Aufstand der Generale in Washington: Trump feuert zurück

Es war eine fast erwartete Entscheidung durch den noch im Amt befindlichen Präsidenten, Donald Trump. Diesmal traf es den Verteidigungsminister, Herrn Esper: You are fired. Unmittelbar vor einer Europareise, die für die nächste Woche geplant war, muß er seinen Posten räumen.

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Es war eine fast erwartete Entscheidung durch den noch im Amt befindlichen Präsidenten, Donald Trump. Diesmal traf es den Verteidigungsminister, Herrn Esper: You are fired. Unmittelbar vor einer Europareise, die für die nächste Woche geplant war, muß er seinen Posten räumen.  Und es ist auch klar, warum Präsident Trump die Reißleine zog. Das Pentagon probt den Aufstand gegen die politische Führung des Landes, den gewählten Präsidenten Trump. Wir erinnern uns, daß es geradezu ein Vermächtnis von Donald Trump gibt: bring our troops home. Dazu zählt nicht nur der Rückzug vor Weihnachten 2020 aus Afghanistan und die Aufgabe einer Präsenz in  Syrien und von Special forces aus Afrika. Das war der Grund für die Wahlentscheidung 2016 zugunsten von Donald Trump. Die Amerikaner wollten ihre Söhne und Töchter aus den Kriegen von Obama und Biden nicht länger in Zinksärgen nach Hause gebracht sehen. Auch der Rückzug von US-Truppen aus Deutschland zählt zu der Agenda, die den Weg in den globalen Krieg nach 1999 und der NATO-Zerstörung Jugoslawiens, von Donald Trump aufgemacht worden ist. Dagegen probt das US-Militär den Aufstand. Man will sich die „Lizenz zur Kriegführung“ nicht nehmen lassen. Aber auch Donald Trump sein Vermächtnis nicht, wie der Rausschmiß von Herrn Esper zeigt.

Diese Eigenmächtigkeit des US-Militärs, im Vorfeld gerichtlicher Entscheidungen über die Wahl eines US-Präsidenten die Präsidenten-Entscheidungen zu unterlaufen und gegen den erklärten
Willen der politischen Führung die Truppen dort zu belassen, wo sie derzeit sind oder künftig sein werden, hat Vorläufer. In Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung hatte der damalige amerikanische Präsident George Bush dem sowjetischen Generalsekretär Gorbatschow ausdrücklich zugesichert, die NATO zu verändern. Sie sollte in ein Konsultationsorgan unter Einschluß der noch bestehenden Sowjetunion umgewandelt werden. Wie Dokumente, die ein deutscher Offizier später einsehen konnte, war das gerade für Paul Wolfowitz in seiner damaligen Funktion im Pentagon das Signal dafür, diese Zusage von George Bush an Michael Gorbatschow ins Gegenteil zu verkehren. Wer hat in Washington eigentlich das Sagen?

Willy Wimmer

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: lutz

Die Milliardäre und Millonäre haben das Sagen. Ich habe mir gerade eine Doku über das US-Wahlsystem angesehen, die hieß, glaube ich: Wenn das Geld regiert.

Das Wahlsystem hält, was der Titel verspricht.

Natürlich gibt es noch andere Strippenzieher, die sich nicht in die Karten gucken lassen wie den CIA, aber die Meinung des Kandidaten wird mit Geld gekauft. Ohne Spenden in bombastischen Höhen geht da nichts.

Gravatar: Daffy

Jede Gesellschaftsform, welche funktioniert und für allgemeinen Wohlstand sorgt, wirkt wie ein Magnet für Parasiten, Betrüger und Glücksritter. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo das System so ausgehöhlt und unterwandert ist, daß es reformiert werden muß bzw. kollabiert. In letzterem Fall kommt es zum Chaos, ähnlich den Zuständen in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg oder in den Jahren zwischen 1945 und 1949, wo die Bevölkerung wehrlos und rechtlos allem ausgeliefert war, was in den Details bis heute schamhaft verschwiegen wird. Präsident Trump hat in seiner bisherigen Amtszeit seinem Land 4 Jahre Galgenfrist verschafft, so muß man das leider sehen.
https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/das-wahre-problem-hinter-dem-amerikanischen-wahl-debakel-a3376165.html

Gravatar: Hajo

Wer hat in Washington das Sagen? Derjenige der eben schneller ist und nicht nur vertraut, sondern auch kontrolliert, denn das ist der einzige Weg um sich nicht selbst zu gefährden und das es vielen nicht paßt, einen Friedenspräsidenten zu unterstützen kann man sich denken, wobei aber seine Entscheidungen nach Gesetzeslage über allem stehen und danach haben sie sich zu richten, auch ihre Hintermänner, die seit vier Jahren Trump von Teilen des Geldeinnehmens abgeschnitten wurden und nun ihre Chance sehen, wenn sie sich da nicht täuschen.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Herr Esper: You are fired.” ...

Da selbst die unserer(?) Heißgeliebten bisher bedingungslos die Stange haltende Bertelsmann-Stiftung das schwindende Vertrauen in die göttlich(?) diktierte Politik der Altparteien erkannte und darin sogar eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sieht
https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/Gesellschaftlicher_Zusammenhalt/ST-LW_Studie_Schwindendes_Vertrauen_in_Politik_und_Parteien_2019.pdf:

Wäre es nun nicht allerhöchste Zeit dafür, auch unserer(?) Allmächtigen(?) zu „zeigen wo der Hammer hängt“???

Ja Himmel, Sakra und beim Barte des Propheten:

Hätte das Bush seine Göttin(?) damals doch lieber
´auf Dauer` mit nach Texas genommen
https://www.dw.com/de/merkel-und-die-us-pr%C3%A4sidenten/g-55420647
- Europa wäre dann sicherlich sehr viel Böses erspart geblieben!!!

Gravatar: Mino Cair

Genau das ist die Frage, welche immer wieder gestellt werden muß. Die nächste Frage ist: wer filtert die Informationen, die ins Oval Office gelangen und aufgrund derer ein Präsident seine Entscheidungen trifft? Und wer sorgt für die Umsetzung bzw. deren Sabotage?
Das sind Netzwerke byzantinischen Ausmasses und der POTUS hat nur scheinbar Aufsicht.

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