Botmäßigkeit á la Versailles

Der ganze Rauch ist noch nicht aufgestiegen und das von außen erzeugte Feuer in seiner ganzen Dimension noch nicht sichtbar. Dennoch lassen sich vor dem Hintergrund der triumphalen Berichte der Angriffs-Medien in Sachen Wien einige Schlüsse ziehen.

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Der ganze Rauch ist noch nicht aufgestiegen und das von außen erzeugte Feuer in seiner ganzen Dimension noch nicht sichtbar. Dennoch lassen sich vor dem Hintergrund der triumphalen Berichte der Angriffs-Medien in Sachen Wien einige Schlüsse ziehen:
 
 
1.) Unbotmäßigkeit wird politisch zum Zeitpunkt höchstmöglicher Wirkung im Sinne eines kriegerischen Aktes bestraft.
 
2.) Die Stoßrichtung wird von den Aspekten gezeigter Unbotmäßigkeit bestimmt:

a.) die Kräfte, die sich aus Treue zum Rechtsstaat und der eigenen Verfassung von den Parteien des fremdgesteuerten Wandels in Sachen Nationalstaat und Krieg entfernt haben, sollen in die politische Bedeutungslosigkeit verbannt werden. Insoweit waren die Artikel in Spiegel und SZ Enthauptungsschläge der Luxusklasse.
 
b.) Wer aus Gründen der guten Nachbarschaft und der Resthoffnung auf eigenes Überleben vor dem angestrebten Konfliktfall mit Russland Wert auf gutnachbarschaftliche Beziehungen zu unserem östlichen Nachbarn legt, wird entfernt.
 
c.) Das Imperium steckt seine Grenzen nicht nur ab sondern säubert durch.
 
d.) Die über den gegen Österreich-Ungarn und Deutschland angezettelten Ersten Weltkrieg und die Vernichtungskonferenz von Versailles vor einhundert Jahren auf Kiel gelegte Ordnung in Europa darf nicht durch die in Wien in den letzten zwei Jahren gezeigte "Ausbruchspolitik" gefährdet werden.
 
e.) Zur Abfederung der NATO-Kriegspolitik muß der ungehinderte Zuzug von Menschen anderer Nationen ins offene Westeuropa aufrechterhalten bleiben.
 
f.) Gegen Russland wird das eigene Territorium in Geschlossenheit versetzt. Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis unter den gegebenen Umständen ein österreichischer Bundeskanzler "den Beitritt seiner Heimat, diesmal zur NATO" von einem Balkon in Wien dem staunenden Volk verkünden darf.
 
g.) Versailles und die gegen Österreich-Ungarn und Deutschland gerichtete Politik seit einhundert Jahren macht keine Gefangenen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: harald44

@ Max Moritz, 21.05.2019, 17:27 Uhr

Sie sprechen das aus, was ich seit Jahrzehnten an nationalen Kommentaren und nationalen Magazinen bemängele, und aus diesem Grund hatte ich das letzte davon (NATION & EUROPA) abbestellt.
Man beschränkt sich auf Seiten der sogenannten Rechten auf schonungslose Analysen, macht sich aber nicht die Mühe auzuzeigen, wie dagegen vorgegangen werden könnte. Und läßt somit den Leser deprimiert und ratlos zurück, denn was ihm analythisch vorgetragen wird, das kann er in den allermeisten Fällen selbst erkennen, wenn er nur offenen Auges durch unsere Städte geht.
Zum Beispiel sind selbst sogenannte sich rechts nennende Parteien zu feige, die Gebärfaulheit - anders kann man es nicht nennen - junger deutscher Frauen beim Namen zu nennen. Man könnte ja dadurch Wählerstimmen verlieren, aber wer so denkt, der hat schon im Herzen kapituliert, denn Fragen des Weiterlebens unsere Volkes dürfen NIEMALS kurzfristig parteitaktischen Überlegungen geopfert werden.
Wir als Christen sollten uns durchaus an der in solchen Fragen kompromißlosen Haltung unseres Herrn Jesus Christus orientieren.

Gravatar: Jörg Bellmann

@a „Wir brauchen also Politiker, die im Herzen katholisch sind!“

Mit Verlaub, Ihren letzten Satz (und nur den) halt ich für Blödsinn.

Gravatar: a

Bei so vielen Spielern entsteht immer eine komplexe Gemengelage. Im Augenblick haben wir aber eine gute Situation, denn der amerikanische Präsident hat deutsche Wurzeln und der russische spricht sehr gut deutsch. Nur die deutsche Bundeskanzlerin sprcht gar keine Sprache. Nichts ist perfekt! Im übrigen bin ich der Meinung, daß die Politik keinen dauerhaften Frieden schaffen kann. Das kann nur der Glaube, genauer der katholische. Wir brauchen also Politiker, die im Herzen katholisch sind!

Gravatar: Hartwig

@ Max Moritz 21.05.2019 - 17:27

Tja, "fundamentalistischer" und ungerechter Max Moritz, wer auf Sand gebaut hat, bauen wollte, dem schlottern dann und jetzt die Knie. :)

Wer dagegen auf einem Felsen ruht, der kann wunderbar schlafen.

Niemand kennt die Zukunft. Kein Mensch.

Gravatar: karlheinz gampe

@Max Moritz

Man sollte einen vorbereiteten Plan haben Deutschland zu verlassen ! Man kann dabei auch noch sehr viel an Steuern sparen und hat besseres Klima.) Berge oder Meer man kann es sich aussuchen. Ob man in Deutschland oder im Ausland unter Fremden lebt, ist egal.Da das deutsche Volk aufhört zu existieren, sollte sich nun jeder selbst der Nächste sein !

Gravatar: Schaumer

Die patriotischen alternativen Bewegungen sind zwischenzeitlich zu stark geworden, um sich von dieser kriminellen, durchschaubaren Geheimdienstaktion beeindrucken zu lassen. Ohnehin lesen die Unterstützer der Alternativen kaum noch die spiessigen Leitmedien und werden sich deshalb auch nicht davon abhalten lassen, weiterhin demokratisch alternativ freiheitlich zu wählen. Diese Geheumdienstaktion ist das letzte Aufbäumen eines zum Absterben verurteilten Establishments.

Gravatar: Unmensch

Wenn der allergrösste Teil von Politik und Medien im Gleichklang schwingt, dann könnte es daran liegen dass sie von der gleichen dunklen (im Sinne von unsichtbaren) Macht geleitet werden.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „g.) Versailles und die gegen Österreich-Ungarn und Deutschland gerichtete Politik seit einhundert Jahren macht keine Gefangenen.“

Scheinbar bis heute!!!

Führte die EU nicht auch deshalb die Todesstrafe wieder ein – lange bevor der Erdogan für die von ihm regierte
Türkei auch nur im Entferntesten daran dachte? https://www.oliverjanich.de/eu-todesstrafe

Gravatar: Max Moritz

Ihr Realismus, ihre Analyse sind erschreckend.
Sie sollten dabei nicht stehen bleiben und uns Leser mit dem Gefühl eines sich verdunkelnden Horizontes zurück lassen.

Ich erwarte von einem Politiker Ihrer Liga, dass Sie Lösungswege aufzeichnen, nicht allgemein formuliert "gut nachbarschaftliches Verhältnis zu Russland", das wissen wir, das wollen wir (die Gegenöffentlichkeit) doch mehrheitlich.
Sondern, was werden Sie tun, was sollen wir alle tun, wenn sich die politische Lage in diese Richtung, oder in eine andere Richtung entwickelt.
Sprich. Der schonungslosen Analyse muss die schwierige Phase der Synthese folgen.
Was sollen wir tun?
Was können wir hoffen?
MM

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