Bertelsmann-Studie: das verschwiegene Ergebnis

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Der Blätterwald raschelte gewaltig angesichts der Krippenstudie aus dem Hause Bertelsmann. Die Nachfrage an öffentlichen Betreuungsangeboten sei enorm und "höher als erwartet", einen regelrechten "Ansturm auf Kitas" gebe es. Der Ruf nach weiteren Ausbauanstrengungen und noch mehr Investition in frühkindliche Bildung ließ nicht lange auf sich warten, denn "mehr ist nicht genug", titelte dann auch der "Focus".

Ein Ergebnis der Untersuchung aber war interessanterweise niemandem eine Schlagzeile wert: Keines der 16 deutschen Bundesländer erfüllt den empfohlenen Personalschlüssel für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren in einer Betreuungseinrichtung. Auch in der Presseerklärung des “Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2010″ der Bertelsmann Stiftung findet sich dazu kein Wort. Dabei empfiehlt die Bertelsmann Stiftung in ihrer Studie für die U-3-Betreuung selbst einen Betreuungsschlüssel von einem Betreuer auf drei Kinder. Es dürfte doch auch den Wissenschaftlern der Bertelsmann Stiftung aufgefallen sein, daß lediglich das Saarland mit 3,5 Kindern auf einen Betreuer zumindest in die Nähe des empfohlenen Personalschlüssels kommt. In Westdeutschland ist die Betreuungssituation mit 4,8 Kindern auf einen Betreuer zwar wesentlich besser als in den Neuen Bundesländern mit 6,6 Kindern, von einer optimalen Betreuung aber sind alle Bundesländer meilenweit entfernt.

Dies gilt im Übrigen auch für die Betreuung der 3-6jährigen. Nur Bremen erfüllt mit 7,4 den empfohlenen Personalschlüssel von 7,5 Kindern. In Ostdeutschland betreut ein Erzieher im Durchschnitt 12,3 Kinder, im Westen des Landes sind es 8,9 Kinder.

Die „Bildung und bestmögliche Förderung aller Kinder“ hat sich das Familienministerium mit ihrem Krippenausbauplan auf die Fahnen geschrieben. Die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder sollen gefördert, Integration der Kinder mit Migrationshintergrund unterstützt und alle Kinder auf einen guten Start in die Schule vorbereitet werden. Kein Kind soll bei Schulantritt hinter einem anderen Kind in seinen Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten zurückstehen. Mal abgesehen von der Absurdität dieses gleichmacherischen Einheitsdenkens machen sich doch arge Zweifel breit, wie angesichts einer derart „suboptimalen“ Betreuungssituation auch nur eines dieser hehren Ziele erreicht werden soll.

Bevor die Kindergärtnerin mit den Kleinen und Kleinsten auch nur eine Zeile des pädagogisch wertvollen Liedes gesungen hat, haben die ersten zwei die Windel voll. Und in der English-Lesson no. 3 fängt Paul ganz fürchterlich an zu schreien. Anne will die Socken lieber als Handschuhe tragen, bekommt sie aber nicht übergezogen - Wut macht sich breit. Das Mittagessen liegt mehr unter dem Tisch als auf dem Teller und Annika schneidet Gustav lieber die Haare ab als Hasen aus. Kleinkinder brauchen unglaublich geduldige und liebevolle  Fürsorge - bei ihren ersten Gehversuchen, beim Trockenwerden, ihren ersten Schritten hin zur Selbstständigkeit. Woher soll der Erzieher diese Geduld und Liebe nehmen, wenn er neben der Betreuung, Aufsicht und Erziehung zudem angehalten ist, jeden der Entwicklungsschritte der Kinder auch noch genauestens zu dokumentieren.

Anspruch an die Kinderbetreuung in öffentlichen Einrichtungen und die Wirklichkeit in Kindertagesstätten klaffen vielerorts und mit Blick auf den realisierten Betreuungsschlüssel weit auseinander. Das ist die traurige Realität von der keiner berichten mag. Statt noch mehr Betreuungsplätze zu fordern, sollte sich endlich die Einsicht durchsetzen, daß eine gute Betreuung, die diesen Namen auch verdient, ganz davon abhängt, wieviel Zeit sich die Erzieher für jedes einzelne Kind nehmen, wieviel Zuwendung sie ihm geben können.

Die gute Nachricht zum Schluß. Es gibt auch eine Einrichtung, die den geforderten Personalschlüssel für unter dreijährige problemlos erfüllt: die Familie. Niemand kann so gut wie die Eltern einschätzen, wann das Kind welcher Zuwendung, welcher tröstenden Worte, welcher Herausforderung und Anforderung bedarf. Wer weiß, wie schwer das manchmal herauszufinden ist, kann die Schwierigkeiten eines Erziehers nachvollziehen, der dies für sieben weitere Kinder ebenfalls leisten soll. Individueller als von den Eltern kann ein Kind nicht betreut werden. Das sollte mal in einer Bertelsmann-Studie im Fazit stehen.

 

Personalschlüssel in deutschen Kinderbetreuungseinrichtungen 2009

Pressemeldung zum „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2010″

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Noah

Sie gehen weiterhin davon aus, Spitzer habe seine fraglichen Studienergebnisse als repräsentativ eingestuft.
Ich denke weiterhin, dass dies vor allem die Konsumenten seiner Studie tun, so wie auch Sie.
Er selbst hat einige Zeit nach der Studie von einer kleinen Gruppe gesprochen, auf die seine Erkenntnisse tatsächlich zutrafen. Eindeutig kein Beleg für etwas wirklich repräsentatives. Zudem sprach er von religiös hochmotivierten Personen, bei welchen die Umkehr der Neigung zugetroffen habe. Ein mehr als eindeutiger Hinweis auf die Möglichkeit religiös gesellschaftlicher Zwänge als entscheidender Faktor.
Und ja, in der Jetztzeit hat diese Möglichkeit in Deutschland sicher wenig Bedeutung, bei religiös geprägten Kreisen in den Staaten in viel stärkerem Maße wie auch in anderen Ländern, in denen Homosexualität bei weitem nicht die gesellschaftliche Akzeptanz genießt.
Woraus sich im übrigen für mich der Umstand ergibt, dass das besagte Neigungsverhalten als angeboren offenkundig wird, ist der Umstand, dass es sich in den meisten Fällen bereits in der frühpubertären Phase zeigt.
Wenn Sie entsprechende Untersuchungen hierzu nicht kennen sollten, wäre ich jetzt allerdings enttäuscht.

Das letzte Wort sei Ihnen gewährt

Gravatar: Noah

Nachtrag:
Spitzer selbst hat nach Fertigstellung seiner Studie einräumen müssen, dass seine Festsellungen nur auf eine kleine Gruppe religiös hochmotivierter Personen zutreffen würde.
Woher also der Wind bei Aussage zu der angeblichen Umkehr der Neigung weht,sollte spätestens an dieser Stelle jedem dämmern.

Gravatar: Noah

Jaja Berichtiger, arrogant und oberlehrerhaft wie immer.
Halten Sie es in Ihrer unendlichen Einsicht für möglich,dass jemand seine Neigungen aufgrund von Druck aus seinem Umfeld verleugnet? Nur mal als Denkanstoss.
Vielen Dank für das letzte Wort. Sie machen mich sooo gluecklich!

Gravatar: F. Grunert

Der Ausgleich metabolischer Defizite als Medizin gegen Homosexualität?
O weh, hier sollte der Arzt wohl besser den Platz auf der Liege einnehmen.

Gravatar: Noah

Nachtrag:
Niemand sollte sich erdreisten zu verlangen, eine Mutter sei verpflichtet ihre Kinder christlich zu erziehen. Es ist sehr wohl Sache der Eltern und liegt einzig in der Entscheidung der jeweiligen Mutter und des Vaters. Wie auch die Freiheit, selbst die Wahrheit für sich zu erkennen.
Glaubensfaschismus ist in diesem Lande zum Glück nicht an der Tagesordnung.
Im übrigen Frau Grubenbauer, unterlassen Sie lieber die armselig gönnerhaften Gebetsangebote für Ihre Widersprecher. Auf mich wirkt dies einfach nur arrogant.

Gravatar: Friedemann

Liebe Frau Grubenbauer,
Sie haben zwar grundsätzlich Recht mit Ihrer etwas antiquiert wirkenden Art, die Dinge auf den Punkt zu bringen und vielleicht sagt die nächste Generation, eigene Erfahrung bedenkend: Ja, das war richtig, leider wurde es nicht beachtet und wir müssen es nun ausbaden, sei es mit materiellen als auch ideellen Verlusten. Aber so ist das nun, der Mensch lernt meistens erst aus bitteren Erfahrungen, Kriegen und Nöten, und leider macht er dann schon wieder die nächsten Fehler, wirklich klüger wird er nicht, auch wenn kollektives Wissen sich summiert, manchmal auch neue Qualitäten entstehen lässt. In Anbetracht dessen, dass unser summiertes Wissen aber kaum den Promillebereich des maximal erkennbaren Wissens erreicht hat, hat der Mensch nun einmal die große Möglichkeit, vieles falsch zu machen, besonders dann, wenn er glaubt, Gott spielen zu können. Dann werden traditionelle Weisheiten von Jahrtausenden, denen der Hauch des göttlichen innewohnt, verworfen zugunsten eines simplen technischen Machbarkeitswahns. Aber irgendwann schlägt die Natur oder Gott, je nachdem, wie man es sieht, von der Sache her unterscheidet es sich nicht, brutal zurück, manchmal unumkehrbar, und auch hierfür gibt es unterschiedliche Namen und Ausdrucksweisen. Manches lässt sich vorherahnen, Gläubige haben dafür ihre Bildersprache, als Wissenschaftler stellt man sich einzelne vorherberechenbare Ereignisse vor, sehr unvollkommen zwar, aber eindeutig genug, um daraus konkrete Handlungshinweise zu formulieren, wohl wissend, dass sie nicht optimal sind. Optimale Richtlinien würden vom sog. modern denkenden Menschen ohnehin nicht verstanden werden, und die, die es verstehen könnten, vielleicht auch wirklich verstehen, manipulieren aus Gründen des Machterhalts sowie der materiellen Gewinnmaximierung die offizielle Meinung, sie erfinden totalitäre Kampfbegriffe, um unliebsame oder gar als gefährlich empfundene Gegenmeinungen zu unterdrücken, damit sie nicht Volkes Meinung werden können.

Es ist deshalb nur möglich, mit kleinen Schritten Schlimmstes zu verhindern, wie beispielsweise der Vorschlag, jedem 500 Euro pro Monat und Vorschulkind anstelle einer Krippen- oder Kinderplatzgarantie zu geben bei gleichzeitiger horizontaler Steuergerechtigkeit für Familien entsprechend den Urteilen des BVG. Ob dadurch die Liebe zu Kind und Ehepartner langfristig wieder etwas verbessert wird, der Wunsch zum Kind vermehrt und Ehescheidungen reduziert werden, muss die Zukunft zeigen.

Gravatar: Familiensplitting

"Es gibt auch eine Einrichtung, die den geforderten Personalschlüssel für unter dreijährige problemlos erfüllt: die Familie. Niemand kann so gut wie die Eltern einschätzen, wann das Kind welcher Zuwendung, welcher tröstenden Worte, welcher Herausforderung und Anforderung bedarf."

Da kann ich ihnen voll und ganz zustimmen.

Es gibt natürlich (leider) so einige Eltern gibt, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, sondern lieber Karriere machen wollen. Für die Leute brauchen wir die Kindergärten.

Allen Eltern, die sich aber selbst um die Erziehung kümmern wollen, sollte dies ermöglicht werden! Dazu bedarf es eines "Erziehungsgeldes" oder ähnlichem. Leider gibt es aber jetzt schon viele schwarze Schafe, die das Kindergeld nicht für die Kinder einsetzten...

Ich bin daher für ein Förderung durch "Familiensplitting" wie in Frankreich!

"Das Einkommen aller Familienmitglieder (statt nur der Ehegatten) wird zu einem Gesamteinkommen summiert."
(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Familiensplitting)

Gravatar: Marlies

Auch ich halte ein Betreuungsgeld von 500 ¤ für wünschenswert. Mütter könnten dann frei entscheiden, ob sie davon den Krippenplatz bezahlen, ihr Kind einer Tagesmutter anvertrauen oder doch selbst betreuen wollen. Meines Erachtens und auch wissenschaftlichen Studien und Erfahrungen zufolge ist für das Kleinstkind eine enge Bindung an eine Bezugsperson (im Idealfall die Mutter) immer noch das Beste. Auch wenn Feministinnen und Politiker ohne eigene Erfahrung uns zu Lasten der Mütter, Kinder und Steuerzahlen für dumm verkaufen und vom Gegenteil überzeugen wollen. Hoffentlich wird dieser staatlich verordnete Wahnsinn wieder gestoppt.

Gravatar: Susanne

@Grubenbauer
Wie kommen Sie dazu, mir vorschreiben zu wollen, ob ich meine Kinder in eine Krippenbetreuung gebe oder nicht? Es ist meine Angelegenheit, darüber zu entscheiden. Ich maße mir auch nicht an, Ihnen sagen zu wollen, wie Sie zu verfahren haben. Wenn Sie für sich sprechen, ok, aber für mich sprechen Sie keinesfalls. Nehmen Sie davon gefälligst Abstand.

Gravatar: Benedikt N

@Anna
Der Lateiner sagt: Contra factum non valet argumentum. Fakten sind höher zu bewerten als Argumente. Dass ein Kleinkind, das von familiären Bezugspersonen betreut wird, besser betreut wird als durch Angestellte, lässt sich nicht wegdiskutieren. Solche Wahrheiten auszusprechen, das ist der "Freien Welt" durchaus angemessen.

Es entspricht auch dem Freiheitsideal, dass Eltern Betreuungs- und Berufsentscheidungen eigenverantwortlich fällen. Wenn Sie als Elternteil Ihre berufliche Karriere - vielleicht in Teilzeit - als wichtigen Wert erachten und Ihr Mann das ebenso sieht, dann haben Sie natürlich das Recht, sich dementsprechend zu entscheiden. Das ist Ihre persönliche Präferenz.

Entschieden wehren muss man sich jedoch gegen eine Subventionierung persönlicher Präferenzen durch den Steuerzahler. Dass die Kinderbetreuung durch Steuergelder finanziert wird, während die Erziehung zu Hause weitgehend leer ausgeht, ist ungerecht.

@Susanne
"Eine simple Lösung, die für alle gilt, gibt es nicht."
Die Formulierung gefällt mir. Daher sollte der Staat die Lösung dieser Problematik den Familien überlassen und sich da nicht mittels "Social engineering" einmischen.

Gravatar: Friedemann

@Susanne
Wenn es auch keine simple Lösung gibt, so gibt es doch eine, die das Problem erheblich verkleinern könnte. Neben horizontaler Steuergerechtigkeit für Familien, wie in mehreren Urteilen des BVG seit vielen Jahren gefordert (leider bis heute aber nicht verwirklicht) wurde, sollte dieses Prinzip der horizontalen Familiengerechtigkeit auch in Krankenkassen- und Rentengesetzgebung Anwendung finden. Ferner sollte ein Erziehungsgeld von 500 Euro pro Vorschulkind und Monat für alle gezahlt werden, wovon dann jegliche Kosten für Betreuung selbst getragen werden müssten, seien es staatliche Plätze (derzeit durchschnittlich etwa 1200 Euro für den staatlichen Krippenplatz mäßiger Qualität, für den Kindergartenplatz die reichliche Hälfte, private Plätze allgemein deutlich günstiger) oder Tagesmütter (400 bis 500 Euro). Das würde letztendlich nur die Hälfte (ca. 30 Milliarden jährliche Zusatzkosten) der direkten Kosten des jetzigen unsinnigen Krippenausbauprogramms (wenn wie in Schweden bis 2008 über 90% das Programm nutzen real über 50 Milliarden, bei guter Qualität, also Betreuungsschlüssel 1 zu 3 und Erzieher mit Fach- und Hochschulabschluss sogar 100 Milliarden Euro pro Jahr) erfordern. Schweden hat es mit 300 Euro und Norwegen mit 450 Euro Erziehungsgeld vorgemacht, die Mehrzahl der Eltern nutzt das Angebot und der Staat spart dabei und muss nicht andere soziale Maßnahmen und kommunale Aufgaben im Gegenzug kürzen. Das wichtigste aber sind die reduzierten Folgekosten der Behandlung psychisch geschädigter Kinder durch Krippenerziehung, was möglicherweise das an Rohstoffen reichere Schweden und Norwegen zu diesem Kurswechsel veranlasste. ADHS und Autismus, durch Krippenerziehung begünstigt, kosten deutschlandweit allein zweistellige Milliardenbeträge jährlich, Tendenz leider steigend, mit künftigen dreistelligen Milliardenbeträgen kann gerechnet werden, wenn dieses Programm weitergeführt wird.

@Anna
Wie bereits dargelegt, wären 500 Euro Erziehungsgeld eine optimale Maßnahme und würde sowohl eine Alternative für selbst betreuende als auch weiterhin berufstätige Mütter darstellen. Diese Variante, den totalitären Staatsdirigismus zurückzufahren, vertritt u.a. auch Paul Kirchhof, ein leider von der SPD verhinderter Minister im ersten Kabinett Merkel.

@Kerstin Schneider
Weitgehende Zustimmung, Sie haben es auf Ihre Weise als Frau und Analyst auf den Punkt gebracht. Leider werden Sie aber damit das Monsterprogramm Krippenausbau, das Länder und Kommunen Überschuldung und weitgehende Handlungsunfähigkeit bescheren wird, nicht stoppen können, obwohl ich schon manchmal vermutet habe, dass der Benjamin unter den Ministern noch einige unverdorbene Gedankenansätze hatte, die aber in ihrem eigenen Genderverein weitgehend gegendert wurden.

Gravatar: Susanne

Jede verengte Betrachtung endet in Schwarz-Weiß-Malerei. Ob der Autor Bertelsmann-Stiftung oder Kerstin Schneider heißt, bleibt sich gleich. Eine simple Lösung, die für alle gilt, gibt es nicht.

Gravatar: Anna

Leider empfinde ich als werdende berufstätige Mutter das Fazit ihres Kommentars als blanken Hohn! Gerade von einer "Freien Welt" habe ich immer angenommen, hier neben der familiären auch eine berufliche Verwirklichung finden zu können. Dass dies durch eine mehr als nur suboptimale Betreuung von Kleinkindern durch die öffentliche Hand zu einem wahren Spießrutenlauf wird, das habe ich ja schon geahnt (und erlebe es gerade auch tatsächlich am eigenen Leib).
Dass hingegen auch weiterhin Frauen die Familie als den einzig glücklich machenden Hort des Werdens und Wachsens empfehlen halte ich für vollkommen reaktionär und unserer heutigen gesellschaftlichen Realität einfach nicht mehr angemessen!
Und damit möchte ich noch nicht einmal eine Diskussion um solche Familien entfachen, die mit der Erziehung ihrer Kinder nicht weniger überfordert sind als Erzieherinnen mit der Betreuung derselben in einer Krippe....

Gravatar: Menschenskind

Gut auf den Punkt gebracht, Frau Schneider! Besonders treffend sind die beiden letzten Absätze. Danke für den Kommentar!

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