Deutschland macht dem Kleingeld den Garaus

Der bargeldlose Verkehr ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Selbst für karitative Zwecke will man bei der Supermarktkette REWE kein Kleingeld mehr annehmen.

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Soeben komme ich von meiner allsamstäglichen Einkaufsrunde zurück. Heute stand neben diversen kleineren Geschäften auch der Besuch bei einer Filiale der Supermarktkette REWE auf dem Plan. Für meine größeren Einkäufe wechsele ich die Discounter durch.

Am Kassenbereich sah ich eine Aktion, die mir auf den ersten Blick gefiel: für fünf Euro konnte man eine Warentüte zusammenstellen, die dann der örtlichen Tafel übergeben wird. Weil hier bei uns die Tafel ein eigenständiger Verein und somit unabhängig von kirchlichen oder anderen Institutionen ist, erschien mir das durchaus als eine gute Idee.

Ich sammele das ganze Jahr über die kleinen Münzen (1 Cent bis 50 Cent) in einer großen Flasche. Im Laufe eines Jahres kommen da meist so um die 70 bis 80 Euro zusammen. Letztes Jahr rief ich bei der Tafel an, die extra jemanden zu mir sandte, um das Geld abzuholen. Mit diesen Warentüten wäre den Bedürftigen aber mindestens im gleichen Maße geholfen, dachte ich, und fragte in dem Markt nach, ob ich mein Kleingeld vor Ort gegen die entsprechende Anzahl an diesen Warentüten eintauschen könne.

Dem fragenden Gesichtsausdruck meiner Gesprächspartnerin war zu entnehmen, dass sich offenbar noch niemand mit einem solchen Ansinnen gemeldet hatte. Als es dann bei der Dame endlich "Klick" gemacht und sie letztlich verstanden hatte, worauf ich hinaus wollte, lehnte sie mein Ansinnen rundweg ab. Ich könne gerne so viele Warentüten ordern wie ich will; aber mit Kleingeld könne ich die in jenem Markt nicht bezahlen.

Weil dieser REWE-Markt die Annahme von Kleingeld verweigert, werden zumindest von mir keine Warentüten dort gekauft werden. Und weil man sich dort weigert, Kleingeld anzunehmen, werde ich dort überhaupt nicht mehr einkaufen. Denn auch Kleingeld ist Geld.

Keine Münze ist illegal - es sei denn, sie ist eine Falschprägung!

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Old Shatterhand

Hallo Herr Dinnebin,
das haben Sie gut gemacht und genau so halte ich das auch. Wenn diese opportunistischen Duckmäuserläden kein Bargeld mehr annehmen, egal ob von 1 Cent bis 100 Euronen, machen die mit mir keine Geschäfte mehr, denn ander Mütter haben auch schöne Töchter. Immer noch ist das Bargeld das einzige gültige Zahungsmittel und muss daher angenommen werden. Solange unsere Bananenrepublik kein Gesetz dagegen aufgestellt haben und auch dann würde ich mich noch weigern, bargeldlos zu bezahlen, kann man diese Bargeldverweigerer sogar anzeigen und genau das würde ich auch tun. Wenn viele Menschen solche Geschäfte total boykottieren würden, müssten die Ihre Verkaufsstrategie wieder radikal ändern, DENN NUR BARES ist WAHRES!!! Ich liebe es ausgemachten boshaften Idioten Sand ins Getriebe zu streuen, das knirscht so schön wenn die sich ärgern.

Gravatar: Stefan Bahr

Ich bin ja ein großer Anhänger von Bargeld uns sehe auch die Gefährten, die mit der Abschaffung von Bargeld einhergehen. Nämlich die totale Kontrolle des Staates und der Banken über unser Geld und somit über unser Leben. Aber mal ehrlich, mit einem Schuhkarton voller „Pfennige“ einkaufen zu gehen finde ich eine saublöde Idee, mal gelinde gesagt. Und zu den Tafeln, die gehören sowieso abgeschafft, sie ist eine Schande für Deutschland.

Gravatar: K. Renz

Viel schlimmer ist die Plakatkampagne von REWE:
"Die Welt wie wir sie sehen.
Wir sagen ja zu Vielfalt und Toleranz!"
Eine Weltkarte die aus bunten Smarties besteht.

Was erinnert an den Vortrag von Roy Beck: https://www.youtube.com/watch?v=YsRQNu9Jg7k

Es gibt jetzt auch einen Penny in der Nähe. Dorthin werde ich wechseln. Bis der auch anfängt mit dem Scheiß.

Gravatar: lector

Wehret den Anfängen, sehr richtig!

Wenn man effektiv eine Kampagne zur Erhaltung des Bargelds führen will, sollten solche Beispiele - natürlich sauber dokumentiert und bewiesen - zum Anlass genommen werden, einzelne Märkte, aber - noch wichtiger! - ganze Handelsketten zu boykottieren bzw. möglichst öffentlichkeitswirksam SYSTEMATISCH zu MEIDEN.

Solange das nur Einzelne tun und unsystematisch, wird es für die Märkte weder als organisiert erkennbar noch kann es eine Wirkung zeitigen.

JETZT, am ANFANG der Bargeldabschaffung, muss gehandelt werden - und wer wäre dafür prädestinierter als die Deutschen, die doch angeblich so bargeldfixiert sind unter den Völkern?
Ob sie wenigstens so etwas Faschismus-Unverdächtiges durchzuziehen in der Lage sein werden?
Darf ja später durchaus noch mehr Widerstand draus werden.

Es muss freilich ORGANISIERT werden, und dazu müsste eine der bestehenden Bargeld-Initiativen das Heft in die Hand nehmen, um eine Vernetzung mit anderen Organisationen zu schaffen.

Wer beginnt?

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Es gehört mittlerweile zu den permanenten Erkenntnissen ,an der verbliebenen ,von einer einsamen Kassiererin besetzen Kasse meines Famila Marktes , meine Wahren zu bezahlen . Wogegen sich an diesen elektronischen ,, Selbstzahlkassen" permanenter Andrang bildet , an welchem auch die sehr unterschiedliche soziale und gesellschaftliche Stellung der Käufer erkennen lässt ! Gruselig wie dieser Herdentrieb verselbstständigt ! Die Schafe sind selber die Ursache für diese Endwicklung !! Siekaufen im Katalog , schaffen die Arbeitsplätze selber ab und weiden sich schwadronierend höchsten noch zur Leichenflederei bei den Geschäftsauflösungen !! Es ändert sich wohl erst wenn ALLES in Scherben fällt ! Langsam denke ich , es kommt wie es kommen muß !!!!!

Gravatar: die Vernunft

So begann es auch in Schweden. Auch die Schweden liebten ihr Bargeld.

Wer das ersteinmal erkannt hat, verzichtet im öffentlichen Handel auf das bargeldlose Zahlen, mal ganz abgesehen, von den Gefahren. Kein Handy darf zum Zahlungsmittel werden, man könnte es klauen oder knacken. Außerdem ist das Android- Betriebssystem eine Einladung zur Spionage, denn jede App erwartet diese Rechte, oder sie funktioniert nicht! Kein normaler Mensch weiß, was Handys in die Welt hinausfunken!
Nieder mit Rewe! Sie machen sich zum Werkzeug für die Globalisten!

Gravatar: Tom der Erste

Prinzipiell mißtraue ich solchen Bettelveranstaltungen , dann lieber mit Kumpels einen Plan machen und die Nachbarschaft erfreuen, natürlich so, daß jeder was bekommt und nicht eine Person alle Geschenke ; - )

Gerade die großen Marktketten haben tagtäglich genug Lebensmittel übrig die am nächsten Morgen im Müll landen, weil angeblich die Haltbarkeit abgelaufen ist. Die könnte man das ganze Jahr über billig oder kostenlos anbieten.

Komisch, daß die immer nur zu Weihnachten ihre Gefühle für Mitmenschen entdecken. Diese Heuchelei ist mir zuwider.

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Ich bitte meine Ungeduld zu endschuldige, aber mir brennt die Seele!!!

Gravatar: Jan Hammetr

Ich bin kein grosser Fan von Bargeld und erst recht nicht von Kleingeld. Und ich würde mir wünschen wenn wir in Deutschland unsere Phobie gegen alles andere als Bargeld endlich ablegen würden. Aber damit ist wohl in den nächsten 20 Jahren nicht zu rechnen. Und das mit dem Kleingeld in den Märkten ist so eine sache. Es sind dann die gkeichen Leute die sich darüber aufregen das es nicht schneller an der Kasse geht wie die,die Ihr Kleingeld los werden wollen. Es gibt in sehr vielen Banken Kleingeldautomaten wo man das Geld los werden kann mit wenig aufwand. Klappe auf Klappe zu und wie von Geisterhand ist das Geld auf dem Konto. Dann mit der Kreditkarte (die man dort zu glück benutzen kann) zum REWE und bezahlen. Das Leben könnte so Easy sein wenn man nicht vor allem neuen Angst hat.

Gravatar: Hannes

Bei REWE Kauf ich sowieso nix ein, die verkaufen halal Geschlachtetes.

Halal schlachten ist wiederwärtigste Tierquälerei und sowas unterstütze ich nicht!

Gravatar: Isikat

Nun ja - ich denke, dass es nicht so ist, dass Rewe grundsätzlich Kleingeld verweigert, solange das in einem angemessenen Maß herausgegeben wird. Aber eine Flasche voller Kleingeld mit Centstücken würde ja allein zum Zählen Stunden erfordern, da kann ich die Weigerung sehr gut nachvollziehen. Es gibt an manchen Tankstellen Geldautomaten, die Geldmünzen im Nu zählen und in die man große Mengen auf einmal einfüllen kann. So hätte ich es gemacht - dort erst mit dem Kleingeld tanken und später im Supermarkt die Tüten "normal" bezahlen. Es kann keinem Einzelhandelsgeschäft, das keinen solchen Kleingeldautomaten besitzt, zugemutet werden, diese irre Menge an Kleingeld zu zählen, um dann an den Tüten vielleicht 2 Euro zu verdienen. Das würde jeder andere Makt auch so handhaben.

Gravatar: Freigeist

Für täglich kleine Summen wie Brötchen beim Bäcker (Handwerksbetrieb) nutze ich die Karte, die man nur noch auf den Automaten legen muss. Bis 25 Euro einmal am Tag, darf man das machen ohne die lästige Pin eingeben zu müssen. Das finde ich gut. Andere Beträge, wie Jeans kaufen, bezahle ich per Bargeld, weil ich das Bargeld erhalten will. Aber Kleingeldzahlungen mit dem vielen Kleingeld sind doch nur lästig und die Handel hat jede Menge Arbeit mit dem Kleingeld.

Gravatar: harald44

Ähnliches erlebte ich vor Jahren bei der SPARKASSE, die einen Geldzählautomaten in ihrem Kassiererhäuschen stehen hat. Ich wollte eine bunt gemischte Menge von Münzgeld und kleinen Scheinen mir in Großgeld wechseln lassen, also in einige Fünfziger und Hunderter. Das Wechseln wurde auch durchgeführt und der Geldzählautomat zeigte in Nullkommanix den Endbetrag an, der mir auch ausgehändigt wurde - allerdings zu einem Kostenbeitrag von 3.- EURO!
Das nächstemal ging ich zur POST, die machte das umsonst,obwohl sie damals keinen Geldzählautomaten hatte, und die SPARKASSE betrat ich niemals wieder.

Und nun noch dieses zur Bargeldabschaffung: Ist es erst einmal abgeschafft, dann wird es nach dem Willen der Geldmächtigen und ihrer korrupten und nicht wirtschaftenkönnenden Politiker aller Couleur NIEMALS wieder eingeführt werden, denn nur so kann die stets klamme Politik angeblich zu zahlende Steuern nach Herzenslust vom Konto des angeblichen Steuerschuldners abgebucht werden. Einspruch dagegen: Zwecklos!

Gravatar: germanix

Wer gegen Bargeld ist, ist für die Offenlegung aller Bewegungsmuster der Menschen, für die Totalüberwachung und für Chips, die den späteren Generationen eingepflanzt werden! Ratten können heute schon mit eingepflanztem Chip per Fernbedienung so gesteuert werden, dass sie ins Verderben rennen. Neulich war ich bei der Sparkasse und wollte einen 100 Euro-Schein in kleinere Scheine umtauschen lassen - das wurde abgelehnt. Ein paar Tage später habe ich mir 1.700 Euro auszahlen lassen, mein Wunsch war, 200 Euro-Scheine. Hatten sie nicht - auch keine 500 und auch keine 100 Euro-Scheine. Es wäre nur in 50 Euro-Scheinen möglich! Die Sparkassen sind durchwirkt mit Politikern, die in den Aufsichtsgremien der Sparkassenverbände hocken und Sitzungsgeld abgreifen. Und das sagt alles - es ist politisch gewollt, den Bürger zu gängeln und umzuerziehen. Scheinbar hat das schon bei einigen gewirkt, wie ich an den Kommentaren feststellen kann!

Gravatar: Vetterli

Wenn ich auf meinem Schreibtisch Bargeld liegen habe, 6 oder zehn EURO, dann bin ich in der Lage zu kalkulieren, ob, und was ich heute, und vielleicht noch morgen kaufen kann/muss.

Später zu Hause sehe ich, was ich noch habe, und kann, wenn noch Geld auf dem Konto ist, weiter kalkulieren. Das wird mir aber immer schwerer gemacht, da beim Bezahlen, vom Personal, bei REWE, richtig Druck gemacht wird. Die Ware wird so durch geschleust, das ein Kassen-Geschwindigkeitsrekord, wahrscheinlich wird.

Wer nun mit Bargeld zahlen will, der benötigt die gleiche oder mehr Zeit, für den Bezahlvorgang, wie die KassiereIn, beim Einscannen.

Das erzeugt wieder Unwillen und Nervosität bei den anderen Kunden, die hinter einem stehen.

Ein Kassierer, in einem REWE- Getränkemarkt, sagte mir, ob's nicht schneller geht, die anderen Kunden warten schon. Einer, war es, der wartete, dem dies aber nichts ausmachte, er schaute noch herum.

Ich möchte und muß bar bezahlen, da ich knapp kalkulieren muss. Bezahlvorgänge mit Karte, und dann auch noch mehrere, an einem Tag, sind eine Katastrophe, da das Ergebnis, nicht vor dem abholen, des Auszugs, zur Verfügung steht.

Meine Banksachen, mache ich nicht über den PC, oder Smartphone, das ich im übrigen auch nicht habe, da mir das alles zu teuer ist.

Im Endeffekt, wird die Arbeit vom Verkaufspersonal, auf den Kunden verlagert. Der dann auch noch die Kosten trägt.

Bei unserer Postbank, kann ich regelmäßig am Wochenende kein Geld abholen, da die Automaten, stets defekt oder leer, oder außer Dienst sind. Ich bin auf die "Feiertage" gespannt, wann mein Einkommen mal wieder gut geschrieben wird.

Gravatar: elisaquer

Tut mir leid, aber manche Bargeldgegner haben nicht realisiert, was die Gefahr ist. Wenn Sie mal etwas gespart haben und unser lieber Abzocker-Staat braucht Geld, dann zieht er von allen Konten z.B. 5% oder 10% ein.
Was wollen Sie dagegen machen? Ins Ausland überweisen? Wenn man ein Konto dort hat. Bargeld bedeutet Freiheit auch vor der Gier des Staates.

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