Darf man »N-Wort« sagen, ohne das N-Wort zu sagen ?

Schon deshalb ist die Deutsche Sprache so herrlich. Sie hat eine innere Hartnäckigkeit, die zur Nicklichkeit neigt, wenn man sie mit Geschicklichkeit spricht. So beim N-Wort.

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Schon deshalb ist die Deutsche Sprache so herrlich. Sie hat eine innere Hartnäckigkeit, die zur Nicklichkeit neigt, wenn man sie mit Geschicklichkeit spricht. So beim N-Wort.

Eigentlich steht »N-Wort« für das N-Wort. Ein Wort, an dem ein Philosoph aus der letzten Phase großen Philosophierens seinen Spaß gehabt hätte. Denn es rauscht durch den Medienwald, ohne selbst zu erscheinen. Niemand schreibt noch das N-Wort. Die Symbolfolge ist wie vom alltäglichen Boden der Sprache verschluckt.

Aber die Spuren sind noch immer zu sehen: N***r oder N***in oder vielleicht sogar N***r*in – in dieser oder einer anderen Form der Durchstreichung verweist es auf sich. Das Sichtbare ist das Unsichtbare. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nur zieht die Phantasie auch an. Sie verlockt. Sie lockt dazu, »N-Wort« zu schreiben, wo früher einmal das N-Wort stand: unschuldig, unbedacht, wie selbstverständlich war eines von vielen anderen Worten der Deutschen Sprache. Es war eines der ihren.

Jetzt fällt es als »N-Wort« aus dem Rahmen. Es wird zum schwarzen Fleck in der Landschaft eines jeden Textes, der es verwendet. Und erst jetzt wächst der böse Gedanke hinein. Dann steht »N-Wort« für das, was das N-Wort niemals meinte.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Alfred

Man muss das N-Wort einfach durch Braune Sozialisten ersetzen.
Dann lässt man die Schwarzen-, Roten- und Grünen Sozialisten durch ein Prisma schauen, damit sie hoffentlich selbst erkennen, dass sie alle die gleichen niederträchtigen Regenbogen-Sozialisten sind.
Ein Kaleidoskop zu Erzeugung bunter Bilder, um den Wahlbürger hinters Licht zu führen.

Gravatar: Daffy

@ Hans-Peter Klein: goldrichtig beobachtet. Die Parole der Grünen, in deren Anfangsphase, war "wir sind nicht rechts, wir sind nicht links, wir sind vorne." So wie Bundeskanzler Schröder einmal gesagt haben soll: "es gibt keine rechte oder linke Politik, sondern Probleme, die pragmatisch gelöst werden müssen." (kann mich leider nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnern).
Meine Generation, damals mit Latzhosen und in handgestrickten Pullovern aus selbstgesponnenem Garn, in meinem Fall aus Tiroler Bergschafwolle, wurde als "Hirsehäppchenesser" verspottet (es gibt Schlimmeres!) und wir waren überzeugte Naturschützer; bis Leute wie Joschka Fischer die Partei übernahmen und uns "Blut und Boden Mentalität" vorwarf (= Nazi) und die Grüne Partei kommunistisch kaperte. Fischer, Trittin, Jutta von D. usw. haben dem Naturschutz, dem Artenschutz und dem Erhalt unserer wunderschönen Heimat den Garaus gemacht. Ich bin beruflich um die ganze Welt gereist und weiß daher, daß unser Europa mit seinen Wäldern, Flüssen und Seen eine der schönsten Gegenden überhaupt ist. Höchstens vergleichbar mit einer kleinen Region zwischen Balkan und Kaspischem Meer, die in biblischen Zeiten "Eden" hieß (historisch belegt).
Grüne Umweltpolitik bedeutet menschengemachten Klimawandel und Naturzerstörung, siehe auch:

https://www.epochtimes.de/umwelt/klima/energiewende-zerstoert-die-umwelt-teil-2-naturwissenschaftler-windkraftanlagen-foerdern-duerre-a3516840.html

Gravatar: Achmed

Ich habe kein Problem damit, einen Neger "Neger" zu nennen. Erstens sehe ich darin keinerlei rassistische Diskriminierung, sondern einfach nur die präzise Beschreibung einer Ethnie und zweitens bin ich in einem Alter, in dem man noch gelernt hat, sein Hirn zum eigenständigen Denken zu benutzen. Hinzu kommt, daß ich selbst einen gebürtigen Sudaner (also einen Neger) zum Freund habe und dieser es entschieden ablehnt, als "Schwarzer" bezeichnet zu werden, denn er ist eben NICHT schwarz, sondern höchstens dunkelbraun. Nur wenn er mal ein Witzchen macht, macht er da bisweilen eine Ausnahme, beispielsweise wenn er erzählt wie er in der U-Bahn beim Schwarzfahren erwischt wurde...
Probleme mit diesem Wort haben eigentlich nur diejenigen, die Probleme mit sich selbst haben und in ihrem Inneren selbst zutiefst rassistisch sind, sonst kämen sie gar nicht darauf, hier eine Verbindung zu Rassismus herzustellen.

Gravatar: Zicky

Ich muß mal dumm fragen:
Für was steht eigentlich das N-Wort?
Etwa für Nazi?
Als Nazi beschimpft zu werden, finde ich schlimmer als als Neger bezeichnet zu werden.
Ich kann den Lauterbach nicht mehr hören und sehen. Kann ich ab sofort das L-Wort dafür hernehmen, wenn ich jemanden als witzlosen Clown bezeichnen mag?
Oder das M-Wort, wenn ich von einer Diktatorin durch dessen schiefes Fenster der den Blick auf ihren kinderlos gebliebenen Schoß fokusiert werden soll, rede?
Oder das A-Wort, wenn ich den bärtigen, langhaarigen Grünen mit der stehts vor Aufregung roten Birne meine?
Oder das CDU-Wort, wenn ich von einem korrupten Haufen rede, der sich als christliche Partei bezeichnet rede?
usw. usw.

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Hajo 12.05.2021 - 17:00

Jenseits des N-Wortes und sonstigem Tages-Gedöns:

In Vielem weist die jetzige Situation der Gegenöffentlichkeit zu Corona, Migration, Gender usw. frappierende Ähnlichkeiten, ja sogar Parallelen, zur Situation der Grünen Anfang/Mitte der '80er in Westdeutschland auf.

Für die politische Macht des Mainstreams damals stand zuerst die mächtige CDU, politischer Hebel der Großfinanz, Großkonzerne und bestimmter überregionaler Medienhäuser (damals: Welt, FAZ, usw.).

Die Gegenöffentlichkeit damals, das waren jene aufmüpfigen Grünen, zusammengesetzt aus dem gesamten Parteienspektrum. Man war sich einig, der ewige Streit um linke / rechte Ideologien, das war alles vertane Zeit angesichts der größen ökologischen Krise/Herausforderung in der sich dieser Planet Erde befindet. Das stimmt so, genau wie heute.

Die politische Macht damals war genau so wenig zimperlich im Umgang mit dieser rotzfrechen APO-Umweltbewegung, links an dieser war lediglich, aber vor allem der unkonventionelle nonkonformistische Tonfall, für gediegenes Spießbürgertum schon immer ein unmöglicher Affront, angefangen bei den langen Haaren, über die Klamotten bis hin zu wildem Gruppentanz mit anfassen.
(Frage: War das wirklich Links, im Sinne einer politisch linken Agenda? Ich neige dazu, es als lediglich Zeitgeist-Links zu bezeichnen).

Es scheint zu den politischen Gesetzmäßigkeiten zu gehören, das jegliche politische Macht irgendwann ins Stadium bornierter Besserwisserei, des reinen Macherhalts hinüber wechselt, es sei hier an die Endphasen spätrömischer Dekadenz, des alten Feudalsystems, usw. erinnert.

Zurück in die Gegenwart:
Falsch an den Grünen ist nicht das Grüne an sich.
Der Planet ächzt mehr denn je unter der Last menschlicher Hyperaktivität.
Es war, ist und bleibt richtig, dies zu erkennen und entsprechende Maßnahmen daraus abzuleiten.
Falsch an den Grünen ist, so zu tun, als ginge es genau darum, es geht den Grünen (als Partei) jedoch darum die Gesellschaft, die Menschheit in Richtung einer linken/sozialistischen Gesellschaft aktiv zu verändern.

Der Ökosozialismus der Grünen ist dabei lediglich die Schickeria-Variante bildungsbürgerlicher links/grüner Schichten, denen es allgemein und besonders wenn sie im Genuss von Einkommen aus dem öffentlichen Dienst stehen, immer noch ganz gut geht.

Aber es bröckelt auch hier, immer mehr erkennen das, sie erkennen die ganze Verlogenheit hinter dieser Ökofassade wenn die wirtschaftliche Basis wankt (siehe Allesdichtmachen der Künstler).

Das ändertnichts an der Grundeinsicht, das wir alle nur durch Einsicht in die ökologischen vernetzten Zusammenhänge und entsprechendes Handeln die Zukunft meistern werden.

Dazu brauch es keine Ökosozialisten.
Es brauch viel mehr Unternehmen/r, Handwerker, Künstler, eine Gesellschaft freier Menschen, die in Verantwortung für das Ökosystem Erde den Wert der Freiheit wieder erkennen, wertschätzen und aktiv danach handeln.

Schönen Feiertag.
MfG, HPK

Gravatar: Raserix

Der Artikel ist gut. Die Ironie mag ich. Allerdings haben wir innerhalb der Familie nur einen Kontakt gehabt mit dem N****Wort. Daher heißt es jetzt bei uns "MEGAküsse". Selbst da fühlen sich viele Menschen irritiert, wenn ich im Supermarkt meine Kinder frage, ob wir heute "Megaküsse" kaufen sollen.
Da versagt wohl regelmäßig der Gehörsinn vieler Mitmenschen oder man hört nur das, was man hören will.

Auch die Deutschen müssen Schimpfwörter wie "Kartoffel", "Boulette", "Sauerkrautfresser", ja sogar das Wort "Nazi" ertragen.

Habe noch keine Bewegung erkannt, die sich darüber aufregt. Ist eigentlich auch total egal!!! Das wird es halt immer geben und überall auf der Welt.

Gravatar: Hajo

Sagen darf man alles wenn es formaljuristisch nicht der Gesetzgebung widersspricht oder gegen die linke Staatsräson verstößt, denn dann könnte man schneller mit üblen Konsequenzen rechnen müssen, nicht aber in Form der Anklage, sondern in Form der Stigmatisierung, der Ausgrenzung, der wirtschaftlichen Vernichtung und über Druck ihrer Hilfstruppen auf vielerlei Art, wenn ihnen der Name bekannt ist.

Das ist übrigens auch der Grund, warum sich die meisten nicht mit Klarnamen melden, weil sie Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit haben, denn wie bekannt arbeiten die gerne im Dunkeln und hinterrücks, was aber nicht bei allen wirkt, wenn sie entsprechend vorbereitet sind, wobei das auch wieder eine Frage des Geldes und des Standortes ist, so wie bei den politischen Akteuren selbst, die sich rund um die Uhr beschützen lassen müssen und wer beliebt ist hat ja nichts zu befürchten, im Gegenteil, da wurden früher Blumen gestreut wenn sie auf der Bildfläche erschienen.

Das diese alte Tradition nicht mehr vorhanden ist, liegt eindeutig an der Unkultur der Verantwortlichen, die nicht für die Bürger ihre Kraft einsetzen, sondern für andere Interessen und das geht nicht mehr unerkannt von statten und deswegen haben sie auch keine positive Plattform mehr und müssen sich verstecken und gute Taten vorgauckeln weil sie sich selbst überflüssig gemacht haben und sie eher verachtenswert erscheinen als vorbildhaft.

Auch das werden sie nicht müde über den Zusammenhalt zu philosophieren und sind nicht mal zu einem Mea Culpa bei fehlgelaufenen Vorgängen bereit und wie verkommen muß man schon sein, wenn das Volk sich mehrheitlich schon geistig von ihnen verabschiedet und nur noch dem Anschein nach funktioniert um sich nicht selbst in eine persönlich schwierige Lage zu bringen, aber das werden sie noch erleben müssen, wie wirklich gedacht wird, dazu muß erst die Wirtschaft zusammen brechen, bis ihnen die wahre Ansicht der Bürger offenbart wird.

Ein paar ganz Schlaue haben sich ja schon vom Acker gemacht in Anbetracht dessen was noch kommen könnte und die letzten gehen mit ihrem selbstgeschaffenen System unter, das wird sich noch rechtzeitig zeigen und die neuen grünen Heilsbringer werden insgeheim mehr gehaßt als geliebt und das müßte ihnen langsam zu denken geben.

Gravatar: Graf von Henneberg

Sehr geehrter Herr Klein,

besser hätte ich das, was Sie mit Ihrem geschätzten Kommentar dargestellt haben, auch nicht aufschreiben können-

Gravatar: Hans-Peter Klein

Hier bei uns ist die Sache mit dem N-Wort ja noch eine relativ leichte Übung.

Richtig schwierig wirds im Spanischen, da wird ja alles klein geschrieben, die Adjektive wie die Substantive.
Im Falle des N-Wortes werden sowohl Adjektiv wie Substantiv gleich/identisch geschrieben.

Als Adjektiv ("negro") bedeutet es "schwarz", das darf (noch) so benutzt und geschrieben werden.

Als Substantiv ("la palabra N") ist es unser "N-Wort", das darf man nicht mehr benutzen.

Das kommt von der Gleichmacherei, armes Spanien, armes Lateinamerika.
Armes Kuba, der weltberühmte Salsa-Titel " La negra Tomasa" darf jetzt so nicht mehr gespielt werden.

Am besten wäre es, wir einigen uns alle darauf, das weiß und schwarz gleich sind.
Dann macht die Gleichmacherei endlich einen Sinn, einen Höheren.
Keinen banalen wie der, das weiß und schwarz ja gar keine Farben im eigentlichen Sinne sind.

Es ist alles Ausdruck des individuellen Gefühls, was heute weiß ist, kann morgen schwarz sein, und umgekehrt.
Diese Art von Diskussionskultur brauchen wir,
dann herrscht endlich Friede, Freude, Ei-nigkeit.

Ende Satire.
Echte Diskrimierung, echter Rassismus, kommen anders daher, auch jenseits subtiler Wortspiele.
Dies gilt es zu erkennen. Ich bezweifle, ob unsere Neusprech-Protagonisten weniger diskrimierend, weniger rassistisch sind.

MfG, HPK

Gravatar: karlheinz gampe

Die Verhunzelung der Sprache durch rotgrüne Idioten macht die treffende deutsche Sprache nur unpräzise. Treffende präzise Begriffe werden bis zur Unkenntlichkeit verzerrt.

Einmal rotgrüner ungebildeter Idiot, immer ungebildeter Idiot!

Gravatar: Wolfgang Hebold

Werter Herr Datko,

im Prinzip ist es richtig, die Wortwahl des Gegners nicht aufzugreifen. Aber in diesem Fall ist die Wendung des N-Worts zum "N-Wort" einfach nur noch herrlich. Wer "N-Wort" sagt, meint eben das N-Wort. Ich mag keine Ironie - aber hier ist sie mal gelungen.

Grüße,

Wolfgang Hebold

Gravatar: Klaus Reichel

Habe mich jetzt über einen alten Comic-Strip von Loriot im Sternchen, der Kinderbeilage des Stern von 1955, köstlich amüsiert.

"Reinhold, das Nashorn" trifft ein kleines Negermädchen:

Guten Morgen, kleine Dame,
Reinhold ist mein werter Name.

Bist ja braun wie Schokoladen,
Komm, mein Kind, ich will dich baden.

Reinhold steckt das Negerlein,
In die Badewanne rein.

Schrubben und im Wasser sitzen,
Wird bei Negern nicht viel nützen.

Negerelein ging froh nach Haus;
Reinhold schmeißt die Seife raus.

Damals war die Welt eben noch normal.

Gravatar: Joachim Datko

Mein Kommentar zu: https://www.freiewelt.net/blog/darf-man-n-wort-sagen-ohne-das-n-wort-zu-sagen-10084901/
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Politische Kampfbegriffe des politischen Gegners einfach links liegen lassen!

Ich lasse meinen linken Bekannten und Freunden ihre politischen Kampfbegriffe.

Auch lasse ich Diskussionen mit Bekannten und Freunden über die politischen Positionen der AfD sein, wenn sie nicht positiv eingestellt sind. Bei einem positiven Ansatz bin ich gerne bereit, in eine Diskussion einzusteigen.

Joachim Datko – Physiker, Philosoph

Gravatar: Volker Murr

Ich war einmal Mitglied in einem Fitnessclub und der Trainer war "maximalpigmentiert". Das multinationale Publikum wurde mit Sprüchen konfrontiert wie "so, jetzt bringe ich euch Nigger mal richtig zum Schwitzen!"
In der physischen Welt sind wir alle gleich, nur die arbeits-scheuen Intellektuellen denken sich Diskriminierung aus.

Gravatar: Axel Gojowy

Trier wird, wenn es sicvh nicht schnell um eine Abrissfirma bemüht, von der Deutschlandkarte verschwinden - zusammen mit der Porta nigra

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