Warum hörte niemand auf die Kassandra-Rufe von Ludwig Erhard_
Warum hörte niemand auf die Kassandra-Rufe von Ludwig Erhard_
Datum: 23.08.2016, 10:27
Ursprünglich hat es damit angefangen, dass die deutsche Wirtschaft, aber auch die Gewerkschaften, Ende der 50-er Jahre die Anwerbung türkischer Arbeiter forderten, da aus den südeuropäischen Ländern nicht genügend Arbeitswillige für Deutschland zur Verfügung stünden. Nach wenigen Jahren der Mitarbeit türkischer Arbeiter in der deutschen Industrie und im Handwerk wurde die Forderung nach Familiennachzug laut „Ihr wolltet Arbeiter, es kamen aber Menschen…“ Der massenhafte Nachzug von Familienmitgliedern aus der Türkei wurde auch von den damaligen maßgebenden Parteien CDU, SPD und FDP gefordert. Mehr oder weniger allein gelassen stellte sich der damalige Bundeskanzler Ludwig Erhardt dagegen: Im deutschen Fernsehen warnte er davor „…so viele ausländische Menschen in unser Land zu lassen…“
Die negativen Konsequenzen aus dem Nachgeben der o.a. Forderung sehen wir heute klarer und deutlicher denn je: Nur ein kleiner Teil der hier ansässig gewordenen Türken ist säkular geworden. Bezeichnender Weise halten die meisten von ihnen, mit und ohne Doppelpass, Erdogan für den besten türkischen Politiker. Und das nach jahrzehntelangen Bemühungen in den Schulen und andernorts: Sie pflegen nach wie vor ein islamischen Welt- und Menschenbild! Und unsere Politiker halten immer noch ihre Integration für möglich. Ob die Gülen-Anhänger Demokratieträger im Sinne unseres Grundgesetzes sind, dürfte wohl noch zu klären sein. Und die vielen Muslime, die letztes Jahr unter massenhaftem Rechtsbruch seitens der Bundesregierung in unser Land gelassen wurden, sind sicherlich durchgehend als „nicht grundgesetzlich sozialisiert“ einzustufen. Wer sich ein Bild davon machen möchte, dem sei die diesbezügliche Reportage des ZDF empfohlen: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/day1#/beitrag/video/2480124/Ein-Staat---zwei-Welten , auch wenn sie im letzten Jahr bereits gesendet worden ist.
So steht es leider nicht gut um die Zukunft dieses Staates. Die maßgebenden Politiker hier zeichnen sich durch anhaltend partiale Realitätsverweigerung aus, wie einmal mehr die letzte Woche bekannt gewordenen Antwort des Bundesinnenministeriums zu der Anfrage der „Die-Linke“ aufzeigt. Auch die „Berliner Erklärung“ der CDU-Innenminister bleibt hinter den Anforderungen an das notwendige Handeln unseres Rechtsstaats zurück.
Hätte man seinerzeit auf die Warnungen von Ludwig Ehrhardt gehört, wäre uns wohl diese Entwicklung erspart geblieben. Oder?
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