Das Ende des Kalten Krieges – der Friede, der jeden Frieden unmöglich macht?

Die turbulenten Ereignisse des Jahres 2016 haben im Rückblick auch dazu beigetragen, Licht ins Dunkel der globalen geopolitischen Verstrickungen zu bringen, insbesondere was die zwielichtige Rolle der Vereinigten Staaten angeht. In meinen Büchern „Wiederkehr der Hasardeure“ und jüngst „Die Akte Moskau“ habe ich Entwicklungen zusammengefasst und gebe einen Ausblick auf das, was uns ab 2017 erwarten wird.

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Die turbulenten Ereignisse des Jahres 2016 haben im Rückblick auch dazu beigetragen, Licht ins Dunkel der globalen geopolitischen Verstrickungen zu bringen, insbesondere was die zwielichtige Rolle der Vereinigten Staaten angeht. In meinen Büchern „Wiederkehr der Hasardeure“ und jüngst „Die Akte Moskau“ habe ich Entwicklungen zusammengefasst und gebe einen Ausblick auf das, was uns ab 2017 erwarten wird.

David Fromkin hat eine „Bibel“ zum Nahen Osten verfasst. Sein epochales Werk über das Ende des Ersten Weltkrieges ist unübertroffen. Der Titel trägt bis heute: „The peace to end all peace“. International kamen die Ereignisse und Entwicklungen wieder an die Oberfläche, die zum Ersten Weltkrieg und zu seiner Ende führten, unmittelbar nach der Beendigung eines Nachfolgefriedens, des Kalten Krieges. Letzterer wurde im November 1990 mit der berühmten „Charta von Paris“ gleichsam feierlich zu Grabe getragen.

Die neue Spaltung des Kontinents: Die NATO-Grenze wurde von der Berliner Mauer bis vor die Haustür der Russischen Föderation geschoben


Die Welt hat sich mit dem Ende des Kalten Krieges verändert. Die Spaltung Europas wurde scheinbar beseitigt, um fast 25 Jahre später an der Grenze des NATO-Gebietes zur Russischen Föderation nach dem Motto von Lord Ismay über den Sinn des westlichen Militärbündnisses gegenüber Russland wiederaufzuleben. Danach hat die angelsächsisch dominierte NATO den alleinigen Sinn, „die Amerikaner in, die Russen raus und die Deutschen in Europa unten zu halten“.

Die unmittelbare Zeit nach dem Ende des Kalten Krieges wurde allerdings von drei Bewegungen bestimmt: Es galt gemäß der Helsinki-Charta, die Möglichkeiten der jetzt in ganz Europa vorhandenen freien Staaten zu nutzen. Der nach der finnischen Hauptstadt benannte Prozess mit den sogenannten „drei Körben“ konnte das freie Europa bestimmen: Es sollte mittels einer „Friedensdividende“ die Hochrüstung aus der Zeit des Kalten Krieges beseitigt, das ganze Textbuch menschen- und bürgerrechtlicher Vorstellungen umgesetzt und die wirtschaftliche Entwicklung zugunsten der Menschen und der Staaten vorangetrieben werden.

Das stieß bekanntlich auf größte Hemmnisse, weil die Vereinigten Staaten die Entwicklungen immer dann auf Eis legten, wenn sie die entsprechenden Prozesse nicht alleine und ausschließlich bestimmen konnten. Deutschland musste diese Erfahrung bei der tatkräftig begonnenen Zusammenarbeit mit den Ostsee-Anrainer-Staaten ebenso machen wie die Mitgliedstaaten der Rhein-Main-Donau-Konvention. Überall dort, wo europäische Staaten auf regionale Zusammenarbeit vorbereitet und eingestellt gewesen sind, drängten sich die Vereinigten Staaten dazwischen. Es sollte kein Gesprächsfaden mehr zwischen europäischen Staaten aufgenommen werden, bei dem Washington nicht mit am Tisch saß und die Dinge dominieren konnte. Gemeinhin war ein derartiges Vorgehen aus den Staaten des seinerzeit gerade erst aufgelösten „Warschauer Vertrages“ bekannt gewesen, wo die Anwesenheit der Sowjetunion bei allen Gesprächen sicherstellte, dass kein unmittelbarer Dialog zwischen Mitgliedsstaaten möglich wurde.

Mit dem Helsinki-Prozess sollte Europa über die Folgen des Zweiten Weltkrieges hinwegkommen, doch dann brachen die unbewältigten Auswirkungen des Ersten Weltkrieges hervor


Ungarn gab ein anderes Signal. Wie die Polen war es die Magyaren gewesen, die den Freiheitswillen in Europa in der dunkelsten Zeit des europäischen und globalen Antagonismus unter großen Opfern hochgehalten hatten. Mit dem Verzicht auf die deutschen Kerngebiete jenseits der Oder hatte Deutschland ein schmerzliches Opfer erbracht, das aus dem Ende des Zweiten Weltkrieges erwachsen war. Aber mit Ungarn und anderen Staaten in dessen Nachbarschaft, vor allem aber der Entwicklung auf dem Balkan, wurde etwas anderes deutlich und schlug voll auf die Arbeit durch, die uns der gerade beendete Kalte Krieg abverlangte: Versailles und die sogenannten „Pariser Vorort-Verträge“ bestimmten die Tagesordnung zwischen Budapest, Bukarest und Ankara, weil man endlich frei über die Konsequenzen reden konnte, die aus Versailles für „Mitteleuropa“ resultierten. Es war die Türkei, die den großen Bogen gegen europäische Ignoranz zu den englisch-französischen Geheimabkommen über eine jüdische Heimstatt in Palästina aus dem Jahre 1916 und damit zum zentralen Wendepunkt des Ersten Weltkrieges sowie den späteren Auswirkungen von Versailles auf einen wesentlichen Teil Europa geschlagen hat.

Während der Brandherd des Balkans in den 1990ern mehr und mehr in kriegerische Glut überging, fiel jede ernsthafte Auseinandersetzung mit den Problemfeldern, die man nach dem Ende des Kalten Krieges eigentlich bewältigen wollte, ins Wasser. Die Vereinigten Staaten hatten in diesen Jahren ihre politischen Prioritäten für sich alleine neu definiert. Die Signale standen nun nicht mehr auf „Helsinki“ – und damit Zusammenarbeit –, sondern auf „Lord Ismay pur“. Die Zeit der russischen Schwäche sollte genutzt werden, um das amerikanische Vorfeld auf dem europäischen Teil des Kontinentes nach Osten zu erweitern. Dafür musste eine ernsthafte Kooperation der europäischen Staaten mit Russland in allen Bereichen hintertrieben und von der Adria aus die traditionell guten Verbindungen Russlands zu den Staaten dieser Region beseitigt werden. Der Ablauf der Kriegsereignisse auf dem Balkan nach Beschlüssen des US-Kongresses ab 1990 hat das bestätigt – eindrucksvollstes „Relikt“ ist das „Camp Bondsteel“ im Kosovo, die zweitgrößte US-Militärbasis in Europa. Nicht auszuschließen ist, dass die angelsächsischen Mächte unter allen Umständen eine Beschäftigung mit „Versailles“ verhindern wollten, weil damit ihre zentrale Verantwortung für ein fürchterliches Jahrhundert deutlich geworden wäre.

Der Erste und der Zweite Weltkrieg als Konsequenz einer grundlegenden Auseinandersetzung um Russland?


Bei nüchterner Betrachtung der sich über Jahrzehnte hinweg erstreckenden Entwicklungen drängt sich der Eindruck auf, dass alle Probleme, mit denen wir in Europa es zu tun haben, direkt mit grundsätzlichen Auseinandersetzungen in Verbindung zu bringen sind: Dabei rückt Versailles mit den bereits erwähnten Vorortverträgen wieder ins Blickfeld. Dafür spricht nicht nur die in Europa spektakulär begangene Erinnerung an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor einhundert Jahren und damit an das Europa der Jahres 1914. Das hatte so gar nichts von der Siegerhistorie, wie sie sich in Deutschland bei denen manifestierte, die selbst eine eindeutige Nazi-Vergangenheit wie der Historiker Fritz Fischer aufwiesen und ihr Land in die Alleinschuld für alles und jedes gestellt hatten. Bis heute haben britische Historiker in Deutschland die Deutungshoheit über unsere Geschichte. Gewiss nicht, um eine kritische Hinterfragung der englischen Verantwortung anzustoßen.

Es bedurfte vor gut zwei Jahren des amerikanischen Strategen George Friedman, einem ehemaligen Chef einer wichtigen Steuerungskomponente des militärisch-industriellen US-Komplexes, um auf die strategische Ausrichtung der amerikanischen Politik seit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 gegen Deutschland und Russland aufmerksam zu machen. Aber auch Christopher Clark, der mit seinen „Schlafwandlern“ die allgemeine europäische Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges verdeutliche, machte mit seinem Verschweigen britischer Zentralverantwortung für die europäische Entwicklung zum Krieg neugierig, was die britische Motivlage anbetraf. Wie liefen die Mechanismen, mit denen schon weit vor dem Ersten Weltkrieg selbst Fragen der Seeblockade gegen das kaiserliche Deutsche Reich geplant worden sind?

Können wir das alles der Vergangenheit überantworten oder schlagen diese Abläufe auf die Zukunft durch?


Das aktuelle Signal kommt, wie kann es anders sein, in zweifacher Weise aus dem Osten. Bei seiner letzten „Rede zur Lage der Nation“ an seine russischen Landsleute am 12. Dezember 2016, hat der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, die historische Schlagzahl der kommenden Jahre für uns in Europa angegeben. Man habe sich im Jahre 2017 mit den beiden revolutionären Prozessen des Jahres 1917 und damit der Revolution im Februar und der im Oktober deshalb zu beschäftigen, weil die heutige Entwicklung in der Russischen Föderation in diesen beiden Ereignissen eine wesentliche Ursache habe. Wohl wahr und die dazu passende Ergänzung gab es in diesen Tagen, als prominente ukrainische Vertreter polnischer Nationalität für den Westen der Ukraine mit der Hauptstadt Lemberg eine wirtschaftliche Autonomie verlangten, da sie eine ökonomisch bessere Entwicklung nur im Zusammengehen mit Polen erwarten. Damit kommt über die Geheimabkommen von Sykes/Picot und die jüdische Frage im Nahen Osten sowie die Auswirkungen auf den Ersten Weltkrieg wieder alles das auf den Tisch, was den Europäern als „14 Punkte von US-Präsident Wilson“ bis hin zu dem Abkommen von Versailles und den sogenannten Pariser Vorortverträgen samt ihrer Auswirkungen auf die Geschichte bis heute bekannt ist.

Langgehegte Zielvorstellung: Teilung Russlands in zwanzig Einzelstaaten und die deutsche Rolle dabei


Weniger dürfte im Blickfeld der interessierten Öffentlichkeit stehen, wie zielgerichtet an Regierung und Parlament vorbei einflussreichste britische Kreise lange vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs sich das erfolgreich als Gesellschaft und Staat konkurrierende Deutschland vor die Brust genommen hatten oder Präsident Wilsons Spezi für alles im Bereich Außenpolitik, Colonel House, anlässlich seines Besuches 1916 beim bis dahin unter kriegerischen Aspekten siegreichen deutschen Kaiser Wilhelm II vorstellig geworden sein soll. Gegen die westlichen Mächte England und Frankreich müsse der Krieg beendet werden, und zwar aus ausschließlich politischen Überlegungen, so angeblich Colonel House im Gespräch mit dem Kaiser.

Dafür dürfe man das zaristische Russland vernichtend schlagen. Für Russland hatte man ohnehin eine Aufteilung in zwanzig Staaten in Zusammenhang mit möglichen Ergebnissen des Ersten Weltkrieges vorgesehen. Kein Wunder, dass kundige Persönlichkeiten von einem grundlegend überzeugt sind, ob wir das in Deutschland nun wahrhaben wollen oder nicht: die heutige westliche historische Sicht auf die letzten zweihundert Jahre sei ein „britisches Gesamtkunstwerk“. Dabei fängt man bei Napoleons Kriegen an und den britischen Vorschlag an die Bündnispartner Österreich und das königliches Frankreich. Man müsse die Gelegenheit nutzen und den russischen Bündnispartner durch eine gewaltige gemeinsame Streitmacht, bestehend aus dem kaiserlichen Österreich, dem königlichen Frankreich und England, vernichtend in seinem eigenen Kerngebiet  schlagen. Wohlgemerkt: kurz nach dem vergeblichen Unterfangen Napoleons, es schon mal in Moskau versucht zu haben.

Geschichte fängt nur in Deutschland 1945 an


Es mag hierzulande so sein, dass zwar die Bundesrepublik Deutschland ihre staatliche Existenz auf das Deutsche Reich zurückführt. Für ein hinlängliches geschichtliches, und damit politisches Verständnis gilt das keinesfalls und dafür werden künftige Generationen einen hohen Preis bezahlen. Alle anderen Völker und Regierungen leben in der Geschichte ihres Volkes und ihrer Nation und nicht in einem limitierten Teilstück. Die Fehler werden dann zu Hause gemacht, auch wenn die Ursachen auf andere zurückgehen. Es kristallisiert sich allerdings heraus, dass unsere westlichen Partner uns in der Geschichte offenbar immer nur dann eine Rolle beigemessen haben, wenn es ernst wurde: Entweder unsere Funktion in der Vernichtung Russlands zu sehen oder selbst unterzugehen. 1914 hat uns 2014 eingeholt und so wird es mit 1917, 1918 und 1919 bis 1922 auch der Fall sein. Wenig später hat seinerzeit angeblich der amerikanische Militärattache´ in Berlin in München Einfluss auf die Finanzbedingungen eines aufstrebenden Politikers namens Adolf Hitler genommen. Das war den Deutschen geläufig, hatten sie es zuvor bei einem Herrn namens Lenin auch so gemacht. Man denke auch an diejenigen, die zeitgleich in New York einen Trotzki in Marsch gesetzt hatten.

Aufmarsch gegen Russland


Die Frage stellt sich heute und morgen: Wollen wir uns ausbluten lassen? Einmal in der Konfrontation gegenüber Russland. Sie wird fast im Verborgenen durchgeführt. Man liest zwar davon, doch nichts darüber, wie genau das abläuft, jedenfalls nicht in nachvollziehbaren Bildern in unseren Nachrichtensendungen. Dabei wäre das aus dem NATO-Kriegshafen Kiel in diesen Tagen ein Leichtes, das zu demonstrieren: Rund 2000 Kampffahrzeuge einer amerikanischen Brigade sollen mit Zustimmung der Bundesregierung an die Ostfront verlegt werden. Natürlich unter dem Vorwand der Verteidigung.

Zum anderen dadurch, dass die USA um uns herum einen Krieg nach dem anderen führen, anders als wir ihre Grenzen schützen und keine Kriegsflüchtlinge aufnehmen. Die Hintermänner sogenannter „Nichtregierungsorganisationen“ und andere torpedieren über ihr organisiertes Netzwerk den nachhaltigen Schutz unserer Grenzen. Migrationsbewegungen werden genutzt, unsere staatlichen Rechtsordnung zu beseitigen und unsere jungen Leute werden in anderer Leute Kriege verheizt. Wo sind die Regierungen, die unsere Interessen schützen? Wo ist die deutsche Politik, welche die nationalen Interessen im Blick hat und sich für eine gute Nachbarschaft in Europa einsetzt? Wie steht es doch im Grundgesetz geschrieben, nach dem Deutschland zum Frieden in der Welt beitragen soll?

Willy Wimmer, 28.12.2016

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans von Atzigen

Interessante Ausführungen die Geschichtsinteressierte bestätigen können, resp.Interessierte können ihr wissen ergänzen und abrunden.
Um einen wenigstens, einigermassen Grobrasterüberblick zu erhalten muss man nun einmal noch weitere Aspekte einbeziehen. Hier insbesondere die Ökonomischen, stark mitbestimmend Technologische Entwiklungen,sowie Handelspolitisches, eng damit verknüpft, Hintergründe sowie die Demografischen und Bevölkerungspolitischen Aspekte.
Kurzabriss:
Nach den Napoleon-Kriegen begann ausgehend von England die Dampfepoche- Eisenbahn und Kolonialisierung die im wesentlichen ende des 19. Jahrhunderts endete, der Funtamental- Hintergrund in den 1. Weltkrieg.
Die Zwischenkriegszeit war von einer massieven Wirtschaftskriese und Technischer Stagnation gekenntzeichnet. Die nach 2. Weltkriegentwicklung billiges Öl Automobil usw. erst ansatzweise umgesetzt.
Das beunruhigende:
Erneut stehen wir nach der Aufklärung, Industrialisierung, der Massenindustrialisierung nach dem 2.Weltkrieg sowie begleitet von einem Globalen massieven Bevölkerungswachstum am Ende einer Zwischenepoche, sowie kaum beachtet einer Grossepoche die mit der Aufklärung und Industrialisierung begann.Die Hochgelobte Digitalisierung markert lediglich den ,,Abschluss,,.
Tragfähige Konzepte für eine abgerundet tragfähige weitere Epoche sind nüchtern rational besehen nicht auszumachen,alles recht vage bis wiedersprüchlich.
Logo recht kompliziert und erheblich vielschichtig die ganze Angelegenheit.Ohne verknüpfungen und div, Abgleiche wird man der Sache keum ansatzweise gerecht.
Grobrasterfazit:
Wir stehen heute am ,,Ende,, einer Zwischenepoche die
mit dem Ende des 2. Weltkrieges begann, am Ende einer
kalte Krieg ,,Kleinepoche, massieve Wirtschaftsprobleme, teilweise weit überzogene Bevölkerungszahlen, ein komplexer Mix.Da geht so einiges nicht mehr schlüssig auf.
Beunruhigendes Abschlussfazit:
Wir stehen am mehr oder weniger ,,Ende,, einer Grossepoche die vor rund 250 Jahren begann sowie einer Zwischenepoche die nach dem 2. Weltkrieg begann und sich festgefahren hat.
Tja wie weiter, das ist die elementar grosse Frage.
Wenn es keine rational umsetzbaren Antworten gibt,
steht zu befürchten ist sense= Ende einer zwischen und Grossepoche,grossangelegte umfassende Zeitenwende.
Freundliche Grüsse

Gravatar: Klaus Kolbe

Ergänzend zu den Literaturempfehlungen von Herrn Elmar Oberdörffer empfehle ich (unter vielen anderen) diese beiden Bücher:

»Verborgene Geschichte – Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Weltkrieg stürzte«

von den beiden britischen Historikern Gerry Docherty und Jim Macgregor.

und

»Sie wollten den Krieg – Wie eine kleine britische Elite den Ersten Weltkrieg vorbereitete«

von Wolfgang Effenberger und Jim Macgregor.

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Zu dem Themenkreis kann ich diese Bücher empfehlen:

Peter Haisenko: England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert - Die perfiden Strategiene des Britisch Empire, Anderwelt Verlag, 4. überarbeitete Auflage 2016.

Gerd Schultze-Rhonhof: 1939 Der Krieg, der viele Väter hatte, Olzog, 5. verbesserte Auflage okt. 2006

Gravatar: keinUntertan

Sehr interessant, die Ausführungen von Herrn Wimmer. Ich muss immer an den Gegensatz von Seemacht und Landmacht denken und dann fällt mir immer ein, wie die Briten seit der Zeit nach den Napoleonischen Kriegen immer wieder eine umfassende Landmacht auf dem eurasischen Kontinent zu verhindern suchten. Die USA haben diese Sichtweise nur geerbt. Brzezinski lässt grüßen.

Gravatar: Anton

@:Sehr geehrter Herr Wimmer,
zu Ihren Ausführungen, die teilweise, aber eben nur teilweise den Tatsachen entsprechen, muß ich korrigieren,
bzw. ergänzend Folgendes festhalten:

1.) Die geopolitischen Bestrebungen angelsächsischer
Prägung waren im Grunde lediglich der Schachzug der
US-Strategen, die England nur so lange mit von der Partie
hielten, bis diese alleine die Vorgangsweise in die Hand
genommen haben. Das Resultat ist, bis heute über 7.000
Stützpunkte in aller Welt installiert zu haben, um direkt,
oder indirekt in innere Angelegenheiten zahlreicher
Staaten einzugreifen, diese auch so zu manipulieren, daß bilaterale Vereinbarungen ohne US-Kontrolle gar nicht
zu Stande kommen konnten!
2.) Wie die geschichtliche Entwicklung unter provozierter
Kriege der USA seit dem I.WK, d.h. die US-Diktate auf
"gefährliche" Staaten sind das Ergebnis, daß es unter
Anderem Deutschland bis zum heutigen Tage keinen
Friedensvertrag, sondern lediglich einen Waffenstillstand
mit mit den USA hat und daher in seiner Entwicklung und
"Allein-Entscheidungen" limitiert ist und bleibt, außer die
USA verlangen eine "Mitbeteiligung" dreckiger Militäreinsätze(!!!), wie AFGHANISTAN, MALI, LIBYEN,
IRAQ, SYRIEN, etc?!
Sie hätten auf die "Pariser Vorortverträge" näher eingehen
sollen, denn diese haben die Grenzen in Europa nach
französischer und US-Vorstellungen verändert, so das
unverständliche Diktat gegen Ungarn, welches 2/3 seines
Staatsgebietes und 50% seiner Bevölkerung verloren hat,
weil es im I.WK an der Seite Deutschlands befand(?!).
Und reden wir nicht über Gerechtigkeit, wenn wir die
Wiedervereinigung Deutschlands ohne Blutvergießen
miterlebt haben, die nur auf Grund des provozierten
Zerfalls der CCCP zu Stande kommen konnte.
Denken Sie auch daran, warum und wieso Frankreich
aus einem Ministaat Rumänien einen "Großstaat"
Rumänien auf Kosten Ungarns geschaffen hat, um im
Laufe der Zeit wirtschaftliche Vorteile zu lukrieren, wie
Renault´s Ableger DACIA!
Denken Sie auch daran, daß es eine Slowakei nie gegeben hat, genau so, wie nach den "Balkan-Kriegen"
auch ein Kunststaat KOSOWO entstand, alles im Sinne
der "Zerkleinerung" Europas und Keile-Treiben gegen
Russland! Auch die Donau-Monarchie regierte mit dem
Slogan: "DIVIDE E IMPERA", die sie nach dem römischen Prinzip gerne übernahm, denn dann konnten
überall und leicht Unruhe gestiftet werden!
Zum Schluß müssen wir mit Sorge zur Kenntnis nehmen,
wie vor dem Tor Europas völkerrechtswidrige Kriege
von den USA veranstaltet werden mit dem Resultat
einer irrsinnigen Flüchtlingslawine, die Frau Merkel mit
ihrem Willkommensgruß auch noch verstärkt und Europa
einen gewaltigen Schaden anrichtet, zumal sie mit allen
Mitteln gegen Russland hetzt, das sich von der NATO
trotz gültiger Vereinbarung immer mehr in die Enge
getrieben fühlen muß!

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