Professor Herfried Münkler - Stallknecht der Merkelschen Menschenhaltung

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Professor Herfried Münkler - Stallknecht der Merkelschen Menschenhaltung
Datum: 22.11.2016, 10:01

Dass er eigentlich sagen wollte: „Ich selbst bin zum größten Teil dumm, aber ich bin einfach zu eitel, als dass ich auf den Glanz des Kanzlerinnenberaterstatus verzichten könnte.“

Doch das Problem liegt tiefer und ist viel, viel schwerwiegender. Die Kanzlerin musste einen Berater finden, der dem politischen Fallout ihrer Grenzöffnungspolitik, samt Flüchtlingswelle, AfD-Erstarken, Hasspopanz und Internetzensur, einen wissenschaftlichen Schein verleiht. Einen Knecht im Saustall ihrer Leugnungen.

Was Carolin Emcke auf journalistischer, quasi- philosophischer Ebene leistet, hinterfüttert Professor Münkler mit der Gravitas seines Lehrstuhls für Geschichte.

Professor Münkler ist der Viehtreiber für die gute Sache, wenn er als Cowboy die schwarzen Schafe, den Pöbel der protestierenden Ossis, als verspätete Nazis bezeichnet, wegen der fehlenden Aufarbeitung und so. Er kennt sich ja schließlich aus.

Professor Münkler steht bereit als Steigbügelhalter, wenn es darum geht, der vermerkelten Flüchtlingsrhetorik zum Sieg zu verhelfen: wenn er die ollsten Kamellen von den Flüchtlingen, die Deutschland für seinen Wohlstand braucht, wiederkäut. Wenn er die vom Wahrheitsministerium 1 (ARD) ausgegebene These wiederholt, dass Terrorattentate viel unwahrscheinlicher sind als defekte Haushaltsgeräte, und man sie daher nicht fürchten müsse.

Professor Münkler dient letztlich als der Besamer des neuen Menschen, dem willigen Mitglied einer Herde von Stimmvieh, die Zumutungen der globalisierten Welt in helldeutschester Annahme ertragend. Auf dass er, z.B., den Terrorismus als unvermeidbares, quasi natürliches Merkmal der Gegenwart bejaht. Close your eyes and think of Adolf.

Die Vermünklerung des Landes ist im vollem Gange, alle Eliten haben schließlich zum Halali auf die Dunklen geblasen. Doch ihr Pusten ist nichts als Geplapper: wer den Terrorismus mit kaputten Toastern auf eine Ebene gestellt hat, sollte nicht mehr ernst genommen werden. Und sollte verhöhnt werden, wenn er Berater der Kanzlerin ist.

Professor Münkler ist Symptom eines Prozesses, der sich in den USA schon vor Jahrzehnten einsetzte und sich dort nun zu einem wirklichen Problem entwickelt hat: die Entkoppelung der Eliten vom gemeinen Volk. Dem Tugendsignalisieren einer Klasse, die von den Auswirkungen ihrer Politik enthoben sind. Das amerikanische Volk hat gerade, aus Feindschaft zu diesem Prozess, einen Populisten gewählt, der ihm versprach, ebendiese Klasse von Politikern und Medien zurückzudrängen.

Vom deutschen Volk ist dies nicht zu erwarten, dazu ist es zu bequem, konfliktscheu, ängstlich. Die Physiognomie von A. Merkel und Bundesbrille Steinmeier mögen einstweilen zur Stützung dieser These herhalten.

Doch die Spaltung des Landes wird sich fortsetzen, die Eliten werden ihre Absetzbewegung forcieren. Das Narrativ vom Hass aus der Mitte dient einstweilen als Universalkeule, während die Politik die Facebook-StaSi und Antifa als ihre SA-Truppen einsetzt, bzw. duldet. Deswegen wird der Widerstand noch breiter werden - und auch hässlicher. Die deutschen Narrativwächter werden es schaffen, das Land in die Guten und die Bösen zu teilen. Weil sie so viele sind - und weil sie so gut davon leben.

Sven von Storch

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