Aus Kindern Kapital schlagen
Aus Kindern Kapital schlagen
Datum: 15.03.2013, 14:57
Das rechnet sich für das DRK, und nur darauf kommt es an! Aus Kindern Kapital schlagen. Da spielen doch Werte wie Elternliebe, Verlässlichkeit, Bindung gar keine Rolle mehr. Weg mit den Kindern! Sie taugen für die Herren Hundt, Driftmann und Seiters lediglich als künftige Beitragszahler für die Rentenkasse und evtl. noch als Wasch-und Fütterungspersonal für greise Präsidenten.
Was für das Rote Kreuz Gewinne durch Betreuung verspricht, ist für die Kanzlerin der Anspruch auf einen Vollerwerbsplatz für Mütter. „Familie und Beruf in Einklang bringen“ heißt die Devise – eine schöne Umschreibung für das, was sich nicht in Einklang bringen lässt, solange Mütter sich nicht zweiteilen können. Für die kinderlose Angela Merkel ist das Großziehen von Kindern offenbar ein Hobby. Sie vergisst, dass Kinder jenseits von drei Jahren auch noch Anspruch auf elterliche Fürsorge und Präsenz haben. Die Parole lautet: Kinder weg organisieren und Vollzeit in den Betrieb.
„Wer sind Sie?“ fragen die Kinder, wenn sie abends eingesammelt werden, ihre Eltern, oder: „Sie kommen mir irgendwie bekannt vor!“
Spaß beiseite!
Dass Müttern von mehreren Kindern während der Familienphase eine berufliche Teilzeitarbeit nebenher gar nicht möglich ist, das wird unterschlagen. Und wenn diese Mütter nach Jahren dann eine Teilzeitstelle suchen, weil sie tagsüber nicht ganz aus dem Blickfeld ihrer Kinder verschwinden wollen, dann gibt es nur noch Vollzeitstellen! Bravo!
Aber der wahlkampfgerecht inszenierte Familiengipfel hat doch immerhin ein Ergebnis erzielt: man will mehr für berufstätige Eltern tun. Nein, nicht für a l l e Eltern will man mehr tun, sondern nur für die, die pro Kind und Jahr sowieso schon mehr als 14 000 € staatlichen Krippenzuschuss bekommen.
Nachwort
Herr Seiters, Ihre verletzende Erklärung sagt uns Profi-Eltern: keinen roten Heller mehr in Ihre Sammelbüchsen oder auf DRK- Konten!
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