Der kleine Unterschied - zwischen Startgleichheit (Gleichberechtigung) und Zielgleichheit (Gleichstellung)

Berlin ist das erste Bundesland, das sich einen eigenen freien "Frauenkampftag" leistet, auch wenn es pleite ist (danke nochmal, liebe Bayern).

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Ohne Umfragen in der Bevölkerung zu berücksichtigen ( https://www.berliner-zeitung.de/berlin/exklusive-forsa-umfrage-berliner-wollen-lieber-am-reformationstag-frei-haben-31687998 ) führte Berlin also nun ganz kurzfristig den „Internationalen Frauentag“ 2019 als gesetzlichen Feiertag ein.
Da sag doch noch mal einer, in Berlin klappt nix kurzfristig.

Der 8. März war bisher in Angola, Armenien, Aserbaidschan, Burkina Faso, Eritrea, Georgien, Guinea-Bissau, Kasachstan, Kambodscha, Kirgisistan, Kuba, Laos, Madagaskar, Moldau, in der Mongolei, in Nordkorea, Nepal, Russland, Sambia, Tadschikistan, Turkmenistan, Uganda, in der Ukraine, in Usbekistan, Vietnam und Weißrussland ein gesetzlicher Feiertag als „Frauentag“. Soviel zum „International“. 
Ob das den Frauen in diesen Ländern half, oder eher dem Image der Regierungen, das  wissen wir nicht.
In der VR China ist lt. Wikipedia zumindest der Nachmittag für Frauen arbeitsfrei. Ob das dann auch für die Frauen in den "Umerziehungslagern" gilt, wissen wir leider auch nicht.

Da befindet sich der rot-rot-grünen Senat nun also in einer illustren Runde von eher undemokratischen Staaten, was ihn aber keinesfalls zu stören scheint.

Die entscheidende Frage dabei ist aber: Wofür wird am Frauenkampftag denn eigentlich gekämpft, für Startgleichheit (Gleichberechtigung) oder Zielgleichheit (Gleichstellung, also Quote)?
Ja, auch wenn wir formal Gleichberechtigung haben, gibt es in unserem Land inzwischen wieder erhebliche Mängel in der Umsetzung der Gleichberechtigung, nicht nur bei der Gleichstellung (Quote).
Denn wir haben durch ungesteuerte Zuwanderung die Probleme der Dritten Welt als Parallelwelten in unser Land geholt. Warum können wir hier nicht klären.
Aber wie bitte wollen die Frauenkampftags-Feministinnen diese Problemen hier real bekämpfen, wenn schon das Benennen eines spezifisch ethnischen Charakters von Genitalverstümmelung, Vergewaltigungsunkultur, Unterdrückung von Frauenrechten oder das Nachdenken über eine Zuwanderungsbegrenzung von ihnen als „Rassismus“ gebrandmarkt wird?
Was wir statt eines "Tages der Gleichstellung" bräuchten, wäre ein echter "Tag der Gleichberechtigung".
Leider sieht die "Gleichstellungssenatorin" Dilek Kolat das ganz anders: Link: https://www.berlin.de/sen/gpg/service/presse/2019/pressemitteilung.790470.php?fbclid=IwAR28Lx7fm4pO7TOq1muTy5uyMSHd0axl07oMOp1jP5oSERMNIu0LPK1nRJQ .

Von „Gleichstellung“ steht übrigens im Grundgesetz kein Wort.
Das Motto zum 8. März 2019, dem so genannten „Internationalen Frauentag“ in Deutschland lautet trotzdem: „Verfassungsauftrag – Gleichstellung“! (Link: https://www.blick.de/sachsen/internationaler-frauentag-jetzt-zaehlen-taten-artikel10461871 )
Tja, der kleine Unterschied zwischen Gleich-Stellung und - Berechtigung? Wieder und wieder soll durch Wortverwirrung (Gleichberechtigung=Gleichstellung) alles schön vernebelt werden.
Ach ja, Muttertag ist übrigens am 12. Mai, und nein, den haben nicht die Nazis erfunden, sondern die Amis.
Aber es ist wohl trotzdem nicht so Frau Kolats Tag.
Dabei könnte man Mütter in vielen Punkten wirklich „gleichstellen“, da sie oft zurückstecken müssen und als Mütter (aber auch Väter) fraglos gesellschaftlich positiv wirksam sind.
Nur weil man Frau (oder Mann) ist, ist man das noch nicht.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: karlheinz gampe

Wann feiert das rote Berlin eigentlich die Ermordung von Rosa Luxemburg oder dem Karl Liebknecht, ihren roten Genossen, die sie einst ermordet haben oder ihren roten Bluthund, den SPD Noske, der seine rote Genossen abknallen gelassen hat.

Rot ist der Tod !

Gravatar: Karl Brenner

Die Menschen werden an einzelnen Eigenschaften fixiert, um die daraus enstehenden Gruppen dann gegeneinander auszuspielen

SPD, ARD Grüne und Linke spalten die Gesellschaft, um mit zumindest einen Teil noch Wählerstimmen zu bekommen und davon gut leben zu können. Denn sie haben sonst keine Fähigkeiten zu bieten

Gravatar: Andreas Berlin

Kleiner Blick in die Geschichte: in der DDR war der Internationale Frauentag zwar kein freier Arbeitstag, aber dennoch sehr hoch angesiedelt. Am Abend waren Festveranstaltungen und es gab Auszeichnungen für die Frauen. Auch tagsüber, wenn möglich (in Büros z. B.), wurden die Frauen gefeiert. Es gab Kaffee, Kuchen, Sekt und Schnaps. Und am Ende hatten die Männer einen sitzen und die Frauen machten den Abwasch.....
Dennoch: gleichberechtigt waren die Frauen in der DDR deutlich mehr, wie ich nach der Wende beim Arbeiten in (West-)Berlin feststellen musste. Und damals schon gab es die (West-)Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. In der DDR war das zuvor längst durchgesetzt. Und genau diese Forderung wird heute noch genau so formuliert. Obwohl so viele Frauen inzwischen in verantwortlichen Positionen sind und das zum Gesetz erheben könnten. Da beschleicht mich der Verdacht, dass diese Machtweiber gar nichts für die Frauen im Allgemeinen, sondern nur für sich im Besonderen tun möchten!

Gravatar: martin43

die Statistik stimmt ja nicht, wo werden die Schwulen und Lesben eingeordnet? Da wäre noch viel Luft drin um die Gleichberechtigung zu realisieren.

Gravatar: Unmensch

Der kultursensible Umgang mit den vielfältigen Kombinationen von Gender- und Migrations-Hintergründen erfordert Differenzierung. Da darf man nicht so pauschalieren, da sind nicht alle gleich, ähm, natürlich sind immer alle gleich, aber wir müsen doch die Vielfalt der individuellen Lebenseinstellungen respektieren!
(D.h.: wenn's den Kapitalisten schadet, ist es gut.)

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