Nach Lehrer-Mord muss der Kampf gegen den Islamismus endlich beginnen

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Nach Lehrer-Mord muss der Kampf gegen den Islamismus endlich beginnen
Datum: 21.10.2020, 11:44

Mit einem Metzgermesser enthauptete ein aus Tschetschenien stammender 18-Jähriger in einem Pariser Vorort einen Lehrer. Der Lehrer hatte mit Schülern über Meinungsfreiheit diskutiert und im Unterricht Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed gezeigt. Darauf steht für strenge Islamisten Enthauptung. Was das deutsche Establishment in Politik, Medien und Gut-Menschen-NGOs seit Jahren leugnet: Der Islamismus ist nicht nur in Frankreich eine große Gefahr, sondern auch für Deutschland und bedroht unser christliches Europa. Das Schweigen der Linken in Deutschland zu den Vorgängen in Frankreich ist ohrenbetäubend. Dieses Wegducken und Kleinreden ist brandgefährlich. Während ganz Frankreich erschüttert ist, das Problem „Islamismus“ benennt und gegen die Ermordung des Lehrers massiv mobilisiert und protestiert, herrscht bei uns Ruhe, eine Friedhofsruhe in einer Mischung aus Ignoranz gegenüber der islamistischen Bedrohung und der Angst, die Wahrheit öffentlich zu erklären, um nicht in die "rechte Ecke" gestellt und damit geächtet zu werden. SPD-Außenminister Maas unterschlägt einmal mehr das Wort "Islamismus" bei diesem Terrorangriff. Er redet nur von „Extremismus, Terror und Gewalt“. Maas' Versagen beschreibt die Bild-Zeitung treffend: "Wenn wir das nicht einmal aussprechen, können wir Islamismus nicht bekämpfen." Dabei zielte der islamistische Terrorakt in Frankreich gegen die Meinungsfreiheit in allen nicht-islamischen Ländern. "Eine Freiheit, die längst nur noch auf dem Papier existiert", wie die Tageszeitung WELT schonungslos kommentiert. Dagegen brachte es die FAZ fertig, aus Anlass des bestialischen Mordes in Frankreich unter dem Titel „Lehrerverband warnt vor Klima der Einschüchterung“ zwar zutreffend zu beschreiben, dass vielerorts auch in Deutschland wegen Drohungen der Eltern und der Schüler der Lehrplan bestimmte Themen nicht behandeln kann. Die FAZ verwies dabei aber nur auf den „entsprechenden Migrationshintergrund“ der Beteiligten, ohne das Wort „Islam“ zu benutzen. Dafür benannte sie einen Schuldigen dann doch: die AfD. Denn die AfD schüchtere die Lehrer ein. Die FAZ war mal ein angesehenes Blatt. Lange ist es her. Islamisten haben mit Terror längst ihre Ziele durchgesetzt. Seit der Fatwa der iranischen Terror-Mullahs gegen Salman Rushdie vor 31 Jahren überlegt es sich jeder Schriftsteller zweimal, ob er einen Roman schreiben soll, der möglicherweise als islamkritisch aufgefasst werden könnte und sein Todesurteil bedeutet. Der Islamisten-Terror gegen Andersdenkende hat Schule gemacht: Man denke an die Reaktionen auf die dänischen Mohammed-Karikaturen 2005, einschließlich der Terrorattacken gegen den Karikaturisten Kurt Westergaard und sein berufliches und privates Umfeld und an den großen Terroranschlag gegen die Redakteure von "Charlie Hebdo" und jüngst wieder an einen Anschlag gegen Mitarbeiter des Satire-Magazins.

Während sich bei uns die Solidarität "aller Demokraten" mit dem Opfer, einem mutigen, aktiven Verteidiger unserer Werte wie Meinungs- und Religionsfreiheit, in Grenzen hält, bejubeln die Islamisten auch bei uns den Mord als ihren Sieg. Deutsche Islamisten feiern bei Telegram den Attentäter für die Ermordung von Samuel Paty. Das ist nicht verwunderlich, denn vor allem junge Muslime driften in den Extremismus ab. Der Verfassungsschutz stellt bei der Salafistenszene etwas mehr als 12.000 Männer und Frauen fest. Das Wachstum verlief rasant, 2011 waren es erst 3800. Unter diesen rund 12.000 Islamisten sind bundesweit 629 als Gefährder eingestufte Islamisten (Stand: Juli). Als "Gefährder" bezeichnet die Polizei Menschen, denen sie eine politisch motivierte Straftat von erheblicher Bedeutung zutraut - etwa einen Terroranschlag wie die Ermordung von Lehrern, Journalisten, Polizisten oder Massenmorde mit LKW wie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt und in Nizza.

Samuel Paty starb, weil er den Mut hatte, etwas zu tun, was selbstverständlich sein sollte, aber auch in deutschen Schulen und Medien nicht mehr selbstverständlich ist: Das Für und Wider von Religionskritik zu diskutieren - und zwar nicht nur an der christlichen Religion. Immer häufiger hört man von Lehrern und insbesondere von Lehrerinnen, denen als Frau oft überhaupt kein Respekt von Schülern und deren Eltern entgegengebracht wird, die aus Angst Themen meiden, die bei muslimischen Schülern und Eltern Missmut, Aggressionen, Belästigungen und Bedrohungen hervorrufen könnten. Es ist Zeit, diese Probleme ehrlich zu benennen und entschlossen zu bekämpfen Das Problem zu adressieren, ohne das Wort „Islam“ zu benutzen, ist unmöglich. Der Islamismus und seine Anhänger gehören nicht zu Deutschland und müssen nicht nur gestoppt, sondern zurückgedrängt werden. Es kann in diesem Kampf nur einen Sieger geben.

Gedenken wir des Lehrers Samuel Paty und auch - stellvertretend für viele, die ihr Leben bewusst im Dienst für uns im Kampf gegen den Islamismus eingesetzt und geopfert haben - des französischen Gendarmerieoffiziers Arnaud Beltrame. Beltrame war ein überzeugter Christ, ein herausragender Offizier und wird für immer als Held in Erinnerung bleiben. Er wurde von einem islamistischen Terroristen brutal ermordet, nachdem er sich zuvor im Austausch für eine Geisel in die Gewalt des mehrfachen Mörders begeben hatte. Die Helden im Kampf für die Freiheit mahnen uns, den Kampf für unsere Werte fortzusetzen und nicht nachzulassen, wenn es um die Verteidigung unser aller Freiheit geht.

 

Sven von Storch

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