Begriff Judaslohn ist nicht antisemitisch

Wer den Begriff "Judaslohn" als antisemitisch bezeichnet, ist entweder strunzdoof oder aber ideologisch vollkommen verstrahlt. Wobei die eine Option die andere nicht unbedingt ausschließt.

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Judas Ischkariot erhielt 30 Silberlinge dafür, dass er Jesus mit einem Kuss verriet. Beide sind als Juden aufgewachsen und erzogen worden. Für diesen Verrat an einem Wegbegleiter, an einem Freund, erhielt Judas seinen Lohn, den Judaslohn. Dieser Begriff etablierte sich relativ schnell als Synonym für den Verrat in den eigenen Reihen. Bisher kam aber niemand auf die Idee, die Verwendung als Antisemitismus zu bezeichnen.

Marius Müller Westernhagen veröffentlichte 1994 ein Lied mit eben diesem Titel.
Die Folge 4 der ersten Staffel von SOKO Stuttgart (Sendereihe vom ZDF -> Zwangsabgabe deckt Finanzierung) aus dem Jahr 2015 trug ebenfalls den Titel "Judaslohn".
Jerzy Montag (Grüne) sprach am 28. Mai 2009 vom Judaslohn für Verrat, der Parteikollege Thomas Gambke erwähnte am 24. April den Judaslohn in Höhe von 1,6 Milliarden Euro.

FDP-Brüderle sah bereits am 10. April 2003 einen ordnungspolitischen Judaslohn, den Johannes Kahrs von der SPD am 07. Oktober 2005 in Form des Postens des Bundestagspräsidenten entrichtet sah. Und Karl Lauterbach, ebenfalls von der SPD, der sich aktuell so ganz bitterlich über die Verwendung des Begriffes echauffierte, brüllte selbst am 14. August 2010 davon, dass jemand nun den Judaslohn zahle.

Sind das alles Antisemiten? Judenfeinde? Warum erhob sich kein Wehgeschrei? Wieso schwieg man seitens der jüdischen Gemeinde? Womöglich, weil sich dieses Mal ein AfD-Mann erdreistete, den identischen Begriff zu verwenden? Oder ist das nur eine Verschwörungstheorie?

Doch der AfDler hat einen gravierenden, sogar grundsätzlichen, Fehler begangen. Brandner sagte, das Bundesverdienstkreuz für Lindenberg sei dessen Judaslohn für seine verbalen Ausfälle gegen die AfD. Doch Judas erhielt seinen Lohn, weil er einen Freund verriet. Lindenberg hätte also mit seinen Worten einen Freund verraten müssen. Aber einmal ganz ehrlich gefragt: wer in der AfD will so einen Typen wie Lindenberg als Freund bezeichnen?

Lindenberg hat daher keinen Freund verraten, kann also somit auch keinen Judaslohn erhalten haben. Er bekam den Orden für seine Kriecherei, sein getroffenes Arrangement mit dem System. Er quakte, damit ihm, dem abgehalfterten einstigen Panik-Rocker, noch ein paar Brosamen an Aufmerksamkeit geschenkt werden.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Xaver

Der germanix dreht wohl im Kreis.
Wie kann ein Mensch nur so rechthaberich sein.
Das nervt.

Gravatar: germanix

Micha Dinnebin hat RECHT:

Zitat:

"Wer den Begriff "Judaslohn" als antisemitisch bezeichnet, ist entweder strunzdoof oder aber ideologisch vollkommen verstrahlt.

Zitat:

"Begriff Judaslohn ist nicht antisemitisch" - ich hoffe, die unten beschriebenen lieben Kommentatoren flippen nicht gleich aus, wenn Micha Dinnebin die Nichtverstehenden als "strunzdoof" und "vollkommen verstrahlt" bezeichnet! Doch da muss ich ihm leider Recht geben!

@ Herr H.B. 21.11.2019 - 20:53
@ Hannelore 21.11.2019 - 23:47
liebe Hannelore, wir, die Bürger in Deutschland haben auch nichts zu sagen und sind dennoch der Souverän - das gleiche galt auch für die Juden zu Christi-Zeiten. Sie hatten nichts zu sagen und waren dennoch der Souverän - jetzt verstanden?

@ Thomas Rießler 14.11.2019 - 17:05
@ Hermine 22.11.2019 - 22:21
liebe Hermine, dass hat nichts mit Judenfeindschaft zu tun - das ist ein Denkfehler von Ihnen!

@ Britta 25.11.2019 - 21:41
liebe Britta
Beispiel: wenn ein Jude einen Juden umbringt und das wird als Meldung in den Medien gebracht, dann ist man noch lange nicht antisemitisch - es könnte auch das Gegenteil sein - ich selbst habe viele jüdische Freunde - sie amüsieren sich über Ihre und ähnliche Kommentare!

Gravatar: Britta

Was man Juden alles andichten will, ist erschütternd.
Sogar den Mord an den Juden.
Jedes Kind, jeder Idiot weiß, es waren die römischen
Soldaten.

Mit dem Jesusmord hat man Juden seit mehr als
2000 Jahren verfolgt. Im TV sah ich eine Sendung über
amerikanische Juden. Ein älterer Jude, erzählte, dass
er in seiner Schulzeit fast täglich von einem Italiener
verprügelt wurde, für den Mord an Jesus.
Da zeigt sich wieder, was selbst verbrochen wurde,
will man anderen in die Schuhe schieben.
Die Römer waren damals ja noch Heiden.

Gravatar: Hermine

https://www.mena-watch.com/moeglicher-khamenei-nachfolger-besucht-libanesisch-israelische-grenze/

Die Judenfeindschaft und ebenfalls Israelfeindschaft breiten sich leider immer mehr aus. Sogar in Deutschland
was besonders zu rügen wäre, nach allem was war.
Der kleinste Anflug von Judenfeindschaft sollte gerade
in unserem schönen Land hart getadelt werden.
Wie gefährlich dieser Hass gegen Juden ist, beweist
der obige Artikel. Ich hoffe, dieser widerliche Iraner
reist nur sein Maul weit auf und es steckt nicht mehr
dahinter.
Wollen dumme, hasserfüllte Menschen die Welt noch
mal an den Abgrund bringen?
Haben Menschen noch immer nichts gelernt.

Der Friede der Welt ist in großer Gefahr.
Wehret den Anfängen, auch wenn es NUR um Worte geht. Dabei, so glaube ich, sind die Anfänge schon weit
überschritten.

Gravatar: germanix

@ Hannelore 21.11.2019 - 23:47

Tut mir Leid, Sie sind nicht Bibel-Fest! In der Bibel steht geschrieben, dass die Juden in diesem Falle befragt wurden, nicht die Römer! Schauen Sie sich nochmals die Bibel an dieser Stelle genau an - Sie werden staunen - die Römer hatten zwar die Macht - doch Pilatus war so schlau und fragte nur und ausschließlich die Juden! Ist das so schwer zu verstehen?

Gravatar: karlheinz gampe

@ germanix

Stimme Ihnen zu. Denn ohne die Pharisäer(Ursache) und ihre Gefolgschaft wäre Jesus nie verurteilt worden. Die Legionäre und Pilatus sind nur als Werkzeug dieser zu sehen. Man bestraft ja auch nicht das Gewehr sondern den Schützen(Ursache), der es abfeuert.

Gravatar: Hannelore

@ germanix

Zur Zeiten Jesus stand Israel unter römischer Besatzungs-
macht. Die Juden hatten in ihrem eigenem Land nichts
zu sagen. Sie waren nicht, wie Sie behaupten der Souverän im Land. Der war die römische Besatzungs-
macht. Es wurde getan was die Römer wollten und nicht
was die Juden wollten. Juden hatten keine Macht in ihrem
Land. Wie so oft nicht. Darum sind am Tod Jsesus die Römer schuld und nicht die Juden. Aber Jesus ist doch auferstanden. Kann so schlimm nicht sein. Oder?

Auch heute will man den Juden vorschreiben, was in
ihrem Land geschehen soll. Noch nicht einmal die
Hauptstadt Jerusalem wird von den meisten Staaten
der Erde als Hauptstadt anerkannt.
Eine Schande ist das.

Gravatar: Oskar

Das Wort Verräter finde ich angemessener, zutreffender
und es kommt auch nicht zu unliebsamen Missverständnissen.

In diesem Land gibt es genügend Probleme, man sollte
sie nicht herbei reden.
Worte können oft verletzten. Und Menschen die bereits
sehr verletzt wurden muss man nicht noch absichtlich
verärgern.

Verräter finde ich gut.

Gravatar: Herr H.B.

@ germanix

Wenn die römischen Soldaten gewollt hätten, so hätten
sie Jesus nicht ans Kreuz schlagen müssen. Sie hätten
ihn auch nicht voller Brutalität auspeitschen brauchen.
Das haben diese Besatzer gerne gemacht.

Juden standen am Wegrand und haben Jesus beweint
und haben für ihn gebetet. Sie haben ihn getröstet und
haben ihn wieder aufgerichtet wenn er zusammen gebrochen war. Juden standen bis zu letzt
bei ihm am Kreuz. Und haben bei ihm ausgeharrt.
Denn er ist einer von ihnen.

Wir können gerne bis zum St, Nimmerleinstag darüber
streiten. Die Römer haben Jesus getötet. Niemand sonst.

Gravatar: Sam Lowry

Meine Freunde stehen morgens auf, um meine Frührente zu bezahlen, während ich noch 6 Stunden schlafe.

Unabhängig davon, dass ich selbst mal als Selbstständiger monatlich etwa 20.000,00 DM in die Kassen eingezahlt habe, erhalte ich monatlich einen Judaslohn.

Ich verrate doch ebenfalls meine Freunde. Oder nicht?

Gravatar: germanix

@ Herr H.B. 20.11.2019 - 17:55

Nein - Sie haben nicht Recht. Hätten die Juden gerufen, lasst Jesus frei, so wäre Jesus frei gekommen.

Sie vergessen, dass der Souverän gefragt wurde - der Souverän hat geurteilt und Pilatus hat gehandelt - PUNKT!

Und kommen Sie mir nicht mit der Verbreitung von Lügen über die Juden! Den Antisemitismus lassen Sie gefälligst in Ihrer Tasche - Sie sind weder diskussionsfähig, noch kapieren Sie Banalitäten. Fakten sind Ihnen FREMD!

Zum letzten Mal - der Souverän hat auf Grund der Frage von Pilatus das Urteil gefällt. Wer Jesus ans Kreuz geschlagen hat, ist unwesentlich - das Urteil fällten die Juden - nicht die Römer und nicht Pilatus.

Gravatar: Thomas Rießler

Der Verrat des Judas Iskariot kann auf unterschiedliche Art und Weise interpretiert werden. Die feministische Auslegung mag in ihm den treulosen Mann sehen, die marxistische Auslegung vermutlich den gierigen Kapitalisten, der aus Geldgier handelt. In der völkischen Auslegung wird er stattdessen der verräterische Jude sein, egal ob er nun tatsächlich Jude oder Galiläer war. Es hängt also ganz von dem persönlichen Hintergrund des Bibelauslegers ab, ob die Sache mit dem Judaslohn als Antisemitismus zu werten ist, oder nicht. Ausgerechnet denjenigen, die andauernd von den verräterischen und mordenden Juden fabulieren und auf der Suche nach derartigen Beispielen sogar zu Bibellesern werden (was ihnen sonst kaum in den Sinn gekommen wäre), weisen nun jedoch den Vorwurf des Antisemitismus weit von sich, was aber für mich nicht überzeugend klingt. Trotz all der biblischen Beispiele für jüdische Sünden, werden die Antisemiten mit der Bibel jedoch nicht glücklich. Da gibt es nämlich zu viele andere Stellen, die ihrem Judenhass widersprechen, wie z.B. „Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden.“ (Joh 4,22)

Gravatar: Herr H.B.

@ Germanix

Ihr Kommentar v. 17.11.2019, 17,05

In diesem Kommentar haben Sie behauptet, dass Juden
Jesus getötet haben. DAS STIMMT NICHT.
Ich habe schon mal geschrieben, Jesus wurde von
römischen Soldaten getötet.
Wie kommen Sie erneut dazu das zu leugnen.
Sie haben nicht Recht, finden sie sich damit ab.
Und verbreiten Sie nicht länger Lügen über die Juden.

Und wenn Pontius Pilatus auch sagte, er wasche seine
Hände in Un schuld so hat er doch das Todesurteil
ausgesprochen, ob es Ihnen passt oder nicht.

Und falls Bibeltexte Ihnen zu schwer zu verstehen sind,
es gibt zahlreiche Bibelfilme da können Sie sogar
sehen, was die römischen Soldaten gemacht haben.
Nämlich, Jesus getötet!

Gravatar: germanix

@ Thomas Rießler 18.11.2019 - 23:26

Für Sie gilt das Gleiche - siehe mein Kommentar:

@ germanix 19.11.2019 - 20:28

Gravatar: germanix

@ Herr H.B. 18.11.2019 - 22:44

FALSCH - tut mir Leid, Sie sind mit Unwissen beseelt!

Das Evangelium nach Matthäus: "Das Verhör von Pilatus: 21 Der Statthalter (Pilatus) fragte sie (die Juden): Wen von beiden soll ich freilassen? Sie riefen: Barabbas! 22 Pilatus sagte zu ihnen: Was soll ich dann mit Jesus tun, den man den Christus nennt? Da antworteten sie (die Juden) alle: Ans Kreuz mit ihm!"

Pontius Pilatus hat seine Hände in Unschuld gewaschen und das Volk, die Juden befragt, ob er Jesus ans Kreuz schlagen lassen soll!

Dumm gelaufen für Sie!

Und - die "schrecklichen Fehler" die Sie mir andichten wollen, sind in Ihrem verdorbenen Geist - bevor Sie jemanden der falschen Aussage bezichtigen - prüfen Sie Ihr vermeintliches Wissen - Ihr Wissen ist fehl geleitet! Tun Sie Buße - Sie haben es NÖTIG - bitte ganz schnell!

Verschonen Sie mich mit weiteren Kommentaren!!!

Gravatar: Thomas Rießler

„germanix“, die Bibellektüre ist Ihnen wohl nicht gut bekommen. Ihre Bibelauslegung macht einen wirren Eindruck auf mich, fast möchte ich „undeutsch“ sagen. Wer die Sache nach rund zweitausend Jahren Judenverfolgung und auch Bibelauslegung immer noch nicht versteht, wird sie wohl nie verstehen.

Gravatar: Herr H.B.

@ germanix

Wie kommen Sie dazu, hier Ihr Unwissen zu verbreiten.
Oder ist es gar böse Absicht?
Jesus wurde nicht von Juden umgebracht.
Römische Soldaten haben ihn ans Kreuz geschlagen.
Verurteilt wurde er von Pontius Pilatus, dem röm. Feld-
herrn.

Bitte in der Bibel nachlesen oder in die Kirche gehen.
Dann können Ihnen demnächst solche schrecklichen
Fehler nicht mehr passieren.
Unglaublich Ihr Kommentar!
Auf Grund solcher Lügen wurden Juden auch verfolgt.
Und ich denke, dass wissen Sie ganz genau.

Gravatar: germanix

@ Thomas Rießler 14.11.2019 - 17:05

Zitat:

"...kann ich schon verstehen, wenn Juden pikiert darauf reagieren...".

Falsch - Juden sind weder pikiert noch sauer! Man lese den Bibeltext durch - (siehe mein Kommentar) - und - dann müsste die gesamte Bibel umgeschrieben werden. Jesus war Jude und ist von Juden umgebracht worden. Keiner regt sich darüber auf!

Daher - wer so etwas "versteht", sorry - ist nicht im Bilde!

Gravatar: posly

@ germanix 14.11.2019 - 20:02

Germanix hat vollkommen Recht - kann mit unterstreichen!

Gravatar: Heinold Perkmann

Jener Mann, Franz Raffl, der 1810 den auf der Pfandler Alm in Passeiertal versteckten Tiroler Landeskommandanten Andreas Hofer gegen Geld an Napoleon verriet, wird heute noch als der "Judas von Tirol" bezeichnet.

Gravatar: germanix

germanix 13.11.2019 - 17:39

Der Judaslohn ist selbstverständlich nicht antisemitisch - die Lefzen-Lecker Merkels sind

Zitat: "...entweder strunzdoof oder aber ideologisch vollkommen verstrahlt..." - da hat Micha Dinnebin vollkommen Recht!

Hier mein Text von "AfD-Mann..." - passt für dieses Thema wie die Faust aufs Auge!

"Die Abwahl von Brandner ist eine Mischung von Dummheit und Anmaßung" - so Gauland!

Und Gauland hat Recht"

Wie steht es so schön in der Bibel:

„Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald!"

Judas ist ein Verräter und bekam dafür den Judaslohn!

Ihr Altparteien-Dumpfbacken, Ihr Regierungs-u. Parlaments-Trottel - habt Ihr das verstanden?

Dann müssten der Papst, die Kardinäle, die Priester allesamt ständig jedes Jahr aufs neue abgewählt werden, denn sie lesen und sprechen beständig vom Judaslohn - vom Lohn eines Verräters!

Ich erkenn keinen Antisemitismus in dieser Aussage von Brandner, aber auch keinen Antisemitismus des Bibeltextes!

Was für Pharisäer sind nur unsere Altparteien-und Regierungs-Dumpfbacken - sie nehmen auch den Judaslohn in Empfang, indem sie alle das Deutsche Volk verraten!

Gravatar: Thomas S

Brandner wurde nach seinem "Judaslohn" Tweet von seinem Vorsitz des Rechtsausschusses abgewählt.
Wie sieht es bei den anderen aus?

Gambke, Montag und Brüderle sind nicht mehr im Bundestag.
Von den Politikern, die das Wort "Judaslohn" gebraucht haben sind also nur noch Kahrs und Lauterbach (beide SPD) übrig.

Und bei den beiden SPD-Genossen übernehmen schon die Wähler die Abwahl. 4,9% wären also nur gerecht.

Gravatar: Thomas Rießler

Weil der Vorname des Judas Iskariot dummerweise auf das jüdische Volk hinweist, kann ich schon verstehen, wenn Juden pikiert darauf reagieren, wenn dieser Name in Verbindung mit Verrat gebracht wird. Das ist halt eine unzulässige Verallgemeinerung.

Andererseits wird die AfD von marxistischer Seite mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht, weil die AfD gegen den Marxismus aufgestellt ist (oder zumindest so wahrgenommen wird) und weil die Nazis dies ebenfalls waren. Ergo kommt die AfD für die Linken eben aus dieser rechten Ecke. Ja, so primitiv funktioniert das Denken vieler linker Menschen und die AfD geht ja auch sichtbar dagegen an.

Inzwischen wird in gewissen Kreisen sogar schon unverhohlen das Motto der friedlichen 89er Revolution („Wir sind das Volk“) als rechtspopulistische Sprachmanipulation diskreditiert. Denn darin kommt ja der Begriff „Volk“ vor und der ist halt bei den Linken verdächtig. Oder ist es ganz im Gegenteil einfach so, dass denen die ganze 89er Revolution ungelegen kam und dass die angeblich geläuterten Linken verdächtig sind? Wer hält da dagegen? Womöglich wird das Problem gar nicht verstanden, weil es sich nicht nur um ein Signalwort, sondern um einen ganzen Satz handelt.

Gravatar: Alexander Achtstätter

Jesus, der Sohn Gottes, war von Geburt an Jude.
War er etwa ein Antisemit weil er das Judentum kritisierte und in Frage stellte?
Wäre die Behauptung dass, laut der heiligen Schrift die Juden den Gottessohn an die Römer verraten haben schon antisemitisch?
Steht dort auch nicht unwiderruflich dass Judas den Gottessohn identifizierte und somit seine Festnahme durch die Römer erst ermöglicht wurde?
Erhielt er für den Verrat an seinem Meister etwa kein dreißig Silberlinge?
Ja, es kann durchaus sein dass die gutmenschelnden, hypermoralischen Altparteienprotagonisten etwas intellektuell Minderbemittelt sind und den Begriff "Antisemitismus" nicht zu deuten wissen!
Antisemitismus ist das was sie jeden Tag, sehenden Auges und hörenden Ohres, auf unseren Straßen wahrnehmen und als "kulturelle Bereicherung" bezeichnen.
Wo sind die Koks-Michels des Zenralrates die sich hierüber empören?

Gravatar: Karl Napp

@ Sir Dinnebin, vielen Dank dafür, daß Sie über Bedeutung des Ausdrucks "Judaslohn" und seine vielfältige Verwendung im grün-roten Staatsfernsehen ARD/ZDF und von Politikern der Altparteien aufklären.

U. Lindenberg gehört nicht der AfD an, sondern ist ein Freund von G. Schröder, SPD. Er bekam vom Bundespräsidenten, SPD, also keinen Judaslohn, sondern eher eine Art "Vaterländischen Verdienstorden" für seine Stimmungsmache gegen die AfD. Als Vorsitzender des Rechtsausschusses des BT hätte Brandner das wissen können und müssen. Dafür ist er in der Tat zu rügen.

Das hasserfüllte Vorgehen der Funktionäre der Altparteien gegen die demokratisch gewählten AfD-Kandidaten für parlamentarische Ämter erinnert an das Vorgehen von Herrmann Göring, NSDAP, gegen die Sozialdemokraten, als er Präsident des Reichstags geworden war. Es lässt Schlimmes für unsere junge Demokratie befürchten.

Gravatar: karlheinz gampe

Judaslohn ist eine alte und treffende Bezeichnung für unverdienten Lohn für schändliche Tat(Verrat) ! Jedoch fühlen sich unsere Politiker der Altparteien sofort getroffen streichen sie doch selbst ihren Judaslohn( Diäten) für ihr schändliches Tun ein. Sie sitzen im Bundestag wie die Pharisäer im Tempel. Die SPD wird nicht umsonst für ihr Tun als Volksverräter bezeichnet.Aufgrund dieser Parallelen sind unsere Politiker schwer getroffen und wollen solche, für sie belastende Ausdrücke verbieten.Nennt sich dann political correctness. Was soll denn noch alles verboten werden ? Kriminelle, verlogene, rote CDU Stasi IM sollte wieder einmal eine Kirche aufsuchen oder bevorzugt sie jetzt eine Moschee ?

Gravatar: Werner N.

Richtig, Micha Dinnebin! Denn danach wären nicht nur die Bibel, Dogmen und viele theologische Schriften antisemitisch, sondern auch Wörterbücher, in denen der Begriff "Judaslohn" – ohne Zusatz "antisemitisch" beschrieben wird. Zitat *Wikipedia*: .."Ju|das|lohn, der <o. Pl.> [nach der von den Hohen Priestern an Judas Ischariot gezahlten Geldsumme für den Verrat Jesu; vgl. Matth. 26, 15]"..

Natürlich geht es hier um den bekannten Anspruch alleiniger Deutungshoheit von Begriffen durch "Linke". Die Absicht ist nicht "Aufklärung", sondern den politischen Gegner in undemokratischer Weise mundtot zu machen.

Gravatar: Unmensch

Im Kampf gegen die politische Konkurrenz nimmt man es mit der Objektivität nicht so genau. Hauptsache der Gegner wird geschädigt. Das Problem ist, dass es keine unparteischen Schiedsrichter mehr gibt.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Wer den Begriff "Judaslohn" als antisemitisch bezeichnet, ist entweder strunzdoof oder aber ideologisch vollkommen vertrahlt. Wobei die eine Option die andere nicht unbedingt ausschließt.“ ...

Ist von den Mitgliedern der Fraktionen fast aller unserer(?) Altparteien etwa mehr zu erwarten?

Tatsächlich stellen sich nun aber auch mir die Fragen(?):

„Sind das alles Antisemiten? Judenfeinde? Warum erhob sich kein Wehgeschrei? Wieso schwieg man seitens der jüdischen Gemeinde? Womöglich, weil sich dieses Mal ein AfD-Mann erdreistete, den identischen Begriff zu verwenden? Oder ist das nur eine Verschwörungstheorie?“??

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