Das Morden, der Islam und die Busse

Kunstwerke kann man bekanntlich interpretieren. Denn sie sagen uns was. Die Frage ist nur:: Wie interpretiert man sie? Was sagen sie uns?

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Kafka gilt als der Dichter mit der wahrscheinlich größten interpretatorischen Vielfalt. Was wurde in seiner sogenannte Käfergeschichte, »Die Verwandlung«, nicht alles gesehen. Man könnte auch sagen: hineingelesen, hineingedeutet. Dabei gibt es womöglich gar keinen tieferen Sinn. Sie ist wahrscheinlich nicht einmal als das düstere Stück gemeint gewesen, das viele Leser heute noch immer in ihr erkennen. Kafka selber soll beim Vorlesen immer wieder laut Aufgelacht haben. Wer das weiß, hört das Stücke mit anderen Ohren. Jemand wacht am Morgen auf und ist in einen Käfer verwandelt. Er denkt wie ein Handlungsreisender, ist aber nichts weiter als ein auf dem Rücken liegender Käfer. Absurder geht es wohl kaum.

Andere Künstler waren geistig deutlich weniger vieldeutig und schafften Werke, deren Aussage auch noch der letzte Esel versteht, um es mit Johannes Brahms zu sagen. Picasso etwa ist so einer. Sein »Guernica« kennt keine Mehrdeutigkeit. Seine Sage ist platt wie ne Flunder. Ausnahmslos jeder linke Deutschlehrer kann sie verstehen. Und was das Bild sagt, verbreitet er nunmehr und einschläfernd unter die Schüler.

Schostakowitsch hat dagegen in der 7. Sinfonie eine fiese Zweideutigkeit hinterlassen. Den Marsch, der für viele den Siegesmarsch der Roten Armee darstellen soll, kann man auch als Anmarsch der Nazitruppen verstehen. Beide Lesarten passen in die Musik. Wer jetzt diskutiert hat nichts verstanden. Denn dass beide passen ist das, was Schostakowitsch mitteilen will. Mit solcher Subtilität kann man linke Staatsanwälte linken und ihren Mördern entwischen. Der bedeutendste Komponist des letzten Jahrhundert wusste genau, was er schrieb.

Mitunter ist die Sache jedoch noch etwas vertrackter. Da weiß der Künstler selbst nicht, was er sagt. Und genauso ist es mit den drei Bussen, die aus Dresden jetzt nach Berlin kommen sollen. Vor dem Brandenburger Tor ragen sie in den Himmel; zur Freude der Willkommenskultur und der ihr angeschlossenen Hilfsindustrie. Angeblich sollen sie für die Sinnlosigkeit und Unmenschlichkeit des Krieges in Syrien stehen, für überhaupt jeden Krieg in der Welt. Und natürlich ist da der flüchtige Flüchtling.

Tatsächlich sind diese Busse als Warnung gemeint. Nicht vom Künstler - oder doch? - nicht von den Initiatoren. Aber von einer tieferen Wahrheit. Die drei senkrecht aufgestellten Busse, die einstmals islamischen Mördern als Deckung vor Geschossen der Gegenseite gedient haben sollen, warnen vor dem Islam. Sie symbolisieren den moslemischen Mörder, der sich hinter Bussen, Sattelschleppern und Autos versteckt, um mit diesen Fahrzeugen in eine friedliche Menge zu rasen. Die drei Busse schreien Berlin und Deutschland und Europa entgegen: Seht endlich hin, euch droht der Tod durch den Islam. Passt ihr nicht auf, dann gibt es ein böses Erwachen und ungeahnte Zerstörung wird den Kontinent noch einmal erfassen.

Manchmal macht ein Kunstwerk sich eben unabhängig von dem, was der Künstler oder seine Adepten in es hineindeuten wollen. Dann spricht es die Wahrheit. Dann erst ist es groß.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hand Meier

Vom Ästhetischen her kann ich dem angeblichen „Kunstwerk oder Denkmal“ kaum was abgewinnen, außer es ist eine Schrottansammlung im öffentlichen Raum.
Vielleicht sind dann auch die tatsächlichen Schrottplätze, die aktuellen deutschen Künstler-Treffpunkte bzw. Kunst-Ausstellungen die dann auf der Dokumenta gefeiert werden, als Ersatz für https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/82/ROUTE_66_Cadillac_Ranch.jpg/1200px-ROUTE_66_Cadillac_Ranch.jpg

Eine Stadtverwaltung, die sich sowas als Kunst andrehen lässt hat sich damit „faktisch nackig gemacht“ und ist ein Drogen-Dealer freundliches Irrenhaus, wo eigentlich permanente Blutproben bei den gedopten Politikern, erfogen müssten.
Sich Syrischen Schrott hinzustellen, ist schizophren und hat mit Kunst absolut nichts zu tun.
Was in Syrien geschehen ist, hat aber sehr viel mit der Nato zu tun.
Als in Ost-Aleppo eine unterirdische Kommando-Zenrale durch eine Bombe zerstört wurde, und man der zweiten Kommando-Zentrale anbot die Besatzung am Leben zu lassen, wenn sie sich stellen würden, war „Schicht am Schacht“, denn diese höheren Offiziere, koordinierten den Krieg gegen den syrischen Präsidenten. Der „Mantel des Schweigens“ was die Offiziere bei Verhandlungen „wert“ sind, hält weiter dicht.

Gravatar: Ercan Aslan

Die Busse sehen scheiße aus und sagen mir:

Jaaa! Öhhhh!! Was soll das ??

Gravatar: ropow

Meine Güte, wenn jemand Trümmer vom Westwall (Siegfried-Linie) und vom Atlantikwall irgendwo als „Kunstwerk“ aufstellte und erklärte, sie wären Barrikaden gewesen „um die Zivilbevölkerung zu schützen“ und dabei auch noch die dabei übliche Hakenkreuzflagge unterschlägt - was könnte uns das wohl sagen?

Das einzig Große daran wäre die Chuzpe, mit der man diese Bollwerke eines perfiden Unrechtssystems gegen die zivilisierte Welt als „Mahnmal gegen den Krieg“ verkaufen möchte.

Gravatar: Sigmund Westerwick

Alles Schrott

wenn die Busse nicht aus Aleppo kämen, würde sie keiner zur Kenntnis nehmen. Natürlich rennen die Bildungsschaffenden in Deutschland dem Islam hinterher, und wenn es dann eben nur Schrott gibt, ist auch gut, alles besser als deutsche Leitkultur oder ähnlich Anstrengendes.
Wenn die Busse dann genügend rumgereicht wurden.wird sie dann noch die Museumsinsel in Berlin für ein paar Millionen kaufen, den Transport übernehmen sie dann natürlich auch.

Gravatar: Unmensch

Die Bedeutung liegt im Auge des Betrachters. Man kann z.B., ziemlich platt, auffassen dass jetzt in Berlin die Kämpfer gegen den bösen Staat unter diesen Bussen ihre Deckung finden sollen...

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