, waren viele Wertkonservative darunter, die ihren Einsatz für ökologische Belange auch als Einsatz für ihr Vaterland, ihren Kontinent, die Erde als Ganzes verstanden, wertkonservativ auch im Sinne eines ganzheitlichen Denkansatzes (Vorsicht: Reizwort für altbacken Konservative).

Die Werkonservativen sind unter den Grünen erst in die Minderheit, dann in die Belanglosigkeit abgedrängt worden, zugunsten einer links-sozialistischen Ökodikatatur, besserwisserisch und intolerant.

Es ist und bleibt mir ein Rätsel, warum sich in vermeintlich konservativ-liberalen Kreisen keiner mit dieser wertkonservativen Ausprägung auseinandersetzt.
Weg sind wir ja nicht, und an Selbstbewusstsein mangelt es auch nicht, es ist der Zeitgeist der entweder stark links-grün oder altbacken alt-konservativ daher kommt.

Beides für Wertkonservative keine attraktive Option.

MfG, HPK
P.S.: Jetzt gehts zur Schneewanderung in die freie Natur.

Gravatar: Gerhard Fenner

Es wäre sehr Interessant, wieviel die AfD aus dem folgenden Parteiprogrogramm abgeschrieben hat!

Die SVP kämpft gegen die ungebremste Zuwanderung

Der Schweiz geht es heute insgesamt gut. Dies kann sich schnell ändern, zumal sich eine Schwächung der Wirtschaft abzeichnet. Dessen ungeachtet verabschiedete die Linke unlängst in ihrem Wirtschaftsprogramm Forderungen wie eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn, sechs Wochen Ferien für alle, eine Elternzeit von mindestens 38 Wochen und andere wirtschaftsfeindliche Forderungen. Bezahlen will die SP mit einem tiefen Griff ins Portemonnaie der Steuerzahlerinnen und –zahler. „Bluten müsste einmal mehr der hart arbeitende Mittelstand“, sagt Parteipräsident Albert Rösti.

Die SVP wehrt sich vehement dagegen. Und auch dagegen, dass Arbeitsplätze verloren gehen, weil die Arbeit in der Schweiz noch teurer wird. Weil die Arbeitsplatzsicherheit auch durch die Folgen des geplanten institutionellen Abkommens und der Personenfreizügigkeit bedroht ist, kämpft die SVP nach wie vor für eine eigenständige Steuerung der Zuwanderung. Nur dies bedeutete ein zuverlässiger Schutz für ältere Arbeitnehmende.

Die SVP bekämpft höhere Benzinpreise und Bildungsexperimente

Das neue Parteiprogramm zeigt zudem, dass die SVP als einzige Partei den Mut hat, auch heisse politische Eisen anzupacken. So setzt sich nur die SVP konsequent für die Autofahrerinnen und Autofahrer ein indem sie den Bussenterror, höhere Benzinpreise und jegliche Quersubventionierung des öffentlichen Verkehrs durch die Strassenbenutzer bekämpft. Die SVP engagiert sich auch für eine starke Volksschule und bekämpft weltfremde Bildungsexperimente wie die Lernmethode «Schreiben nach Gehör».

Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf die SVP verlassen

Die SVP spricht in ihrem neuen Parteiprogramm aus, was viele Schweizerinnen und Schweizer denken: Die Schweiz muss ihre Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Standortvorteile stärken, um den Erpressungsversuchen aus Brüssel die Wirkung zu entziehen. Die SVP übernimmt in jeder Hinsicht Verantwortung für die Schweiz, unsere Heimat – und dies nicht nur in den Zentren, sondern vor allem auch in den Randregionen. «Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf uns verlassen – wir setzen uns mit aller Kraft für eine freie und sichere Schweiz ein», sagt Programmchef Peter Keller.

Gravatar: germanix

Deutschlandfunk Zitat:

Meuthen: "Die Rede von Trump im Vorfeld der Krawalle sei unentschuldbar!
Es sei unverkennbar, dass Trump die Menschen zu Gewalt angestachelt habe, so Jörg Meuthen.

Er sei offenbar ein extrem schlechter Verlierer. Mit seinem Verhalten in den vergangene Wochen habe er sich nachträglich diskreditiert."

Wann wird Meuthen endlich das Maul gestopft? Soviel Schwachsinn immer und immer wieder, ist unerträglich!

Die AfD mit Meuthen ist dem Untergang geweiht, weil solche Dumpfbacken führen diese Partei geradewegs in das Altparteien-Gesabbel-Nest!

Dieser Schwachkopf will sich mit den Altparteien profilieren und der kommunistischen Idee EINE WELT-REGIERUNG, das Händchen halten.

Meuthen MUSS WEG!

Gravatar: karlheinz gampe

Ich alte nicht viel von Meuthen, einem Antidemokraten der andere ausschließt, der sollte selbst ausgeschlossen werden. Ist Meuthen ein Merkel Uboot, das Streit in die AfD bringt. Divide et impera ?

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