Das Grinsen der Caren Miosga

Veröffentlicht:

Das Grinsen der Caren Miosga
Datum: 08.07.2009, 13:52

Es kommentiert die verlesenen Nachrichten und dokumentiert damit die zunehmende Neigung des Fernsehens, möglichst alle Fakten für den Zuschauer zu erläutern, weil er für zu dumm gehalten wird, sich auf vorgetragene Nachrichten selbst einen Reim zu machen. Deswegen werden sie entweder explizit kommentiert oder wenigstens implizit durch das Mienenspiel der Sprecherin. Schon Sabine Christiansen und Anne Will waren darin groß und haben es bis zum Exzeß exerziert. Caren Miosga ist aber leider eine gelehrige Schülerin. Solange Bush noch in den Nachrichten vorkam, war er der gängige Auslöser der Grinserei. Seitdem er aus den Nachrichten verschwunden ist, müssen andere herhalten, die dem Fortschrittsverständnis der ARD nicht entsprechen. Man sieht den Papst und einen Sekundenausschnitt aus einer Ansprache - Caren Miosga grinst und suggeriert: „Nicht ernst zu nehmen“.

Das ist mittlerweise gängige Praxis. Aber zulässig ist sie nicht. Wieso werden Millionen von Zuschauern mit der politischen Einstellung von Caren Miosga konfrontiert? Und was berechtigt sie zu ihrem Urteil? Das Grinsen zu den Nachrichten ist überflüssig und anmaßend zugleich.

Wir wollen nüchtern vorgetragene Nachrichten. Wir wollen uns zu den Fakten, die wir sehen und hören, eine eigene Meinung bilden und weder die des Senders noch die des Sprechers aufgedrängt erhalten.

 

 

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.